
Hermann L. Gremliza, Horst Tomayer: Das sehr gemischte Doppel. Getrennt dichten – vereint vortragen. Live-Mitschnitt 2005 aus der Volkshochschule Ulm. (V20) DVD 15 Euro
Olga
Bernario. Ein Leben für die Revolution. Deutschland 2004.
Regie: Galip Iyitanir. 92 min. Ab 12 J. (V69) DVD 17 Euro
Die
Stationen des Lebens der 1908 in München geborenen Kommunistin
nach, Berlin, Moskau, Frankreich und Großbritannien. Mit dem
brasilianischen „Ritter der Hoffnung“ Luiz Carlos Prestes
kommt sie nach Rio de Janeiro. Die 1935 von ihnen angezettelte
Revolte wird niedergeschlagen, die Schwangere Monate später nach
Nazi-Deutschland ausgeliefert, wo sie nach Jahren der Haft 34jährig
im KZ Bernburg ermordet wird. Galip Iyitanirs Semi-Dokumentation
nähert sich der außergewöhnlichen Frau mit Respekt,
bringt sie dem Publikum in allen Facetten näher. Die
chronologische Biografie vermittelt politische und persönliche
Information, enthält neben historischen Ton- und Bilddokumenten
fiktionale Szenen.
Strike Bike. Eine Belegschaft
wird rebellisch. BRD 2008. Ein Film von Robert Pritzkow, Laines
Rumpff, Jan Weiser. 45 min. (V89) DVD 12,80 Euro
Voller Wut
besetzten die Kolleginnen und Kollegen der Fahrradfabrik Bike Systems
in Nordhausen (Thüringen) am 10. Juli 2007 ihren Betrieb. Als
die Geschäftsführung der gekündigten Belegschaft an
ihrem letzten Arbeitstag mitteilte, daß der neue Eigentümer
Lone Star nicht mal mehr die Abfindungen und die ausstehenden Löhne
bezahlen wollte, war das Maß voll. Was folgte, war eine 115
Tage dauernde Betriebsbesetzung. Die Streikenden organisierten noch
einmal eine Fahrrad-Produktion.
Der Blaue Engel. Deutschland 1930. Regie: Josef von Sternberg. Drehbuch: Robert Liebmann, Carl Zuckmeyer, nach dem Roman „Professor Unrat“ von Heinrich Mann. Musik: Friedrich Hollaender. Mit Marlene Dietrich, Emil Jannings, Hans Albers, Kurt Gerron u.a. 106 min. Ab 12 Jahre. (V23) VHS-Video 10 Euro
M – Eine Stadt sucht einen Mörder. Deutschland 1931. Regie: Fritz Lang. Mit Peter Lorre, Gustaf Gründgens, Theo Lingen u.a. 106 min. ab 12 Jahre. (V49) DVD 9,90 Euro
Der Untertan. DDR 1951.
Regie: Wolfgang Staudte. Mit Blandine Ebinger, Erich Nadler, Gertud
Bergmann, Paul Esser, Werner Peters, Carola Braunbock, Emmy Burg,
Renate Fischer u.a. 104 Min. s/w. Ab 12 J. (V104) DVD 15
Euro
Diederich Heßling (Werner Peters) ist ein
verweichlichtes, furchtsames Kind. Doch bald erkennt er, daß
man der Macht dienen muß, wenn man selbst Macht ausüben
will. Nach oben buckeln und nach unten treten, wird von nun an seine
Lebensmaxime. So macht er seinen Weg als Student in Berlin und später
als Geschäftsmann in seiner Papierfabrik in Netzig. Dem
Regierungspräsidenten von Wulkow (Paul Esser) untertänig,
weiß er sich dessen Beistand sicher. Er denunziert seine
Konkurrenten und schmiedet ein betrügerisches Komplott mit
korrumpierten Sozialdemokraten im Stadtrat. Und schließlich
geht sein größter Wunsch in Erfüllung: die Einweihung
eines Kaiserdenkmales, und Diederich hält die Festansprache. Ein
Gewitter bricht los, und nachdem die Wolken verzogen sind, muß
der Schutt beiseite geräumt werden. Nach dem gleichnamigen Roman
von Heinrich Mann.
Der Untertan. Ein Film der DEFA nach dem Roman von Heinrich Mann. DDR 1951. Regie: Wolfgang Staudte. Mit Werner Peters, Paul Esser, Blandine Ebinger u.a. 104 min. s/w. Ab 12 Jahre (V2) VHS-Video 15,50 Euro
Rotation. Ein Film der DEFA.
DDR 1949. Regie: Wolfgang Staudte. Mit Paul Esser, Irene Korb,
Karl-Heinz Deichert u.a. 80 min. s/w. Ab 12 Jahre (V67) DVD 18,50
Euro
Berlin 1932 bis 1946. Der Maschinenmeister Hans Behnke ist
tüchtig, und Politik interessiert ihn nicht. Er ahnt nicht, daß
er sich dem Faschismus nicht entziehen kann.
Rotation. Ein Film der DEFA.
DDR 1949. Regie: Wolfgang Staudte. Mit Paul Esser, Irene Korb,
Karl-Heinz Deichert u.a. 80 min. s/w. Ab 12 Jahre (V6) VHS-Video
15,50 Euro
Berlin 1932 bis 1946. Der Maschinenmeister Hans
Behnke ist tüchtig, und Politik interessiert ihn nicht. Er ahnt
nicht, daß er sich dem Faschismus nicht entziehen kann.
Die Mörder sind unter uns.
Ein Film der DEFA. Deutschland 1946. Regie: Wolfgang Staudte. Mit
Hildegard Knef, Ernst Wilhelm Borchert, Elmar Sellmer, Arno Paulsen
u.a. 81 min. s/w. Ab 6 Jahre. (V16) DVD 15,50 Euro
Berlin 1945.
Susanne Wallner kehrt aus dem Konzentrationslager zurück. In
ihrer Wohnung hat sich der aus dem Krieg heimgekehrte Chirurg Mertens
eingenistet, der seine furchtbaren Erinnerungen mit Alkohol zu
ertränken versucht. Zufällig begegnet er seinem ehemaliger
Hauptmann, der zum aalglatten Geschäftsmann wurde, dem es egal
ist, ob er aus Stahlhelmen Kochtöpfe macht oder umgekehrt. „Die
Mörder sind unter uns“ war der erste deutsche
Nachkriegsfilm.
Das
Beil von Wandsbek. Ein
Film der DEFA nach dem Roman von Arnold Zweig. DDR 1951. Regie: Falk
Harnack. Mit Erwin Geschonneck, Käthe Braun, Gefion Helmke,
Gisela May u.a. 111 min. s/w. Ab 12 Jahre. (V113) DVD 15 Euro
1934.
Hamburg erwartet hohen Besuch: den Führer. Vorher gilt es noch
einen Makel, der auf der Stadt liegt, zu beseitigen. Vier zum Tode
verurteilte Kommunisten sind immer noch nicht hingerichtet. Es fehlt
ein Henker. Der Schlächtermeister Teetjen, ein kleiner Nazi,
läßt sich überreden, die Scharfrichterrolle zu
übernehmen, wenn es geheim bleibt. Doch die Henkersarbeit
spricht sich herum...
Der Aufenthalt. DDR 1972.
Regie: Frank Beyer. Nach dem Roman von Hermann Kant. Mit Sylvester
Groth, Fred Düren, Matthias Günther u.a. 97 min. ab 12 J.
(V80) DVD 18,50 Euro
Der junge deutsche Kriegsgefangene Mark
Niebuhr kommt mit einem Transport im Oktober 1945 auf dem Warschauer
Güterbahnhof an. Eine Polin glaubt, in ihm den SS-Mann wieder zu
erkennen, der ihre Tochter ermordet hat. Lexikon des Internationalen
Films: „Objektives, modellhaftes Drama über Schuld und
Verantwortung unter Kriegsrecht und Gewaltherrschaft.“
Jakob der Lügner. Ein
Film der DEFA nach dem Roman von Jurek Becker. DDR 1974. Regie: Frank
Beyer. Mit Vlastmil Brodsky, Armin Müller-Stahl, Erwin
Geschonneck, Henry Hübchen u.a. 96 min. Farbe. ab 12 Jahre
(V103) DVD 15 Euro
Ein osteuropäisches jüdisches
Ghetto im Jahre 1944. Jakob Heym wird wegen angeblicher
Überschreitung der Ausgangssperre von einem Posten zum
Gestapo-Revier geschickt. Durch Zufall kommt er mit dem Leben davon,
und zufällig hat er dort im Radio eine Meldung über den
Vormarsch der Roten Armee gehört. Er möchte die Nachricht
an seine Leidensgefährten weitergeben, um ihnen Hoffnung zu
machen, hat aber Angst, man würde ihn wegen seiner „Verbindung“
zur Gestapo für einen Spitzel halten. So greift er zu einer
Lüge, gibt vor, ein Radio versteckt zu haben. Die Menschen im
Ghetto schöpfen neuen Lebensmut, es gibt keine Selbstmorde mehr,
und man möchte von Jakob immer neue Informationen über den
Vormarsch. Er muß weiterlügen, damit die Hoffnung bleibt.
Sein Freund Kowalski hilft, die Nachrichten zu verbreiten, lässt
sich sogar von einem Wachposten zusammenschlagen, um Jakob zu
schützen, als der auf der Toilette aus Zeitungsfetzen der Nazis
wahre Nachrichten zu finden sucht.
Jakob der Lügner. Ein
Film der DEFA nach dem Roman von Jurek Becker. DDR 1974. Regie: Frank
Beyer. Mit Vlastmil Brodsky, Armin Müller-Stahl, Erwin
Geschonneck, Henry Hübchen u.a. 96 min. Farbe. ab 12 Jahre (V3)
VHS-Video 15,50 Euro
Ein jüdisches Ghetto 1944. Jakob
„erfindet“ Nachrichten vom bevorstehenden Untergang der
Nazis, um die Hoffnungslosigkeit zu besiegen.
Nackt unter
Wölfen. Ein Film der DEFA. DDR 1963. Regie: Frank Beyer. Mit
Erwin Geschonneck, Armin Mueller-Stahl, Fred Delmare, Gerry Wolff.
120 min. s/w. Ab 12 Jahre. (V18) DVD 15,50 Euro
1945. Wenige
Tage vor der Befreiung kommt der Pole Jankowski mit einem Transport
in das KZ Buchenwald. Er trägt einen Koffer bei sich, in dem er
einen kleinen Jungen versteckt hat. Als die Mithäftlinge und
Mitglieder der illegalen Widerstandsgruppe den Jungen entdecken,
stehen sie vor einer schweren Entscheidung. Frank Beyers Verfilmung
des Romans von Bruno Apitz, der erste deutsche Film über Leben
und Sterben im Konzentrationslager, richtet seinen Fokus ganz auf die
Reaktionen der Häftlinge. Die Fragen nach Humanität,
Gewissen und Disziplin werden in dieser menschenverachtenden Zeit
ganz neu gestellt. Die hermetisch abgeschlossene Welt der Lager wird
nüchtern, klar und unpathetisch dargestellt. Eine authentische
Geschichte, ein berühmter Roman, ein Film von internationalem
Rang.
Der Rat der
Götter. Ein Film der DEFA. DDR 1950. Regie: Kurt Maetzig.
Drehbuch: Friedrich Wolf. Musik: Hanns Eisler. Mit Paul Bildt u.a.
105 min und Bonusmaterial. s/w. Ab 16 Jahre. (V41) DVD 15
Euro
Während der Nazi-Zeit erlebt ein rheinischer
Chemiekonzern seinen Aufstieg. Nach dem Krieg werden die Konzernherrn
in Nürnberg angeklagt. Aber die Amerikaner wollen nicht die
Verurteilung der Kriegsverbrecher. Sie haben nun selbst ein Interesse
daran, daß der Konzern wieder Giftgas produziert.
Die Abenteuer
des Werner Holt. Ein Film der DEFA. DDR 1965. Regie: Joachim
Kunert. Drehbuch: Claus Küchenmeister. Mit Klaus-Peter Thiele,
Manfred Karge, Wolfgang Langhoff u.a. 163 min. Ab 16 Jahre (V68) DVD
15 Euro
Werner Holt und Gilbert Wolzow sind Freunde seit der
Schulzeit. Halbe Kinder noch, liegen sie im Frühjahr 1945 in
einer Stellung im Osten Deutschlands, die sie gegen die vorrückende
Rote Armee verteidigen sollen. Man kann den Film als eine Asntwort
der DEFA auf Bernhard Wickys „Die Brücke“ sehen.
Nach dem Roman von Dieter Noll.
Sterne. DDR 1959. Regie:
Konrad Wolf. Mit Ivan Kondow, Georgi Naumow, Stefan Pejtschew, Sascha
Kruscharska, Jürgen Frohriep, Erik S. Klein. 88 min. ab 12 J.
(V84) DVD 15 Euro
„Einer der beeindruckendsten Filme des
DDR-Kinos.“ Lexikon des Internationalen Films. Drei Tage im
Jahr 1943: Wehrmachtsunteroffizier Walter, früher als Künstler
tätig und nun in einer bulgarischen Stadt stationiert, trifft
auf die griechische Jüdin Ruth. Zusammen mit anderen Juden soll
sie nach Auschwitz deportiert werden. Aus Desinteresse entwickelt
sich bei Walter eine Einsicht über die deutschen Verbrechen,
denen er dient und deren Opfer Ruth zu werden droht. Zwischen beiden
entsteht eine leise, aber hoffnungslose Liebe... Konrad Wolfs Film
wurde auf den Filmfestivals in Edinburgh, Wien und Cannes
ausgezeichnet. Das in Co-Produktion mit Bulgarien entstandene Werk,
eine aufrüttelnde Darstellung individueller Verantwortung in
einem menschenverachtenden Krieg, konnte in Cannes aufgrund
bundesdeutscher Proteste nur als bulgarischer Beitrag gezeigt werden.
Ich
war neunzehn. Ein Film
der DEFA. DDR 1968. Regie: Konrad Wolf. Mit Jaecki Schwarz, Wassili
Livanow, Galina Polskich, Jenny Gröllmann u.a. 115 min. s/w. Ab
12 Jahre. (V15) DVD 15,50 Euro
Von eigenen Erlebnissen
beeinflußte Geschichte über die letzten Tage des Zweiten
Weltkrieges. In der Uniform eines sowjetischen Leutnants kommt der
19jährige Gregor Hecker in seine Heimat zurück. Er trifft
auf seine Landsleute, die ihm fremd geworden sind. Die erste
Begegnung mit aus dem Konzentrationslager befreiten Antifaschisten
wird für ihn zu einem bewegenden Erlebnis.
Dein
unbekannter Bruder. DDR
1982. Regie: Ulrich Weiß. Mit Uwe Kockisch, Michael Gwisdek,
Michael Gerber, Jenny Gröllmann, Bohumil Vavra, Arno Wyzniewski.
103 min. ab 6 J. (V110) DVD 15 Euro
Hamburg 1935. Der
Antifaschist Arnold Clasen (Uwe Kockisch) kommt aus der KZ-Haft
zurück und schließt sich erneut einer Widerstandsgruppe
an. Da er überwacht wird, lebt er unauffällig, meidet den
Kontakt mit den Genossen. Nachmittags und abends geht er seiner
Arbeit als Filmvorführer in den Orion-Lichtspielen nach.
Manchmal trifft er sich mit Renate (Jenny Gröllmann), die er
liebt. Sie stammt aus einer gutbürgerlichen Familie, teilt aber
seine politische Haltung. Die Isolation macht ihm zu schaffen, er
sucht die Freundschaft zu seinem Kontaktmann Walter (Michael
Gwisdek). Er möchte jemandem vertrauen, doch das Mißtrauen
ist groß. Zu der Gefahr von außen kommt der Verrat in den
eigenen Reihen. Es gibt Verhaftungen in der Gruppe, Arnold schöpft
Verdacht, daß Walter der Verräter ist.
Archiv
des Todes. DDR 1979.
Regie: Rudi Kurz. Mit Jürgen Zartmann, Gojko Mitic, Gerd
Blahuschek, Leon Niemczyk, Krysztof Stroinski, Alfred Struwe, Hannjo
Hasse, Harald Warmbrunn, Helmut Schellhardt, Klaus-Peter Thiele,
Renate Blume u.a. 760 min. (13 Folgen). ab 12 J. (V112) 5 DVDs 40
Euro
In den Morgenstunden des 8. November 1944 versuchen
fünf Widerstandskämpfer in das besetzte Polen zu
kommen:Anführer sind der deutsche Kommunist Georg (Jürgen
Zartmann) und der sowjetische Agent Boris (Gojko Mitic). Im Auftrag
der sowjetischen Militärabwehr sollen sie das „Archiv des
Todes“ finden. Dort befindet sich brisantes
Geheimdienstmaterial zum Aufbau einer Nachkriegs-Unterorganisation
der Nazis. Aber durch den Abschuß des Flugzeugs, bei dem die
Mitglieder teils schwer verwundet, teils voneinander getrennt werden,
scheint die Mission kaum noch erfüllbar. Um die Informationen in
letzter Sekunde vor der sowjetischen Eroberung zu retten, scheut
SS-Standartenführer Hauk (Alfred Struwe) vor keiner Grausamkeit
zurück.
Karl Liebknecht – Solange
Leben in mir ist / Trotz alledem. DDR 1965/1972. Regie: Günter
Reisch. Mit Horst Schulze, Jutta Hoffman u.v.a. 243 min. (V88)
Doppel-DVD 20 Euro
Solange Leben in mir ist: Episoden aus dem
Leben Karl Liebknechts in den Jahren 1914-1916: Als einziger von 110
SPD-Abgeordneten stimmt er im Reichstag gegen die Kriegsanleihen und
wird daraufhin von seiner Parteiführung fallengelassen.
Verleumdungen, Morddrohungen, Arbeitsverbote hindern ihn nicht,
überall - bei den Arbeitern und vor allem der Jugend - gegen den
Krieg aufzutreten. Während er zum Kriegsdienst gezwungen wird
und seine Aufklärungsarbeit an der Front in Frankreich
fortführt, ist seine Familie in Berlin Repressalien ausgesetzt.
Trotz alledem!: Der Film umspannt die Zeit vom 23. Oktober 1918, der
Rückkehr Liebknechts aus der Haft im Zuchthaus Luckau nach
Berlin, bis zu seiner und Rosa Luxemburgs Ermordung am 15. Januar
1919. Während das Proletariat dem in Berlin eintreffenden
Liebknecht einen triumphalen Empfang bereitet, mobilisiert das
Kaiserreich seine letzten Kriegsreserven.
Das
Lied der Matrosen. DDR
1958. Regie: Kurt Maetzig. Mit Günther Simon, Hilmar Thate,
Horst Kube, Raimund Schelcher, Stefan Lisewski, Ulrich Thein,
Wolfgang Langhoff. 118 min. ab 12 J. (V114) DVD 15 Euro
Herbst
1917. Die russische Revolution erschüttert die Grundfesten der
alten Welt. An der Verbrüderung deutscher und russischer
Soldaten sind auch der Maschinist Henne Lobke (Ulrich Thein) und der
Heizer Jens Kasten (Horst Kube) beteiligt. Sie entwaffnen ihre
Offiziere, um die Versenkung eines russischen Frachters zu
verhindern. Nach Deutschland zurückgekehrt, geht ihr Kampf
weiter. Die Kieler Hafenarbeiter und Matrosen rufen zum Massenstreik
auf, fordern die Absetzung des Kaisers, das Ende des Krieges. Doch
die Admiralität beschließt eine Aktion, mit der die
gesamte deutsche Flotte in einer Schlacht gegen England der
Vernichtung ausgesetzt wird. So will man die Revolution im Keim
ersticken. Die Matrosen wehren sich… Entstanden zum 50.
Jahrestag der Novemberrevolution, endet der pathetische Film, eine
Auftragsproduktion der DDR-Regierung, mit dem Gründungsparteitag
der KPD.
Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse / Führer seiner Klasse. Ein Film der DEFA. DDR 1954/1955. Regie: Kurt Maetzig. Mit Günther Simon, Hans-Peter Minetti, Werner Peters u.a. 250 min. Ab 12 J. (V65) Doppel-DVD mit Begleitheft. 20 Euro
Spur der Steine. DDR 1966.
Regie: Frank Beyer. Mit Manfred Krug, Eberhard Esche, Krystyna
Stypulkowska, Johannes Wieke, Walter Richter-Reinick, Hans-Peter
Minetti, Walter Jupé u.a. (V93) DVD 15 Euro
Absoluter
King auf der Großbaustelle Schkona ist der großspurige
und auch körperlich fast ungeschlachte Brigadier Hannes Balla.
Er genießt vor allem bei seiner Truppe höchstes Ansehen,
weil er dafür sorgt, daß die Abrechnungen und die Prämien
stimmen. Ein bißchen ungemütlich wird es Hannes
allerdings, als die junge Technologin Kati Klee und der neue
Parteisekretär Werner Horrath auf der Baustelle erscheinen.
Hannes sieht seine „Unangreifbarkeit“ und seinen Ruf
gefährdet, weil Horrath eine durchaus interessante
Persönlichkeit ist, die den Vergleich mit Balla nicht zu scheuen
braucht. Und Kati Klee zwingt Hannes, ein bißchen die
Draufgängermaske zu lüften und etwas von seinem wahren
Wesen preiszugeben. Balla verliebt sich in Kati. Aber auch Horrath
liebt – trotz Frau und Kind, an denen er hängt und die ihn
in Rostock erwarten – die junge Kollegin. Der Film setzte sich
kritisch mit den Schwierigkeiten beim Aufbau des Sozialismus
auseinander, wurde gerade von denen, deren Engstirnigkeit er
anprangerte, mißverstanden und angefeindet und verschwand bald
nach der Premiere aus den Kinoprogrammen.
Das Kaninchen
bin ich. Ein Film der DEFA. DDR 1965. Regie: Kurt Maetzig. Mit
Angelika Waller, Alfred Müller u.a. 109 min. Ab 12 J. (V63) DVD
15 Euro
Maria Morzeck ist 19 Jahre alt und arbeitet als
Kellnerin. Eigentlich wollte sie studieren und Dolmetscherin werden.
Doch weil ihr Bruder wegen „staatsgefährdender Hetze“
im Zuchthaus sitzt, wird sie nicht zum Studium zugelassen. Maria
verliebt sich in den älteren Paul Deister – und erfährt,
daß er der Richter war, der ihren Bruder verurteilte –
weniger, um dem Recht, sondern, um seiner Karriere zu dienen. Der
Film fiel, wie fast alle DEFA-Produktionen der Jahrgänge 1965
und 1966, den Restriktionen des „11. Plenums“ zum Opfer.
Für Walter Ulbricht waren fortan alle Filme, die gar zu offen
Kritik an den Verhältnissen in der DDR übten,
„Kaninchenfilme“.
Karla.
Ein Film der DEFA. DDR 1966. Regie: Herrmann Zschoche. Drehbuch:
Ulrich Plenzdorf. Mit Jutta Hoffmann, Jürgen Hentsch u.a. 130
min. Ab 6 J. (V66) DVD 15 Euro
Eine junge Lehrerin eckt an. Sie
gerät in Schwierigkeiten – wie dann auch der Film, der den
berufenen Filmexperten des „11. Plenums“ so ganz und gar
nicht gefiel.
Der
geteilte Himmel. DDR
1964. Regie: Konrad Wolf. Mit Erika Pelikowsky, Martin Flörchinger,
Hilmar Thate, Hans Hardt-Hartdloff, Eberhard Esche, Renate Blume,
Günter Grabbert. Nach dem Roman von Christa Wolf. 109 min. ab 16
J. (V109) DVD 15 Euro
Eine Liebesgeschichte im Berlin
vor dem Mauerbau. Rita Seidel lernt den zehn Jahre älteren
Chemiker Manfred Herrfurth kennen. Sie zieht in seine gemütliche
Dachwohnung und beginnt vor ihrem Studium ein Praktikum in einer
Waggonfabrik. Immer mehr überschatten Alltagsprobleme ihre Liebe
und stellen die Beziehung auf die Probe. Eines Tages wirft Manfred
das Handtuch und geht enttäuscht nach Westberlin. Als Rita ihn
dort besucht, merken die Liebenden, daß sich ein Riss nicht nur
durch Deutschland, sondern auch durch ihre Beziehung zieht. Konrad
Wolfs DEFA-Klassiker zählt bis heute zu den wichtigsten
filmischen Auseinandersetzungen mit der deutsch-deutschen Teilung.
„Der geteilte Himmel“ wurde von führenden
Filmhistorikern und -journalisten im Verbund Deutscher Kinematheken
ausgewählt als einer der 100 wichtigsten deutschen Filme aller
Zeiten.
Sonnensucher.
DDR 1958. Regie: Konrad Wolf. Mit Wladimir Jemeljanow, Willi Schrade,
Wiktor Awdjuschko, Ulrike Germer, Norbert Christian, Manja Behrens,
Horst Kube, Günther Simon, Erwin Geschonneck, Erich Franz,
Brigitte Krause. 111 min. ab 12 J. (V115) DVD 15,50 Euro
Der
Uranbergbau führt in der DDR der Nachkriegszeit Menschen
unterschiedlichster Art zusammen. So auch zwei Frauen, die bei einer
Razzia in Berlin aufgegriffen werden. Die eine, Lutz, lernte schon
früh das Leben von seiner härtesten Seite kennen, und die
andere, Emmi, prostituierte sich nach dem Krieg um zu überleben.
Lutz verliebt sich in den Kumpel Günter, stellt aber bald fest,
daß er nicht der Richtige ist. Unterdessen interessieren sich
aber bereits zwei weitere Männer für sie: der Obersteiger
Franz Beier und der sowjetische Ingenieur Sergej. Letzterer mißtraut
Beier, der zwar mit seiner faschistischen Vergangenheit gebrochen
hat, sich aber nicht zu diesem Abschnitt seines Lebens bekennt.
Schließlich heiratet Lutz Beier, muss aber schnell akzeptieren,
daß sie in Wahrheit Sergej liebt...
Abschied. DDR 1968. Nach dem
Roman von Johannes R. Becher. Regie: Egon Günther. Mit Doris
Thalmer, Jan Spitzer, Rolf Römer, Katharina Lind, Annekathrin
Bürger, Manfred Krug u.a. 107 min. ab 12 J. (V85) DVD 15 Euro
Im
August 1914 beginnt der Erste Weltkrieg, und ganz Deutschland scheint
im nationalistischen Freudentaumel gefangen. Hans Gastl aber, der
17jährige Sohn eines Münchner Oberstaatsanwalts,
entscheidet sich gegen den Zeitgeist: „Ich mache Euren Krieg
nicht mit.“ – Die Entscheidung, die seinen Vater über
alle Maßen schockiert, ist lange gereift. Schon als Kind
rebellierte Hans gegen die Saturiertheit und Scheinmoral der Älteren.
Er freundete sich mit einem jüdischen Jungen an und mit
Hartinger, der aus einer Arbeiterfamilie kam. Und er verliebte sich
in die Prostituierte Fanny, mit der gemeinsam er in den Freitod gehen
wollte. Schließlich hat er den Tod des Mädchens auf dem
Gewissen... Regisseur Egon Günther und Autor Günter Kunert
verfilmten den autobiographischen Entwicklungsroman des vormaligen
DDR-Kulturministers Johannes R. Becher als modernes satirisches
Spektakel, antibürgerlich und pazifistisch zugleich. Diese
Haltung stieß bei den DDR-Oberen – zumal unmittelbar nach
dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die CSSR – auf
erhebliches Mißtrauen: „Abschied“ wurde nach
wenigen Wochen Laufzeit abgesetzt und nur noch für
Einzelvorführungen zugelassen.
Einer trage
des anderen Last... Ein Film der DEFA. DDR 1988. Regie: Lothar
Warneke. Mit Jörg Pose, Manfred Möck u.a. 113 min. Ab 12 J.
(V64) DVD 15 Euro
Die DDR im Jahre 1950: Zwei junge Männer,
der Volkspolizist Josef und der Vikar Hubertus, sehen sich eines
Tages im Zimmer eines Sanatoriums, wo sie ihre Tuberkulose zu
kurieren haben, gegenübergestellt. Aus der Konfrontation um
Weltanschauung und Glaube entwickelt sich zaghaft – und stets
neuen Anfechtungen ausgesetzt – eine Freundschaft. Warnekes
Film ist ein interessantes Plädoyer für den Dialog zwischen
Christentum und Marxismus und eine Aufforderung, das Ziel einer
gerechteren Gesellschaft gemeinsam zu verfolgen.
Panzerkreuzer Potemkin.
Sowjetunion 1925. Regie: Sergej Eisenstein. 63 min. und
Bonusmaterial. (V40) DVD 15 Euro
Der Stummfilmklassiker gilt
als Meilenstein der Filmgeschichte und wurde 1858 auf der
Weltausstellung in Brüssel zum „Besten Film aller Zeiten“
gekürt.
Oktober. UdsSR 1927. Regie:
Sergej Eisenstein. 99 min. Ab 12 J. (V83) DVD 15 Euro
Der Film
„Oktober“ entstand zum 10. Jahrestag der
Oktoberrevolution. In Deutschland wurde der Film unter dem Titel
„Zehn Tage, die die Welt erschütterten“ bekannt und
zeichnet die revolutionären Ereignisse des Jahres 1917 in
Rußland, vom Sturz der Zarenherrschaft bis zum Sturm auf das
Winterpalais, nach. Der Film fasziniert durch die authentische
Wirkung der aufwendig nachgestellten historischen Szenen und durch
die suggestive Ausdruckskraft seiner Bildmontagen. Bei der Gestaltung
der Massenszenen war Sergej M. Eisenstein um ein Höchstmaß
an Echtheit der Rekonstruktion und an dokumentarischer Treue bemüht.
Er orientierte sich an den zeitgenössischen Bilddokumenten, an
Wochenschauaufnahmen und an den Erinnerungen von
Revolutionsteilnehmern. Eisensteins dramatische Bilder vom Sturm auf
das Winterpalais sind, ähnlich, wie die legendären Szenen
auf der Hafentreppe in Odessa („Potemkin“), tief ins
kollektive Gedächtnis eingegangen. Es sind die Schlüsselbilder
einer Epoche. „Im Werk Eisensteins kulminiert die sowjetische
Filmkunst der zwanziger Jahre. Wahrscheinlich muss man Eisenstein als
den bedeutendsten Regisseur ansehen, den der sowjetische Film
überhaupt hervorgebracht hat, und sicherlich als den
profundesten Theoretiker der Filmkunst.“ (Gregor/ Patalas:
Geschichte des Films).
Der
gewöhnliche Faschismus. Von Michail Romm. UdSSR 1965. 128
min. s/w. Ab 12 Jahre. (V17) DVD 16,50 Euro
Der Dokumentarfirm
gilt als Meilenstein der Filmpublizistik. Der Regisseur Michail Romm
versucht anhand von historischem Bildmaterial aus der Zeit des
Nazi-Regimes am Phänomen des Faschismus das unmenschliche
Antlitz sichtbar zu machen und den Mechanismus des Betrugs an
Millionen von Menschen aufzudecken. Er analysiert die Wurzeln des
Faschismus und dessen verhängnisvollen Einfluß auf die
menschliche Psyche.
Die Stalingrader Schlacht.
UdsSR 1948. Regie: Wladimir Petrow. 181 min., Bonusmaterial. (V92) 2
DVDs. 30 Euro
Die „Stalingrader Schlacht“ wurde in
der DDR in geschnittener Form aufgeführt. Die Originalkopien des
Films verschwanden und wurden lange nicht wieder gesehen. Doch das
verschollen geglaubte Filmmaterial konnte jetzt in Archiven
wiederentdeckt und unter hohem Aufwand aufbereitet werden. Diese
Doppel-DVD beinhaltet den kompletten Spielfilm, so wie er noch nie
gesehen wurde. Der zweiteilige Historienfilm skizziert mit Hilfe von
dokumentarischem Filmmaterial den Kriegsverlauf zwischen August 1942
und Februar 1943 in Stalingrad.
Befreiung. UdSSR 1969. Regie:
Juri Oserow. 459 min. und Bonus-Material 90 min. Ab 12 Jahre. (V19) 6
DVDs und Begleitbuch im Schuber. 100 Euro
Der 5-teilige
monumentale Film zählt zu den bekanntesten und historisch
fundiertesten Werken zum Zweiten Weltkrieg. Er umspannt den Zeitraum
zwischen dem Frühjahr 1943 und dem Kriegsende im Mai 1945. Der
Krieg wird in diesem herausragenden Werk von Regisseur Juri Oserow
nicht ausschließlich als eine naturalistische Abfolge von Leid,
Angst, Entbehrung und Tod dargestellt. Vielmehr wird der Zuschauer
sowohl mit einem Panoramablick als auch mit Nahaufnahmen
konfrontiert, die stets vom Überlebenswillen und Kampfesmut der
Geknechteten zeugen. Teil 1: Der Feuerbogen. Teil 2: Der Durchbruch.
Teil 3: Die Hauptstoßrichtung. Teil 4: Die Schlacht um Berlin.
Teil 5: Der letzte Sturm.
Zur
Zeit vergriffen
Die
Lebenden und die Toten / Man wird nicht als Soldat geboren.
UdsSR 1963/1969. Regie: Alexander Stolper. Mit G. Gai, J. Wisbor, J.
Stoskow, A. Plotnikow, L. Krylowa, Anatoli Papanow, Kirill Lawrow,
Oleg Jefremow, A. Glasyrin, L. Ljubetzki, L. Ljubimowa, J. Dubrowin.
Nach dem Roman von Konstantin Simonow. 308 min. ab 12 J. (V111) 3
DVDs 30 Euro
DIE LEBENDEN UND DIE TOTEN ist ein
zweiteiliger Spielfilm nach dem gleichnamigen Roman von Konstantin
Simonow. Der Film beginnt in den ersten Tagen des Großen
Vaterländischen Krieges und endet mit dem Beginn des
Gegenangriffes der sowjetischen Armee bei Moskau. Iwan Sinzow,
Korrespondent einer Soldatenzeitung, befindet sich im Urlaub als der
Krieg beginnt. Sofort macht er sich auf den Rückweg zu seiner in
Weißrußland stationierten Einheit. Da diese unter dem
Druck deutscher Angriffe zurückweichen muss, gelingt es ihm
nicht, zu seiner Truppe zu gelangen... Er meldet sich schließlich
bei einem Sammelpunkt und nicht bei seiner Einheit und wird daraufhin
mit anderen Offizieren zum Stab geschickt. Der Trupp trennt sich, um
per Anhalter in den Ort Orscha zu gelangen. Doch wird es allen
gelingen, ihr Ziel zu erreichen?
MAN WIRD NICHT ALS SOLDAT
GEBOREN. Der Film berichtet von der alles entscheidenden Schlacht an
der Wolga, dem Kampf um Stalingrad. In der Neujahrsnacht 1942/43
dauert der Kampf um Stalingrad bereits drei Monate an. Der Feind ist
schon seit sechs Wochen von der Roten Armee eingekesselt. 22 deutsche
Divisionen befinden sich in der eisigkalten Falle und warten auf den
Angriff, welcher in dieser Nacht durchgeführt werden soll.
Iwans Kindheit. Sowjetunion
1962. Regie: Andrej Tarkowskij. 91 min. (V39) DVD 18,50 Euro
Die
Geschichte einer kurzen und vom Krieg zerstörten Kindheit. Der
Film erhielt hohe internationale Auszeichnungen bei den Festivals in
Venedig, San Francisco und Acapulco.
Auch Henker sterben (Hangmen Also
Die). USA 1943. Regie: Fritz Lang. 130 min. Ab 16 Jahre. (V28)
DVD 17,80 Euro
„Auch Henker sterben“, gedreht 1943
von den Emigranten Fritz Lang (Regie) und Bertolt Brecht (Drehbuch),
ist ein Anti-Nazi-Drama, welches vor dem wahren historischen
Hintergrund des Attentats auf Heydrich den Widerstand in der
Tschechoslowakei gegen die Nazi-Besetzung zeigt.
Rom, offene Stadt. Italien
1945. Regie: Roberto Rossellini. 93 min. (V30). DVD 9,90 Euro
Über
den antifaschistischen Widerstand in Italien während des Zweiten
Weltkriegs.
Oberst Redl. BRD 1985. Regie:
István Szabó. Mit Klaus Maria Brandauer, Armin
Mueller-Stahl, Hans-Christian Blech, Jens Niklas. 142 min. ab 16 J.
(V86) DVD 10 Euro
Alfred Redl (Klaus Maria Brandauer), Sohn
eines armen Eisenbahners, wird dank seines Fleißes in die
Militärschule der österreichisch-ungarischen Monarchie
aufgenommen. Er freundet sich mit Baron Christoph von Kubinyi (Jan
Niklas) und dessen Schwester Katalin (Gudrun Landgrebe) an. Um
ebenfalls dieser adligen Gesellschaft anzugehören, schlägt
der karrieresüchtige Redl die Offizierslaufbahn ein. Jahre
später, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, dient er als
Hauptmann im österreichisch-ungarischen Grenzland. Er ist ein
hervorragender Soldat, der von seinem Vorgesetzten, Oberst von Roden
(Hans-Christian Blech), mit väterlicher Zuneigung unterstützt
wird. In Wien trifft Redl Katalin wieder, die zu seiner Geliebten
wird. Sie ist die einzige, der er zu gestehen wagt, daß er für
ihren Bruder Christoph mehr als nur Freundschaft empfindet. Als das
Kaiserreich zu zerbrechen droht, sieht Redl die Chance seines Lebens,
sich zu beweisen. Er räumt auf und schafft diszipliniert
Ordnung, bekommt jedoch auch viele Widersacher hinzu. Er wird
befördert und kann in Wien endlich das Leben führen,
nachdem er begierig strebte. Doch seine Feinde spinnen eine
zerstörerische Intrige. Lexikon des Internationalen Films: „Der
Aufstieg des Eisenbahnersohnes Alfred Redl zum Chef des
Geheimdienstes der K. u.K. Doppelmonarchie und die Umstände, die
1913 zu seinem Selbstmord führten, als Modellfall einer fiktiven
politischen Biografie. Sie dient zu einem vielschichtigen filmischen
Diskurs über politische Moral, Karrieresucht, Macht,
Identitätsverlust, Untertanengeist, Vertrauen und Verrat unter
den Bedingungen militärischer Hierarchien und autoritärer
Systeme. Hervorragende schauspielerische Leistungen der
Hauptdarsteller.“
Hanussen. Ungarn/BRD 1988.
Regie: István Szabó. Mit Klaus Maria Brandauer u.v.a.
110 min. Ab 16 J. (V79) DVD 15 Euro
„Regisseur István
Szabó hat mit ‚Hanussen‘ ein weiteres menschliches
Schicksal in den Zeiten großer politischer Umwälzungen
eindrucksvoll in Szene gesetzt. Mit ‚Mephisto‘ (1981) und
‚Oberst Redl‘ (1984) hatte er zuvor bereits erschütternde
Dokumente europäischer Geschichte gestaltet. Genial
interpretiert Brandauer die Figur des Hanussen, eines Mannes zwischen
Streben nach Macht und Moral, zwischen Politik und Mystik.“
(ZDF Presse).
Vom Hirschkäfer zum
Hakenkreuz. BRD, 2001. Regie: Madeleine Dewald, Oliver Lammert.
78 min. ab 6 J. (V117) DVD 18 Euro
Der Dokumentarfilm erzählt
in einer materialreichen, assoziativen Montage von der grenzenlosen
Möglichkeit, Bilder zu manipulieren und mit Bildern zu
verführen. Der Historionaut, eine Geschichtsmaschine, produziert
einen unaufhörlichen Strom erinnerter, gegenwärtiger und
zukünftiger Bilder. Er hilft, Verbindungen zu knüpfen, zum
Beispiel zwischen dem seltsam deutschen Kulturfilm und der
Filmavantgarde von La Sarraz, Hirschkäfern und Großvätern,
Dark Wave und Cyberbugs. Es geht um faschistischen Pseudodarwinismus
und künstlerische Korrumpierbarkeit, um Kulturfilmer, die ihre
teils avantgardistischen Erzähl-, Film- und Montagetechniken in
den Dienst des Faschismus stellten. Willkommen im Land der Käfer
und der Avatare! Vertraute Koordinaten der Erzählkonvention sind
hier außer Kraft gesetzt. Specials: Bonusfilme „Das Erbe
der Bilder“, Dokumente, Zeittaflen.
Music Box – Die ganze
Wahrheit. USA 1989. Regie: Constantin Costa-Gavras. Mit Jessica
Lange, Armin Mueller-Stahl, Frederic Forrest u.a. 120 Min. Ab 12 J.
(V133) DVD 12,50 Euro
Der vor 40 Jahren in die USA emigrierte
Ungar Mike Laszlo wird grausamer Kriegsverbrechen während der
Nazi-Zeit beschuldigt. Ihm droht die Abschiebung. Seine Tochter Ann,
eine erfolgreiche Anwältin, glaubt fest an seine Unschuld. Sie
übernimmt die Verteidigung ihres Vaters und kämpft
leidenschaftlich für seine Rehabilitation. Dank ihrer
geschickten Prozessführung erwirkt sie einen Freispruch. Erst
eine Music Box, die sie für einen Bekannten ihres Vaters im
Pfandhaus einlöst, bringt die schreckliche Wahrheit ans Licht.
Lexikon des Internationalen Films: „Bis in die Nebenrollen
hinein hervorragend interpretiert, wirft der Film Fragen von Schuld
und Reue auf, ohne sich in Sentimentalitäten zu verlieren.
Sehenswert.“
Der Stellvertreter.
Frankreich 2002. Regie: Constantin Costa-Gavras. Nach dem Stück
von Rolf Hochhuth. Mit Ulrich Tukur, Mathieu Kassovitz, Ulrich Mühe
u.a. 125 Min. Ab 12 J. (V125) DVD 10 Euro
Umfangreiches
Bonusmaterial. Cinema: „Das subtile, beklemmende Spiel veredelt
das Drama zu einem Meisterwerk.“ Film-Dienst: „Konventionell
inszeniert, gute Darsteller.“ TV Spielfilm: „Politische
Anklage, die auch nach all den Jahren nicht an Brisanz verloren hat.“
Die Spaziergängerin von
Sans-Souci. BRD/Frankreich 1981. Regie: Jacques Rouffio. Mit Romy
Schneider, Michel Piccoli, Helmut Griem, Maria Schell, Mathieu
Carrière. 102 Min. Ab 12 J. (V134) DVD 11,50 Euro
Max
Baumstein (Michel Piccoli), Leiter einer karitativen
Hilfsorganisation, erschießt in Paris kaltblütig den
Botschafter von Paraguay. Danach stellt er sich ohne Gegenwehr der
Polizei. Seine Frau Lina (Romy Schneider) und die ganze Familie steht
vor einem Rätsel. Während des folgenden Gerichtsverfahrens
wird Baumsteins Leben in Rückblenden erzählt und der
Auslöser für seine Tat kommt zum Vorschein…
Lexikon
des Internationalen Films: „Für den Präsidenten einer
Hilfsorganisation wird die Vergangenheit wieder lebendig, als er in
einem ausländischem Diplomaten einen faschistischen
Botschaftsrat erkennt: der Tod seiner jüdischen Eltern, seine
Verkrüppelung durch die SA. Er nimmt späte Rache und
erschießt den Mörder der Menschen, die er liebte.
Herausragend allein die schauspielerische Leistung Romy Schneider in
ihrer letzten Rolle.“
Jobkiller – Eine
mörderische Karriere (früher: Die Axt). Frankreich
2005. Regie: Constantin Costa-Gavras. Mit Karin Viard, Jase Garcia,
Olivier Gourmet, Ulrich Tukur u.a. 120 Min. Ab 16 J. (V132) DVD 12,50
Euro
Originaltitel: Le Couperte. Specials: Interview mit
Costa-Gavras, Making of. 15 Jahre lang war Bruno ein pflichtbewusster
und loyaler Angestellter in einer Papierfabrik, doch im Zuge einer
Umstrukturierung in der Firma verliert er seinen Job. Zuerst zweifelt
er nicht daran, mit seiner Qualifikation und Erfahrung schnell eine
neue Stelle zu finden. Doch nach zwei Jahren erfolgloser Suche werden
die Geldnöte und die Verzweiflung des eigentlich so zufriedenen
Familienmenschen Bruno übermächtig. Überzeugt davon,
daß er jeden Job bekommen würde, wenn nur die Konkurrenz
nicht wäre, entwickelt Bruno einen teuflischen Plan:
Systematisch und mit größter Präzision beginnt er,
seine Mitbewerber aus dem Weg zu räumen. Und zwar wörtlich.
Lexikon des Internationalen Films: „Rabenschwarzer komischer
Thriller.“
Rosen für den Staatsanwalt.
BRD 1950. Regie: Wolfgang Staudte. Mit Martin Held, Walter Giller,
Ingrid Bergen, Werner Finck, Ralf Wolter, Wolfgang Müller,
Wolfgang Neuss. 93 Min. Ab 12 J. (V126) DVD 10 Euro
Weil er
zwei Tafeln Schokolade auf dem Schwarzmarkt gekauft haben soll, wird
der Wehrmachtssoldat Rudi Kleinschmidt in den letzten Kriegstagen von
Militärrichter Dr. Schramm zum Tode verurteilt. Durch einen
glücklichen Zufall kann Kleinschmidt jedoch kurz vor der
Exekution fliehen. Mehr als zehn Jahre später begegnet er dem
Richter wieder. Der Ex-Nazi ist inzwischen Oberstaatsanwalt und
angesehener Bürger der Stadt. Kleinschmidt provoziert eine
erneute Anklage... Lexikon des Internationalen Films: „Mit
bitterer Ironie schildert der zeitkritische Film die Verdrängung
faschistischer Vergangenheit und den Fortbestand alter
obrigkeitsstaatlicher Tendenzen in der Bundesrepublik. Brillant:
Martin Held als Staatsanwalt.“
Wolf unter Wölfen. DDR
1965. Nach dem Roman von Hans Fallada. Regie: Hans-Joachim Kasprzik.
Mit Armin Mueller-Stahl, Annekathrin Bürger, Wolfgang Langhoff,
Herbert Köfer, Agnes Kraus, Friedel Nowack, Inge Keller, Helga
Labudda, Jürgen Frohriep, Eva Maria Hagen, Ekkehard Schall
u.v.a. 410 Min. (4 Folgen). Ab 12 J. (V118) 3 DVDs 30 Euro
Juli
bis November 1923: Die Inflation zerstört Existenzen und
Illusionen im Kampf aller gegen alle. Fernsehproduktion der DEFA.
Bauern, Bonzen, Bomben. BRD
1973. Regie: Egon Monk. Nach dem Roman von Hans Fallada. Mit Ernst
Jacobi, Arno Assmann, Eberhard Fechner, Siegfried Winschnewski,
Hannelore Hoger u.v.a. 450 Min. (mehrere Folgen). Ab 12 J. (V122) 3
DVDs 39 Euro
Der erste große Roman von Hans Fallada
beschreibt die Situation auf dem Lande Ende der 20er Jahre, als sich
die vom Bankrott bedrohten Bauern in der „Landvolkbewegung“
vereinigen und sich bald von faschistischen Agitatoren einfangen
lassen. Die Verfilmung von Egon Monk gehörte zu den
Meilensteinen der Fernsehgeschichte.
Die holsteinische Kleinstadt
Altholm und mehrere Gemeinden der Umgebung sind Schauplätze des
Romans „Bauern, Bonzen und Bomben“, den Hans Fallada in
Anlehnung an tatsächliche Ereignisse des Jahres 1929 geschrieben
hat. Ein Protestzug von in Bedrängnis geratenen Bauern durch die
Straßen von Altholm löst eine Polizeiaktion aus, die für
beide Seiten schwerwiegende Folgen hat. Intrigen und persönliche
Interessen prägen das gesellschaftliche Leben in Altholm. Der
Annoncenwerber Max Tredup sieht seine große Chance gekommen,
aus der Armut zu entfliehen. Durch Zufall fotografiert er eine Szene,
in der der Gemeindevorsteher Reimers und eine Gruppe Bauern die
bevorstehende Pfändung zweier Ochsen verhindern wollen.
Kurzentschlossen verkauft Tredup das Bild an den
Regierungspräsidenten Temborius. Der läßt nicht nur
Reimers verhaften, sondern setzt auch Polizeioberinspektor Frerksen
massiv unter Druck, in aller Härte gegen Sympathisanten von
Reimers vorzugehen. Bürgermeister Gareis ist sich nicht ganz
sicher, wem seine Loyalitäten gelten sollen – und auch an
anderen Fronten spitzt sich die Situation in Altholm zu.
Commandante. Ein Oliver Stone
Film. USA, Spanien 2003. Regie: Oliver Stone. 95 min. Ab 12
Jahre. (V25) DVD 16,50 Euro
Dokumentarfilm über Fidel
Castro.
Wege
der Revolution – Fidel Castro.
Kuba 2004. Regie:Rebeca Chávez. 113 min. ab 6 J. (V108) DVD 15
Euro
Die Bilanz seiner Feinde: 629 Mordanschläge.
Fidel Castro überstand sie alle, ohne einen einzigen Kratzer
davonzutragen. Der am längsten regierende Präsident der
Welt blickt auf eine 40jährige Amtszeit zurück. Offiziell
begann sie 1976, doch bereits 1959 war Fidel der von den Kubanern
unangefochtene „Máximo Líder“, nachdem
unter seiner Führung das Batista-Regime in die Flucht geschlagen
und die Agrarreform unterzeichnet worden waren. Regisseurin Rebeca
Chávez nähert sich „El Comandante“ in ihrem
Dokumentarfilm über Archivbilder, die ihn inmitten der
kubanischen Landbevölkerung bei der Ernte zeigen oder im
Gespräch mit den Kleinen der Nation. Zugleich beweisen
historische Film- und Tonaufnahmen, wie er als Politiker und Redner
bis heute die Massen zu begeistern versteht und seiner Maxime der
Revolution des Volkes treu zu bleiben versucht. Ob Anhänger oder
Gegner, unbestritten bleibt, dass von Kuba als Heimat einer agilen
kulturellen und politischen Landschaft und seinem repräsentativen
Oberhaupt als letzten der großen revolutionären Figuren
des vergangenen Jahrhunderts, eine Faszination und ein gewisser
Zauber ausgehen, denen sich niemand völlig zu entziehen vermag.
Sprachen: Deutsch, Spanisch. Untertitel: Englisch.
Die Milchstraße.
Frankreich/Italien 1968. Regie: Luis Bunuel. Mit Laurent Terzieff,
Paul Frankeur, Delphine Seyrig. 97 Min. Ab 12 J. (V127) DVD 10
Euro
Die Clochards Pierre und Jean pilgern von Paris aus auf
dem Jakobsweg, der auch „Milchstraße“ genannt wird,
nach Santiago de Compostela. Losgelöst von Zeit und Raum
begegnen ihnen auf ihrem Pilgerweg historische Figuren. Sogar Jesus,
der Marquis de Sade und der Leibhaftige zählen zu ihren
Begleitern. In seiner Autobiografie bezeichnete sich Buñuel
als „Atheist von Gottes Gnaden“ und sein Film ist der
perfekte Ausdruck für diesen hintersinnigen Widerspruch.
Polemisch rechnet Buñuel mit jeder Art von religiösem
Fanatismus ab und inszeniert einen ebenso bissigen wie surrealen
Reigen.
Der diskrete Charme der
Bourgeoisie. Frankreich 1972. Regie: Luis Bunuel. Mit Fernando
Rey, Stephane Audran, Delphine Seyrig, Bulle Ogier, Jean-Pierre
Cassel u.a. 97 Min. Ab 12 J. (V128) DVD 10 Euro
Eine illustre
Abendgesellschaft versucht wiederholt, sich zu einem gemeinsamen
Dinner zu treffen. Leider kommt immer etwas dazwischen. Mit seiner
Satire über ein genußsüchtiges Großbürgertum,
dem seine Gaumenfreude permanent verwehrt wird, beruft sich Buñuel
einmal mehr auf seine filmischen Wurzeln. Die surrealistischen
Erzählelemente seiner frühen Arbeiten verquickt er mit der
spielerischen Eleganz und unverblümten Ironie seines Spätwerks.
Abendzeitung: „Ein hinreißend-irrealer, intuitiver,
boshaft-anmutender Film.“ Heyne Filmlexikon: „Eine
hinreißend böse Komödie über die Heuchelei als
Machtmittel des Bürgertums.“ TV Spielfilm: „Rabenschwarzer
Humor, surrealer Witz.“
Das Gespenst der Freiheit.
Frankreich, 1974. Regie: Luis Bunuel. Mit Adriana Asti, Jean-Claude
Brialy, Julien Bertheau, Adolfo Celi, Michel Lonsdale, Michel Piccoli
u.a. 100 Min. Ab 12 J. (V131) DVD 12 Euro.
Eine lose Sammlung
grotesker Situationen: Ein kleines Mädchen ist verschwunden und
auf dem Polizeirevier diktiert der Vater die Personenbeschreibung,
während das Kind doch neben ihm steht. Ein Mann schießt
wahllos von einem Hochhaus auf Passanten. Er wird schuldig gesprochen
und darf als freier Mann das Gericht verlassen. Jede Kausalität
ist aufgehoben, das Gespenst der Freiheit geht um. Mit seinem
vorletzten Film nimmt Buñuel die surreale Fabulierfreude
seines Frühwerks wieder auf und dekonstruiert ungestüm und
humorvoll jede ihm erdenkliche Situation. Reclams Filmführer:
„Ein Film voll überbordender Phantasie, optischem
Einfallsreichtum und sarkastischem Humor. Bunuel argumentiert nicht,
er lädt sein Publikum zu einem Spiel der Assoziationen ein, zu
einer abenteuerlichen Reise durch das Un- und Unterbewußte.“
Dieses obskure Objekt der
Begierde. Frankreich 1977. Regie: Louis Bunuel. Mit Fernando
Rey, Carole Bouquet, Angela Molina u.a. 99 Min. Ab 16 J. (V119) DVD
12 Euro
Mathieu ist ein gut situierter Geschäftsmann. Als
die 18-jährige Conchita bei dem Witwer eine Anstellung als
Hausmädchen antritt, verfällt er der attraktiven Spanierin.
Doch Conchita weist seine plumpen Annährungsversuche konsequent
zurück. Immer wieder entzieht sie sich ihm, doch der liebestolle
Mathieu ist Conchita längst verfallen.
Für seinen
letzten Film kam Luis Buñuel auf die geniale Idee, die Rolle
der femme fatale mit zwei Schauspielerinnen zu besetzen: Ángela
Molina mimt die sinnliche Verführerin und Carole Bouquet die
kühle Intellektuelle. Diese doppelte Conchita wird zum
erotischen Trugbild und brillant ausgespielten Objekt der
Begierde.
Lexikon des Internationalen Films: „Bunuels
letzter, allegorischer Film – das Leben: eine Reise – ist
ein formal und gedanklich sehr vielschichtiges Gebilde. Der
politische Kampf vermischt sich mit dem in den Klassenkampf
integrierten Kampf der Geschlechter. Die brillant, mit leiser Ironie
inszenierte Geschichte dieser Demaskierung bourgeoisen Bewusstseins
und Verhaltens folgt, z. T. überaus genau, dem 1898 erschienenen
Roman ‚La femme et le pantin‘ von Louys.“
Fahrenheit
451. England 1966. Regie: François Truffaut. Mit Oskar
Werner, Julie Christie u.a. 108 min. ab 12 Jahre (V45) DVD 9,90
Euro
Montag (Oskar Werner), ein Feuerwehrmann mit dem Auftrag,
verbotene Bücher zu verbrennen. Durch die Begegnung mit der
jungen Lehrerin Clarisse (Julie Christie) beginnt er, über seine
Handlungsweise, seinen Auftrag, sein „Funktionieren“
nachzudenken. Der Film – in seiner Ausdrucksweise brillant, in
seiner Aussage zutiefst human – ist eine Hommage an die
Literatur und Plädoyer für die Verteidigung der geistigen
Freiheit.
Zazie. Frankreich 1959.
Regie: Louis Malle. Mit Catherine Demongeot, Philippe Noiret u.a. 88
min. und Bonusmaterial. Ab 6 J. DVD (V100). 12 Euro
Weil ihre
Mutter endlich einmal mit ihrem Liebhaber ungestört sein möchte,
soll die zehnjährige Zazie das Wochenende bei ihrem Onkel
(Philippe Noiret) in Paris verbringen. Zazies größter
Wunsch ist es, einmal mit der Metro zu fahren. Doch leider streiken
die öffentlichen Verkehrsmittel. Und Onkel Gabriel muß
feststellen, daß es leichter ist, einen Sack Flöhe zu
hüten, als auf die freche Zazie aufzupassen. So begleiten wir
die beiden und viele andere skurrile und schillernde Gestalten bei
ihrer turbulenten Odyssee durch das vom Streik gelähmte Paris –
einer anarchistischen Reise durch die Wunder der Großstadt. Ein
turbulentes, vor Chaos strotzendes Meisterwerk nach dem Roman von
Raymond Queneau. Lexikon des Internationalen Films: „Die
absurde Welt der Erwachsenen, gesehen mit den Augen eines frühreifen
Kindes. Groteske Kinokomödie. Ein beispielhaftes Werk der
französischen 'Nouvelle Vague'. Sehenswert.“ Heyne
Filmlexikon: „Originelle Komödie voller fröhlicher
Bösartigkeit und Anarchie.“
Fahrstuhl zum Schafott. Frankreich 1957. Regie: Louis Malle. Mit Jeanne Moreau, Maurice Ronet, Lino Ventura u.a. Musik: Miles Davis. 88 min. ab 16 Jahre. (V48) DVD 9,90 Euro
Der Riss. Frankreich 1970.
Regie: Claude Chabrol. Mit Stephane Audran, Jean-Pierre Cassel u.a.
120 min. (V58) DVD 19,90 Euro
Hélène Régniers
Ehe mit einem rauschgiftsüchtigen Millionärssohn ist
gescheitert. Ihr Schwiegervater setzt daraufhin einen
heruntergekommenen Burschen auf die junge Frau an, der Beweise für
ihren angeblich unmoralischen Lebenswandel beschaffen soll, damit sie
nicht das Sorgerecht für ihr Kind zugesprochen bekommt. Eine
einzelne, „schwache“ Frau sieht sich den Intrigen einer
Familie ausgesetzt, die keine Skrupel kennt, ihre Interessen
durchzusetzen, und auch über die Mittel dazu verfügt. „Die
bestechend inszenierte Kriminalgeschichte ist ein düsteres
Melodram über die Fragwürdigkeit bürgerlichen Lebens“
(Pressetext).
Der Schlachter (Le Boucher).
Frankreich 1970. Regie: Claude Chabrol. Mit Stephane Audran, Jean
Yanne, Roger Rudel, Mario Beccara. 93 Min. Ab 12 J. (V124) DVD 10
Euro
Auf einem sommerlichen Schulausflug macht die Lehrerin
Hélène (Stephane Audran) eine grauenhafte Entdeckung:
Am Wegesrand findet sie eine Frauenleiche und direkt daneben jenes
Feuerzeug, das sie kürzlich Popaul Thomas (Jean Yanne) geschenkt
hatte, einem Fleischer, den sie auf der Hochzeit eines Kollegen
kennen gelernt hatte. Sie gerät in Panik: Ist der sympathische
Schlachter jener grausame Frauenmörder, der seit geraumer Zeit
gesucht wird? Lexikon des Internationalen Films: „Ein Höhepunkt
des französischen Nachkriegsfilms.“
Die Unschuldigen mit den
schmutzigen Händen. Frankreich 1975. Regie: Claude Chabrol.
Mit Romy Schneider, Rod Steiger, Francois Maistre. 121 Min. Ab 16 J.
(V121) DVD 12,50 Euro
Julie (Romy Schneider), die junge Frau
des reichen Louis (Rod Steiger), versucht gemeinsam mit ihrem
Geliebten, dem Schriftsteller Jeff (Paolo Giusti), ihren Ehemann zu
töten und das Ganze als Unfall erscheinen zu lassen. Doch der
scheinbar perfekte Plan geht schief: der Totgeglaubte taucht
plötzlich wieder auf...
Die Brautjungfer. Frankreich,
2004. Regie: Claude Chabrol. Mit Benoit Magimel, Laura Smet, Aurore
Clement, Isolde Barth u.a. 106 Min. Ab 12 J. (V 120) DVD 9,50
Euro
Philippe hat es nicht gerade leicht. Der 25jährige
Angestellte wohnt noch bei seiner Mutter Christine und den beiden
jüngeren Schwestern. Sophie steht kurz vor der Hochzeit mit dem
sympathischen Feuerwehrmann Jacky, Patricia zieht nachts um die
Häuser, leiht sich beim Bruder gerne Geld und hat wenig mit
Familie im Sinn. Der Vater hat die Familie im Stich gelassen, als die
Kinder noch ganz klein waren, „Flora“, eine steinerne
Frauenbüste, der auf einem Sockel im Garten steht, ist das
einzige, was der Familie von ihm geblieben ist. Philippe versucht,
den Schwestern den Vater zu ersetzen und ist gleichzeitig der engste
Vertraute der Mutter – mit ihm bespricht Christine ihre Sorgen,
Geldprobleme und Erziehungsfragen. Auf Sophies und Jackys Hochzeit
verliebt sich Philippe auf den ersten Blick in die Brautjungfer
Senta, die geheimnisvolle Cousine des Bräutigams. Das Brautpaar
sucht nach einem opulenten Festmahl das Weite und auch Philippe
bricht auf, nicht ohne Senta zu fragen, ob er sie irgendwohin bringen
könne. Sie schlägt das Angebot aus, taucht aber kurze Zeit
später völlig durchnässt bei ihm auf, wirft das
Brautjungfern-Kleid achtlos in die Ecke. Bevor der überraschte
Philippe etwas sagen kann, eröffnet sie ihm, er sei ihr
Schicksal und der Mann, auf den sie gewartet habe. Um gemeinsam die
Nacht zu verbringen, fahren sie zu ihr. Das Haus, vor dem ein
Clochard sein Lager aufgebaut hat, wirkt etwas unheimlich – in
einem Raum sind die Möbel mit weißen Tüchern
abgedeckt, im ersten Stock tanzt ein Paar Tango, eine Treppe führt
in Sentas Reich, das Souterrain, dessen Fenster nur vages Licht
einlassen. Philippe und Senta lieben sich leidenschaftlich, sie
scheinen für einander geschaffen. Bei einem Ausflug ans Meer
erzählt Senta von ihrer Kindheit, der Mutter, die bei ihrer
Geburt gestorben ist, ihrer aufregenden Jugend und ihrem Job als
Theater- und Filmschauspielerin. Amüsiert lauscht Philippe, der
nicht alles für bare Münze nimmt. Wer liebt, vertraut dem
anderen. Auch wenn Philippe überhaupt nicht weiß, wer
Senta eigentlich ist und was sie macht, ist er bereit, seine
bedingungslose Liebe zu beweisen. Doch er hätte nie damit
gerechnet, dass Senta als Zeichen seiner Liebe den Mord an einer
beliebigen Person verlangen könnte. Dabei zähle nicht der
Tod, sondern einzig die Geste, erklärt sie ihm. Philippe ist
schockiert, aber möglicherweise ist das wieder eine ihrer irren
Geschichten, die sie ständig erfindet?
Die Sammlerin. Frankreich
1967. Regie: Eric Rohmer. Mit Haydée Politoff u.a. 83 min. Ab
12 J. (V62) DVD 11,50 Euro
Der junge Kunsthändler Adrien
möchte in einer Villa an der Côte d'Azur einen ruhigen
Urlaub verbringen. Statt dessen sieht er sich dort zunehmend von dem
Mädchen Haydée irritiert, das unbekümmert von einem
Mann zum anderen wechselt. Das ärgert Adrien, zumal er nicht
wahrhaben will, daß auch er das unstete Geschöpf begehrt.
Die Liebe am Nachmittag.
Frankreich 1972. Regie: Eric Rohmer. Mit Zouzou, Bernard Verley,
Francoise Verley. 93 min. am 12 J. (V87) DVD 11,50 Euro
Eigentlich
ist Frédéric glücklich verheiratet. Seine Frau
Hélène erwartet ihr zweites Kind, und auch wenn er hin
und wieder von anderen Frauen träumt, glaubt er fest an seine
Ehe. Dann jedoch erscheint völlig unerwartet Frédérics
Ex-Freundin Chloé auf der Suche nach einem Job in seinem Büro.
Chloé lebt in den Tag und genießt ihre Freiheit. Wider
Willen verwickelt sich Frédéric in eine Affäre und
stürzt in eine tiefe Sinnkrise: Plötzlich erscheint ihm
seine perfekte Ehe immer fragwürdiger. Rohmers geistreiche
Auseinandersetzung mit den Grundfragen von Liebe und Sexualität
ist der sechste und gleichzeitig letzte Teil seines Filmzyklus’
„Moralische Erzählungen“.
Hiroshima mon amour. Frankreich
1959. Regie: Alain Resnais. Drehbuch und Dialoge: Marguerite Duras.
Mit Emanuelle Riva, Eiji Okada, Bernard Fresson. 86 min. Ab 16 Jahre.
(V52) DVD 9,90 Euro
„Die kurze Liebesbegegnung zwischen
einer französischen Filmschauspielerin und einem japanischen
Architekten in Hiroshima läßt die Erinnerung an das
Kriegsende in Japan und in Frankreich aufbrechen und wird zu einer
Reflexion über das Vergessen. Hiroshima als Ort des
Atombombenabwurfes wirkt in seiner furchtbaren, apokalyptischen
Bedeutung in ein differenziertes seelisches Geschehen hinein. Ein
Hauptwerk der ‚Nouvelle vague‘, inhaltlich anspruchsvoll
und stilistisch-ästhetisch von höchster Qualität.“
(Zoom). „Es gibt mehr Ideen in den ersten 15 Minuten von
‚Hiroshima mon amour‘ als in den letzten 10 Filmen, die
man gesehen hat.“ (Steven Soderbergh).
Alphaville
(Lemmy Caution gegen
Alpha 60) Frankreich, 1965. Regie: Jean-Luc Godard. Mit Eddie
Constantine, Anna Karina, Akim Tamiroff. 105 min. ab 16 J. (V116) DVD
12 Euro
Geheimagent Lemmy Caution, alias Ivan Johnson,
kommt nach Alphaville, um den entführten Professor von Braun zu
suchen. Dieser hat den Computer Alpha 60 entwickelt, der jede
Bewegung und jeden Gedanken steuert. Auf dem Weg durch diese absurde
Welt bekommt Lemmy Caution eine Gefährtin: Natascha, die Tochter
des Professors. Jean-Luc Godards Science-Fiction-Klassiker ist eine
symbolische Komödie über die Liebe, Eroberung und
Verführung. Ohne futuristische Kulissen einzusetzen, filmte er
Verwaltungsgebäude und Hochhäuser des nächtlichen
Paris und verfremdete sie mit Licht, Schatten und Perspektiven. Bei
den Internationalen Filmfestspielen in Berlin 1965 gewann Godard den
Goldenen Bären. Lexikon des Internationalen Films: „Geheimagent
Lemmy Caution gerät in eine entmenschlichte, computergesteuerte
utopische Stadt, in der die traditionellen Werte wie Liebe und Trauer
gewaltsam ausgemerzt werden. Eine formale wie gedanklich
eindrucksvolle filmische Reflexion.“ Heyne Filmlexikon:
„Godards Vision vom ‚Big Brother‘.“
Beruf: Reporter. Italien
1975. Regie: Michelangelo Antonioni. Mit Jack Nicholson, Maria
Schneider. Ab 12 J. (V77) DVD 11 Euro
Für Michelangelo
Antonioni ist die Krimi-Story Vorwand und Hintergrund für einen
„visuellen Diskurs über den Scheincharakter des Wirklichen
und die Realität der Fiktion“. Damit knüpft Antonioni
an die Thematik seines wohl berühmtesten Films „Blow up“
an. Die Kritik war sich seinerzeit über die Bewertung völlig
uneins. Der „Spiegel“ schimpfte „Eine
Existenz-Schmonzette...“, „Newsweek“ dagegen
schrieb „Antonionis schönstes filmisches Gemälde
...“. Der visuelle Stil des Films hat jedoch überwiegend
Bewunderung ausgelöst.
Dr. Seltsam. Oder: Wie ich
lernte, die Bombe zu lieben. England 1963. Regie: Stanley
Kubrick. Mit Peter Sellers, George C. Scott u.a. 91 min. und 70 min.
Bonusmaterial. (V31) Doppel-DVD 13,50 Euro
Stanley Kubricks
schwarze Komödie über den „versehentlich“
ausgelösten Atomkrieg.
Barry Lyndon. England 1975. Regie: Stanley Kubrick. 178 min. Ab 12 Jahre. (V24) DVD 12 Euro
Eyes Wide Shut. USA/England 1999. Regie: Stanley Kubrick. Mit Tom Cruise, Nicole Kidman, Sidney Pollack u.v.a. 155 min. und Bonus-Material. Ab 16 Jahre (V21) DVD 14 Euro
Die Sehnsucht der Veronika Voss. BRD 1982. Regie: Rainer Werner Faßbinder. Mit Rosel Zech, Hilmar Thate, Cornelia Froboess u.v.a. 100 min. Ab 16 Jahre. (V53) DVD 9,90 Euro
Hannah und ihre Schwestern.
USA 1986. Regie: Woody Allen. Mit Woody Allen, Michael Caine, Mia
Farrow, Carrie Fisher, Barbara Hershey, Lloyd Nolan, Maureen
O‘Sullivan, Dianne Wiest, Max von Sydow u.a. 102 min. (V37) DVD
10 Euro
Ein Meisterstück der leisen Töne. In „Hannah
und ihre Schwestern“ bündelte Woody Allen abgründige
Komik und emotionale Tiefe. Die hinreißende Geschichte dreier
großartiger Frauen zeigt Woody Allen auf dem Höhepunkt
seines Schaffens.
Manhattan. USA 1979. Regie: Woody Allen. Mit Diane Keaton, Mariel Hemingway, Meryl Streep u.a. 93 min. ab 12 Jahre. (V44) DVD 9,90 Euro
Manhattan Murder Mystery. USA
1993. Regie: Woody Allen. 103 min. Ab 12 J. (V70) DVD 12 Euro
Carol
(Diane Keaton), die Gattin des Verlegers Larry (Woody Allen), ist
nicht sonderlich ausgelastet. Da kommt ihr dr mysteriöse Tod
ihrer Nachbarin gerade recht.
Willkommen, Mr. Chance. USA
1979. Regie: Hal Ashby. Mit Peter Sellers, Shirley MacLaine, Jack
Warden u.a. 125 min. Ab 6 J. (V75) DVD 10 Euro
Als der Roman
Willkommen, Mr. Chance erschienen war, erhielt Autor Jerzy Kosinski
ein Telegramm von seinem Titelhelden Chance, dem Gärtner: „Ich
stehe in meinem Garten oder auch außerhalb zur Verfügung.“
Kosinski rief die beigefügte Telefonnummer an – Peter
Sellers war am Apparat. Tatsächlich bekam Sellers die Rolle und
zeigte in diesem Komödienklassiker eine unvergessliche Leistung
(ausgezeichnet mit dem Golden Globe, dem Preis des National Board of
Review und einer Oscar-Nominierung). Chance hat sein ganzes Leben
völlig isoliert in einem Haus Washington verbracht, er kennt die
Welt nur aus dem Fernsehen. Als er plötzlich in die Außenwelt
katapultiert wird, gerät er in den Kreis mächtiger
Politiker und Regierungsberater (darunter Melvyn Douglas in der
Rolle, die ihm seinen zweiten Oscar einbrachte), die gierig die
Weisheiten des „Gurus“ aufsaugen. „Tragikomische,
teilweise sarkastische Satire über die Schwächen der
modernen Industrie- und Finanzgesellschaft. Hervorragend gespielte
Unterhaltung mit Substanz.“ (Lexikon des Internationalen
Films). Satire auf die ökonomische Scharlatanerie des
Neoliberalismus.
Shampoo. USA 1974. Regie:
Hal Ashby. Mit Warren Beatty, Julie Christie, Goldie Hawn, Jack
Warden u.a. Ab 16 J. (V78) DVD 10 Euro
George
(Warren Beatty) ist Modefriseur und nicht nur Künstler im
Haarelegen, sondern auch ein vielgefragter Beglücker in den
Betten seiner Kundinnen. Um seinen eigenen Salon eröffnen zu
können, braucht er Geld – und das will er sich von Lester
(Jack Warden), einem zwielichtigen Geschäftsmann leihen. Aber
Lester darf nicht wissen, daß George mit seiner Frau, seiner
Tochter, und auch mit seiner Geliebten durch die Betten turnt.
Lexikon des Internationalen Films: „Amerika als Kosmetiksalon
Fassadenpflege draußen, Promiskuität, Geldgier,
Beziehungsarmut drinnen.“ Das ganze spielt sich ab an dem Tag,
als Nixon Präsident wurde.
Was?
Italien/Deutschland/Frankreich 1972. Regie: Roman Polanski. Mit Sydne
Rome, Marcello Mastroianni u.a. 109 min. (V33) DVD 15 Euro
Nancy,
eine herzlich einfältige Studentin aus den USA, gerät auf
ihrem Europa-Trip in eine Villa, die von lauter Verrückten
bewohnt wird.
Die Verachtung („Le
mépris). Frankreich 1963. Regie: Jean-Luc Godard. Mit
Brigitte Bardot, Michel Piccoli, Fritz Lang u.a. Cinemathek der
Süddeutschen Zeitung. 99 min. Ab 6 Jahre. (V27) DVD 9,90
Euro
„Ein Film muß einen klaren Gedanken zum
Ausdruck bringen.“ (Fritz Lang).
Dietrich Kittner – Kurzer
Abriß der Demokratie oder Die Diktatur der extremen Mitte
(V94) DVD 18 Euro
Über zweieinhalb Stunden pralles
Kabarett mit Bluebox-, Außenaufnahmen und Liveprogramm. Kein
bloßer Programm-Mitschnitt, sondern ein eigens für den
Bildschirm gestalteter Mix aus Songs, Satiren und Sarkasmen.
Brandneues wie Altes erschreckend Aktuelles. Studio-Produktionen,
Außenaufnahmen, Mitschnitte von öffentlichen Auftritten,
alles bunt durcheinander und so montiert, daß – so hofft
Autor, Darsteller und Regisseur Kittner – ein akribisches Bild
der BRD entsteht, eben ein kurzer Abriß der Demokratie durch
die Diktatur der extremen Mitte. Hohn und Spott kübelweise.
Lauflänge zweieinhalb Stunden plus Bonus.
Die März Akte. Einblicke
in die Literaturszene. Ein Film von Peter Gehrig. BRD 1985. Mit Jörg
Schröder, Barbara Kalender, Horst Tomayer. 81 min. und Extras,
Booklet. Ab 6 J. (V81) DVD 15 Euro
Jörg Schröder,
legendärer Verleger des März Verlags, ist ein
Literatur-Zampano, der es bis heute schafft, sich mit „statischer
Schläue“ gegen Anfeindungen und Pleiten zu behaupten.
Diese aus dem Rahmen fallende Dokumentation, ausgezeichnet mit dem
Grimme-Preis, erzählt von den Freunden und Feinden des März
Verlags.
Die Filme der Gruppe Arnold Hau
1970-1981. Von Robert Gerhardt, F.K. Waechter, Arend Agthe, Bernd
Eilert. s/w 150 min. (V90) 2 DVDs mit 2 Plakaten und Dokumentationen.
25 Euro
Unter dem Titel „Die Wahrheit über Arnold
Hau“ erschien Mitte der 60er Jahre ein Buch, dessen Texte und
Zeichnungen einem Mann namens Arnold Hau zugeschrieben wurden, in
Wirklichkeit aber aus der Feder von Fritz Weigle (F.W. Bernstein),
Robert Gernhardt und F.K. Waechter stammten. Zum Zwecke der
Filmproduktion vereinigten sich Waechter und Gernhardt wenige Jahre
später mit Arend Agthe und Bernd Eilert zur „Hau Coop“.
In hemmungsloser Selbstausbeutung drehten die Filmemacher zwischen
1969 und 1982 zahlreiche Low-Budget-Filme, die einander überhaupt
nicht ähnlich sahen. Sie wurden verstreut, waren fast
unauffindbar, gerieten in Vergessenheit: Das wird nun anders! Die
Doppel-DVD umfaßt sämtliche Hau-Projekte, sowohl die
realisierten als auch die nicht realisierten. DVD 1: Das
Casanova-Projekt; Hier ist ein Mensch; Jetzt bist du dran, Feilchen;
Der Bayerische Wald durch die Augen eines Arschfickers gesehen; Die
Hau-Schau YKA Holan Toni Kerka auf falscher Bahn; Milchkännchen
und Fischstäbchen in der Antarktis; Der Schnüffler. DVD 2:
Umfangreiches Bonusmaterial: Arnold Hau im Gespräch; Stimmen zu
Arnold Hau; Die Fotogalerie; Der Klauer – Versuch einer
Rekonstruktion.
Max Ernst – Mein
Vagabundieren – Meine Unruhe. Ein Film von Peter Schamoni.
Deutschland 1991. 100 min. und 12 min. Bonusmaterial. (V34) DVD 16
Euro
Dieser Film, der anläßlich des 100.
Geburtstages von Max Ernst geschaffen wurde, leistet das, was eine
Ausstellung nur in begrenztem Umfang bieten kann: Zugang zur Person
des Künstlers selbst und authentische Informationen über
Zeitgeschichte, Lebensumstände, Menschen, Orte und Landschaften,
die sein Werk geprägt haben. Max Ernst erklärt die
verschiedenen Phasen seines revolutionären Werkes und läßt
die Stationen seines unruhigen Vagabundierens lebendig werden: die
aufrührerische Dada-Zeit in Köln, die Surrealisten in
Paris, der Rückzug in die Provence, die Flucht nach New York,
sein Aufenthalt im Land der Hopi-Indianer in Arizona und schließlich
die Rückkehr nach Europa. Für den Regisseur Peter Schamoni
ist die Geschichte von Max Ernst für mehrere Jahrzehnte des 20.
Jahrhunderts die Geschichte der europäischen Phantasie.
Der die Tollkirsche ausgräbt.
Ein Film von Franka Potente. BRD 2006. 43 min. und Zusatzmaterial. Ab
6 J. (V82) DVD 12,50 Euro
„Neugier und Wissensdrang sind
die Enzyme des Fortschritts“, so ein Merksatz der Kaiserzeit im
Deutschland von 1918 und einer der wunderhübschen Zwischentitel
in Franka Potentes betörendem Filmwerk „Der die
Tollkirsche ausgräbt“. Der „moderne“ Stummfilm
mit dem sperrigen Titel ist eine Parodie und gleichzeitig eine
Liebeserklärung an die Kunst des Stummfilms – und an den
Film überhaupt.
Vorsicht Kamera! (V98)
Doppel-DVD 14 Euro
Mit ihrer Sendung „Vorsicht Kamera!“
lockten Chris Howland und Heli Pagel in den sechziger Jahren
Millionen Menschen vor den Bildschirm. Dieser Klassiker zählt
heute nicht nur zu den „Sternstunden des Fernsehens“, er
führt den Zuschauer auch in eine längst vergangene Welt:
Autos und Kleidung, Häuser und Straßen spiegeln die Ära
des Wirtschaftswunders wieder. Die Menschen reagierten damals noch
höflich und wohlerzogen, wenn sie den Schwindel mit der
versteckten Kamera entdeckten. Legendär ist die Isetta mit dem
200-Liter-Tank oder der Porsche ohne Motor. Polar-Film veröffentlicht
hier erstmals die 36 schönsten Streiche auf einer liebevoll
gestalteten Doppel-DVD. Als Extra enthält die Doppel-DVD ein
Interview mit Chris Howland, der erstmals einen Blick hinter die
Kulissen von „Vorsicht Kamera!“ gewährt.
Mit Schirm, Charme und Melone –
Edition 1. Großbritannien 1965/66. Mit Diana Rigg als Emma
Peel und Patrick MacNee. 1284 Min. Ab 12 J. 8 DVDs. (V99) 44
Euro
Wenn John Steed und Emma Peel zum Einsatz kommen, haben
Bösewichter wenig zu lachen. Das Agentenduo ist einfach
unschlagbar: Steed, ein Gentlemen vom Scheitel bis zur Sohle,
hochintelligent und mit göttlichem Humor gesegnet, und Peel,
seine perfekte Ergänzung – unwiderstehlich und
überraschend schlagfertig! Mit eleganter Lässigkeit, kühlem
Sexappeal, verblüffendem Scharfsinn und Emmas Karatekünsten
gelingt den beiden die Aufklärung der kompliziertesten
Kriminalfälle. Millionen haben heimlich von Emma Peel geträumt
– und Millionen waren von dem neuen Frauenbild schockiert. Mit
der deutschen DVD-Erstveröffentlichung der berühmten
britischen Kultserie (26 Episoden) geht für unzählige Fans
ein lang ersehnter Traum in Erfüllung. Die umwerfende Diana Rigg
als sexy Agentin Peel und Patrick Mcnee als smarter Spion John Steed
sind und bleiben unerreicht! Specials: Chessboard Sequence, deutscher
Vorspann, geschnittene Szenen, Fotogalerie, Booklet.
Der 11. Mai und andere
Kurzfilme von Helmut Loeven. Hut-Film 2009. (V95) DVD 12,50
Euro
Underground-Film – Surrealistic Glove. Stummfilme
aus der Hut-Film-Produktion. 6 Kurzfilme von Helmut Loeven: Nach der
Revolution gibt es Kaffee und Kuchen (1975, 10 min.), Le Onze Mai
(Der 11. Mai) (1978, 35 min.), Nr. 4 (1978, 28 min.), Motte im Park
(1978, 4 min.), Kö (1978, 10 min.), Kiss me! (1980, 11 min.).
Switch on Summer. Ein Film
von Helmut Loeven. Hut-Film 2009. 172 min. (V96) DVD 12,50
Euro
Underground-Film, Entstehungszeit: 1973-1975. Mit Dirk van
Gunsteren als Gustav, Friedhelm Ripperger als Obelix, Wolfgang
Strähler als Horst Mahler, Marion Mitscher als Marion
Mitscherlich, Thomas Radetzky als Leutnant von Trotta und vielen
anderen. Knapp drei Stunden ohne Ton und ohne Handlung, aber
„wunderschöne Bilder“.
Der 11. Mai und Switch on Summer. Beide DVDs zusammen zum Sonderpreis 18 Euro.
Die Sehreise. Drei Zuschauer
sprechen über „Switch on Summer“. Ein Film von
A.S.H. Pelikan, Helmut Loeven und Heinrich Hafenstaedter. BRD 2011.
Hut-Filmproduktion. Ca 180 Min. (V135) Doppel-DVD 12,50 Euro.
Der
Undergound-Film „Switch on Summer“ entstand in den Jahren
1973 bis 1975 als Stummfilm, Format Super-8. Erstaufführung der
ersten Fassung (135 Minuten) am 29.12.1975 im Eschhaus, Duisburg.
Director‘s Cut 2009 (172 Minuten) als DVD. Tonfilm-Fassung am
30.7.2011: Audio-Kommentar von A.S.H. Pelikan, Helmut Loeven,
Heinrich Hafenstaedter.. Doppel-DVD.
Dirk van Gunsteren als
Gustav, Friedhelm Ripperger als Obelix, Wolfgang Strähler als
Horst Mahler, Marion Mitscher als Marion Mitscherlich, Thomas
Radetzky als Leutnant von Trotta, Claudia Hamacher, Axel Menk, Magda
Gorny, Lutz Ringer, Hansjürgen Bott, Michael Mikoläyczak,
Udo Biesemann, Wolfgang Esch, Rolf Menrath, Anne Dallendörfer
als sie selbst und viele andere als viele andere.
Secretary. USA 2002. Regie:
Steven Shainberg. Mit Maggie Gyllenhaal, James Spader. 104 min. ab 16
Jahre. (V51) DVD 7,50 Euro
„Manchmal muß Liebe weh
tun...“ Sex, Hiebe & Liebe in der „schrägsten
Sex-Komödie des Jahres“. „Secretary“ ist der
erotische Blick in die Welt einer Sekretärin, die sich der Lust
der Unterwerfung hingibt, ohne sich unterwerfen zu lassen. In ihrem
Chef begegnet sie einem Mann, der sie beherrscht, ohne sie zu
erniedrigen. Eine „unanständige“ Frau nimmt sich ihr
Glück jenseits aller Klischees und gängigen
Moralvorstellungen. Ihr Weg dorthin reizt oft zum Lachen, ohne sie
und ihre Vorlieben jemals lächerlich erscheinen zu lassen.
Der Einstein des Sex. Leben
und Werk des Dr. Magnus Hirschfeld. BRD 1999. Regie: Rosa von
Praunheim. 104 min. Ab 16 J. (V76) DVD 15 Euro
Rosa von
Praunheim erzählt in seinem Film die bewegende Lebensgeschichte
des einst weltbekannten deutschen Sexualwissenschaftlers Magnus
Hirschfeld, den amerikanische Journalisten in den zwanziger Jahren
den Einstein des Sex nannten. Hirschfeld war einer der
profiliertesten Kämpfer für die Entkriminalisierung der
Homosexualität und für ein liberales Sexualstrafrecht. Mit
dem von ihm in Berlin 1920 gegründeten „Institut für
Sexualwissenschaft“ gelang ihm die Etablierung der
Sexualforschung als anerkannte Wissenschaft. Rosa von Praunheim zeigt
aber nicht nur den Kämpfer und Wissenschaftler, sondern vor
allem auch den Menschen Magnus Hirschfeld mit seinen Gefühlen,
Hoffnungen und Träumen. Es entsteht so ein Porträt einer zu
Unrecht fast vergessenen Persönlichkeit, die ihrer Zeit weit
voraus war.
Akte: USA vs. John Lennon.
USA 2009. Regie: David Leaf. Sprache: Deutsch, Englisch. Bild:
Widescreen. Untertitel: Deutsch. 149 Min. Ab 12 J. (V130) DVD 18
Euro
Filmemacher David Leaf zeichnet bewegend und provokant die
Entwicklung des berühmten Beatle John Lennon zum
Anti-Kriegs-Aktivisten und die Versuche der Regierung, Lennon mundtot
zu machen. Dazu steht ihm eine Unmenge an unbekanntem Archivmaterial
Lennons zur Verfügung, das er mit Interviews mit Freunden und
Feinden Lennons, darunter ein ausführliches Gespräch mit
Yoko Ono, anreichert.
No Direction Home. Bob Dylan. Regie: Martin Scorsese. 204 min. (V32) Doppel-DVD 20 Euro
The Last Waltz. USA 1978.
Regie: Martin Scorsese. 112 min. Ab 6 J. DVD (V101) 12 Euro
Das
Abschiedskonzert von The Band. Mit Bob Dylan, Eric Clapton, Neil
Young, Joni Mitchell, Van Morrison, Neil Diamond, Emmylou Harris,
Muddy Waters, The Staples, Ringo Starr, Ron Wood, Dr. John, Paul
Butterfield und Ronnie Hawkins.
Zappa The Dub Room Special.
USA 1982. Regie: Frank Zappa. 91 min. (V36) DVD 18 Euro
„Starring
everybody from Compact Video (1982) ans many other exiting persons.
Written, produced, directed & Music conducted, composed, arranged
& performed by Frank Zappa. With George Duke, Ruth Underwood,
Chester Thompson, Tom Fowler and Napoleon Murphy Brock in legendary
performances recorded August 1974, & other musical entertainment.
Halloween, 1981, with Tommy Mars, Ed Mann, Ray White, Scott Thunes,
Bobby Martin, Chad Wackerman, Steve Vai. Featuring Massimo Bassoli &
his rubber chicken, and as if that weren‘t enough, the amazing
clay animation of Bruce Bickford (circa 1974).“
Bröselmaschine Live. 137
Min. (V91) DVD 19 Euro
I feel fine; Once I had a sweetheart; La
rotta; Schiermonnikoog; Hello, hello; Bei uns Zuhaus; Erinnerungen;
Windy and warm; Roadrunnner; Elegy; I was angry; Gedanken. Aufnahmen
vom Burg Herzberg Festival, WDR Rockpalast und Haniel Open Air
Festival. Mit Peter Bursch, Willi Kissmer, Klaus Dapper, Helge
Schneider, Michael Dommers u.a.
Sandy Denny Under Review. An
independant critical analysis. Limited Collector's Edition. 115 min.
DVD (V102) 19,50 Euro
Englischsprachige Biographie über
Sandy Denny und ausführliche Dokumentationen mit Ausschnitten
und TV-Auftritten sowie mit Kommentaren und Interviews mit Freunden
und Bekannten.
Sein oder Nichtsein. USA
1942. Regie: Ernst Lubitsch. Mit Jack Benny, Carole Lombard, Robert
Strack u.a. 93 Min. s/w. Ab 12 J. (V129) DVD 15 Euro
Am
Vorabend des Zweiten Weltkrieges muß sich auch die Warschauer
Theaterwelt dem Naziregime beugen. Anstatt eines antinazistischen
Stücks wird Hamlet wieder auf den Spielplan gesetzt. Als die
Deutschen in Polen einmarschieren, begeben sich die Schauspieler in
den Widerstand. In den deutschen Uniformen des Bühnenfundus
drehen sie die tollsten Dinger: Sie machen Nazispitzel unschädlich,
führen die Gestapo in die Irre und treiben ihre Aktionen auf
eine gefährliche Spitze. Lexikon des Internationalen Films:
„Lubitschs während des Kriegs in Hollywood entstandene
Komödie gehört zu den besten Werken des Regisseurs: Ein
bravourös gemeisterter Balanceakt zwischen Grauen und Komik,
politischer Satire und beschwingter Unterhaltung.“
Der große Diktator. USA
1940. Regie: Charlie Chaplin. Mit Paulette Goddard, Jack Oakie,
Reginald Gardiner u.v.a. 120 min. Ab 6 Jahre. (V55) DVD 9,90 Euro
Die
USA waren noch nicht in den Zweiten Weltkrieg eingetreten, als
Chaplin sich bereits mit seiner Comedy-Munition auf den „Führer“
einschoß: In einer Doppelrolle spielt er sowohl den an Hitler
angelehnten Adanoid Hynkel als auch einen jüdischen Friseur, der
dem irren Tyrannen wie ein Zwilling gleicht. Mit Wortspielen,
optischen Gags und Slapstick nimmt Chaplin den Faschismus aufs Korn,
stellt aber seinen Attacken auch ergreifende Szenen im von
Sturmtruppen terrorisierten Ghetto entgegen. Zu den unvergeßlichen
Momenten zählt Hynkels machttrunkener Tanz mit dem Globus.
Die Marx Brothers im Krieg (Duck Soup). USA 1933. Regie: Leo McCarey. Mit Groucho Marx, Chico Marx, Harpo Marx, Zeppo Marx, Margaret Dumont, Louis Calhern u.a. 68 min. Ab 6 J. (V60) DVD 15 Euro
Alles über
Eva (All about Eve). USA 1950. Regie: Joseph L. Mankiewicz. Mit
Bette Davis, Anne Baxter, George Sanders, Celeste Holm, Thelma
Ritter, Marilyn Monroe. 133 min. ab 12 Jahre (V47) DVD 9,90
Euro
Erfolg ist ihr einziges Ziel – für den großen
Auftritt ist sie bereit, buchstäblich über Leichen zu
gehen. Produzenten, Autoren, Schauspieler-Kollegen und sogar die
Menschen, die sie lieben, sind nur hinderlicher Ballast auf dem Weg
nach ganz oben. Alle halten sie für das, als wofür sie sich
gerade ausgibt – nur einer nicht. Er allein kennt die
Machenschaften dieser gefährlichen Frau. Nur er allein weiß
alles über Eva...
Die große
Illusion. Frankreich 1937. Regie: Jean Renoir. Mit Jean Gabin,
Erich von Stroheim, Dita Parlo, Pierre Fresnay. Musik: Kosma. 109
min. ab 16 Jahre (V46) DVD 9,90 Euro
Eine Geschichte aus dem
Ersten Weltkrieg. Der Film wurde in Deutschland verboten, weil er
pazifistisch und deutschfeindlich sei. In Frankreich wurde er
verboten, denn er sei pazifistisch und deutschfreundlich.
Asphalt-Cowboy. USA 1969. Regie: John Schlesinger. Mit Dustin Hoffman und John Voight. 108 min. (V38) DVD 9,90 Euro
Ein Freund zum Verlieben (Next Best Thing). USA 2001. Regie: John Schlesinger. Mit Madonna. 108 min. Ab 12 J. (V71) DVD 9 Euro
Hexenkessel. USA 1973. Regie:
Martin Scorsese. Mit Robert de Niro, Harvey Keitel. 107 min. ab 16 J.
(V57) DVD 12 Euro
„Hexenkessel“ erzählt die
Geschichte vom harten Dasein in den Straßen von Manhattan am
Beispiel von Johnny Boy, einem schießwütigen Einzelgänger,
und Charlie, einem eher bodenständigen Typen. Grandios
dargestellt von Robert de Niro und Harvey Keitel pflegen sie trotz
ihrer Unterschiedlichkeit eine enge Freundschaft. Aber die
unberechenbare, psychotische Art Johnny Boys bringt beide bald in
tödliche Gefahr. Und es kommt, wie es das Gesetz der Straße
verlangt. Martin Scorseses Kultfilm basiert auf eigenen
Kindheitserfahrungen in Little Italy. Diese Biografie der Straße
zählt wegen ihrer atmosphärischen Dichte und Milieutreue
bis heute zu den stilbildenden Filmen des neuen amerikanischen Kinos.
Casino. USA 1995. Regie:
Martin Scorsese. Mit Robert de Niro, Sharon Stone, Joe Pesci u.a. 171
min. und 120 min. Bonusmaterial. (V74) Doppel-DVD 10 Euro
Das
Glücksspiel-Eldorado Las Vegas in den Händen der Mafia.
Silkwood. USA 1984. Regie:
Mike Nichols. Mit Meryl Streep, Kurt Russell, Cher u.a. 130 min. ab
16 J. (V59) DVD 7,50 Euro
„Karen Silkwood arbeitet in der
Plutonium-Fabrik Kerr-McGee in Oklahoma. Täglich werden sie nach
der Arbeit auf Strahlenbelastung kontrolliert. Als eines Tages der
Zeiger bei Karen ausschlägt, glaubt man zuerst an einen
technischen Fehler. Nach und nach stellt sich heraus, daß der
Störfall am Wochenende wohl doch nicht so harmlos war, wie man
glauben machen wollte. Da Karen Gewerkschafterin ist, geht sie der
Sache nach. Allerdings stößt sie auf erbitterten
Widerstand von Seiten de Fabrikleitung. Sie hat nur noch eine Chance,
den Weg an die Öffentlichkeit...“ (Pressetext). Film nach
einer wahren Begebenheit.
Der Marathon Mann. USA 1976.
Regie: John Schlesinger. Mit Dustin Hoffman, Laurence Olivier, Roy
Scheider, William Devane, Marthe Keller u.a. 120 min. ab 16 Jahre.
(V50) DVD 10 Euro
Dustin Hoffman spielt einen unbedarften
jungen Mann, Hochschulabsolvent und Marathonläufer, der
ahnungslos in ein tödliches Netz aus Intrigen um den
untergetauchten Nazi-Verbrecher Christian Szell (Laurence Olivier)
gerät.
Reds. USA 1981. Regie: Warren
Beatty. Mit Warren Beatty, Diane Keaton, Jack Nicholson u.a. 188 min.
Ab 12 J. (V73) Doppel-DVD 16 Euro
Die von Warren Beatty
verfilmte Vita des amerikanischen Kommunisten John Reed. Ein
großartiges filmisches Meisterwek, episch breit angelegt,
sorgfältig inszeniert und mit bestechenden schauspielerischen
Leistungen.
Wall Street. USA 1987. Regie:
Oliver Stone. Mit Michael Douglas, Daryl Hannah, Martin Sheen u.a.
121 min. Ab 12 Jahre. (V56) DVD 9,90 Euro
Die Geschichte eines
jungen, ehrgeizigen Börsenmaklers (mit typischem Yuppie-Eifer:
Martin Sheen). Er setzt auf einen millionenschweren Spekulanten
(steinhart bis dämonisch in seiner Geldgier: Michael Douglas).
Die Spielregeln von Insider-Informationen, illegalen Auskünften
über den Stand wichtiger Firmen und skrupellosen Manipulationen
bringen die Karriere des Jungen flott voran, bis die Firma seines
Vaters betroffen ist und er merkt, daß er nur ein Spielball des
megalomanen Spekulanten ist.
Owning Mahowny. USA 2003.
Regie: Richard Kwietniowski. Mit Phillip Seymour Hoffman, Minnie
Driver, Maury Chaykin, John Hurt. 105 Min. ohne Altersbeschränkung.
(V123) DVD 10 Euro
Er ist ein stiller, unscheinbarer Mann: Dan
Mahowny, Angestellter einer Bank in Toronto. Seine Geschichte, die
der Film nach wahren Vorkommnissen erzählt, ist zugleich die
Geschichte des größten Bankbetrugs, der jemals von einem
Einzeltäter in Kanada verübt worden ist. Denn Dan Mahowny
leidet an Spielsucht. Als man ihn 1982 verhaftet, erklärt er im
Verhör, daß seit seinem zwölften Geburtstag nie mehr
als 72 Stunden vergingen, bis er seine nächste Wette platzierte.
Dabei ist er nicht auf Reichtum aus. Von seinen kriminellen Energien
ahnen seine Freundin Belinda und seine Kollegen nichts. Bei ihnen
gilt Mahowny als fleißiger Angestellter. Mahownys Spielsucht
und seine Fähigkeit, durch simple Unterschriften Geldbeträge
ausgehändigt zu bekommen, verbinden sich auf unheilvolle Weise.
Als sein Schwindel auffliegt, hat Mahowny sie binnen 18 Monaten um
mehr als 10 Millionen Dollar geschröpft.
Der unsichtbare Dritte (North by Northwest). USA 1959. Regie: Alfred Hitchcock. Mit Cary Grant, Eva Marie Saint, James Mason u.a. 131 min. ab 12 Jahre (V97) DVD 9,90 Euro
Pulp Fiction. USA 1993. Regie: Quentin Tarantino. Mit John Travolta, Samuel L. Jackson, Bruce Willis, Uma Thorman, Harvey Keitel u.a. 148 min. und 35 min. Bonusmaterial. Ab 16 Jahre (V22) DVD 10 Euro
Hello
Hemingway. Kuba 1990.
Regie: Fernando Pérez. Mit Laura De La Uz, Raúl Paz,
Herminia Sanchez, Caridad Hernandez, Enrique Molina. 84 min. ab 6 J.
(V107) DVD 12,50 Euro
Hemingways „Der alte Mann
und das Meer“ von einem der bedeutendsten Regisseure Kubas,
Fernando Pérez, filmisch gelesen: Larita stammt aus ärmlichen
Verhältnissen. Während sie sich auf ihr Abitur vorbereitet
und von einem Stipendium in den USA träumt, liest sie das letzte
vollendete Werk des in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft lebenden
Autors und lebt den Kampf des alten Mannes: „Man kann
vernichtet werden, aber man darf nicht aufgeben“. Fernando
Pérez verwebt auf meisterhafte Weise die Vorlage mit dem Leben
Laritas – sie liest und schreibt das Gelesene fort. Der
literarische Kampf auf dem Meer um den Schwertfisch wird zu Laritas
Kampf um das Stipendium, das Erwachsenwerden und um das Freisein in
einer von Männern dominierten Gesellschaft. „Hello
Hemingway“ wurde auf dem Festival des Neuen
Lateinamerikanischen Films in Havanna mit dem Primer Premio Coral
ausgezeichnet.
Cecilia Valdés. Kuba/Spanien 1981. Regie: Humberto
Solás. Mit Daisy Grandas u.a. 156 min. und Bonusmaterial. Ab
16 Jahre. (V42) 2 DVDs 15 Euro
Kuba um 1830. Cecilia, die
schöne, stolze und ungewöhnlich hellhäutige Tochter
eines armen farbigenSchneiderehepaares ist von ihrer Mutter und
Großmutter dazu erzogen worden, auf den reichen weißen
Freier zu warten. Als sie dem Sohn eines reichen Sklavenhalters und
Plantagenbesitzes begegnet, werden sie sozialen Gegensätze der
kolonialen Gesellschaft sichtbar. DVD 1: Deutsche Synchronfassung,
deutsch untertiteltes Bonusmaterial und deutsche Menüführung.
DVD 2: Originalfassung, englische Untertitel einblendbar, spanische
und englische Menüführung.
Die Abenteuer
des Juan Quin Quin. Kuba 1967. Regie: Julio García
Espinosa. 113 min. ab 6 Jahre (V43) 2 DVDs 15 Euro
Juan Quin
Quin, ein armer, aber gewitzter Bauer, schlägt sich in
vorrevolutionären Kuba auf allerlei Art durchs Leben: als
Kirchendiener und Zirkuskünstler, Stierkämpfer und
Kaffeepflanzer, der von den Plantagenbesitzern um seinen Lohn
geprellt wird. Sogar als Christusdarsteller in einem Wandertheater
macht er auf sich aufmerksam. Als die Revolution beginnt, gerät
er unter die Anhänger Fidel Castros. DVD1: deutsche
Synchronfassung. DVD 2: Originalfassung.
Die Französische Revolution.
Frankreich 1989. Regie: Robert Enrico, Richard Heffron. Mit Klaus
Maria Brandauer, Peter Ustinov, Sam Neill, Claudia Cardinale. 360
min. ab 12 J. (V105) 2 DVDs 17,50 Euro.
Frankreich, 1789:
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – der Schlachtruf der
Revolutionäre zieht das ganze Land in seinen Bann. In den
Folgejahren kommt es zu gnadenlosen Machtkämpfen zwischen
Gemäßigten, Radikalen und ihren Gegenkräften, an
deren Ende der Sieg der Aufklärung und die Überwindung des
Absolutismus stehen. Der TV-Mehrteiler schildert die dramatischen
Ereignisse der französischen Revolution vom Sturm auf die
Bastille bis zur Hinrichtung Robespierres.
*
Buchhandlung
Weltbühne * Internet: www.buchhandlung-weltbuehne.de
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