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Buchhandlung Weltbühne
Stand: 20.07.2016

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METZGER-Index

Inhaltsverzeichnisse der satirischen Zeitschrift DER METZGER ab Ausgabe 18 vom September 1972



DER METZGER

Das satirische Magazin
Erscheint seit 1968
Herausgeber: Helmut Loeven

DER METZGER erscheint in unregelmäßiger Folge.
Die Hefte seit 1972 können noch bestellt werden.
Das Abonnement kostet einmalig 50 Euro und gilt für alle zukünftigen Ausgaben.
Ein befristetes Abonnement ist möglich (10 Ausgaben für 30 Euro).
Ein Sammelpaket der noch lieferbaren Ausgaben (Nr. 18ff) kostet 100 Euro.

Buchhandlung Weltbühne, Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg.




Zuletzt erschienen:


Zuletzt erschienen:

DER METZGER Nr. 118 (Juli 2016)

(3 Euro)

Intro: Die bekloppte Schlagersängerin Retätnetta Tsoredab.

Ulrich Sander: Nun auch alle Kraft gegen die AfD. Erfahrungen aus 50 Jahren Kampf gegen die NPD. Die AfD-Führung wies nach den jüngsten Landtagswahlen vieldeutig darauf hin, daß es wieder eine bürgerliche Mehrheit gäbe.

Jakop Heinn: England ohne Europa. „Brexit“: Der kleinbürgerliche Untertan hat den Mächtigen nur seine eigene Torheit entgegenzusetzen.

Lina Ganowski: Zustände wie in Deutschland. In einem arabischen Land wurde eine Frau vergewaltigt und darum vor Gericht angeklagt. Sowas ist auch in Deutschland möglich. Der eigentümliche Umgang der deutschen justiz mit dem Gewaltopfer Gina-Lisa Lohfink.

Anton Maegerle: Gefährlicher Quatsch. Der AfD-Landtagsabgeordnete Gedeon schätzt die weltweit verbreitete Hetzschrift „Die Protokolle der Weisen von Zion“. Das Machwerk, das zum Kernbestand antisemitischer Propaganda gehört, will Gedeon an Schulen verbreiten.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Darin: Können Spaltungen und Blamagen der AfD überhaupt noch schaden? Mit Aufklärung und Argumenten wird man bei der Anhängerschaft kaum etwas bewirken können, denn für das Gesunde Volksempfinden ist das Argumentative schlechthin intellektualistische Sabotage gegen die klare Ansage (wo Befehl noch Befehl ist). Außerdem: Die Reformation kam ein Jahr zu spät. Komische Häuser, komische Schilder, komische Parkplätze.

Die „Jazz-Legende“ Carla Bley hat ihren 80. Geburtstag „weitgehend ignoriert“.

Gibson Girls. Aus der Geschichte der Karikatur. Um das Jahr 1900 entdeckte der Zeichner Charles Dana Gibson einen neuen, modernen Frauentyp.

Weltnachrichten. Sexyness is enormously intelligent.

Detlef Stamm: Bleiben wie man ist. Gedicht.

In memoriam Horst Schimanski.

Tagebuch. Hier tut sich was.

Pegida und der Innere Schweinehund. Plakativ.

Wie ist das denn jetzt mit dem Abonnement? Sarah Gregory verleiht ihrer Auffassung, daß man den METZGER abonnieren sollte, Nachdruck!



DER METZGER Nr. 117 (April 2016)

(3 Euro)

Helmut Loeven: Wendepunkt und Wundertüte. Drei Landtagswahlen an einem Tag verkraftet die SPD kaum noch. Volkspartei passé? Durch den Erfolg der Rechtspopulisten droht aber auch der Linkspartei die Marginalisierung: Ihr gehen die „Protestwähler“ flöten. Denen aber sollte sie keine Träne nachweinen.

...wandeln aber müssen sich die USA“. Der Besuch von Barack Obama in Havana, kommentiert von der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba.

Stefan Jacoby: „Die Tatmotivation ist damit ungeklärt“. Der Prozeß gegen die Anführer der „Legion 47“. Drei führende Mitglieder dieser neonazistischen Kameradschaft wurden vom Duisburger Landgericht zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. In dem Verfahren wurde der politische Hintergrund weitgehend ausgeblendet.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Darin: Die Verehrung der Grünen für Helmut Schmidt ist so groß, daß sie sich zu einer typographischen Dummheit hinreißen lassen; Der Feminismus der FR-Chefredakteurin Bascha Mika ist so vulgär, daß man Bekanntes wiederholen muß; Der Lehnkering-Getreidespeicher in Duisburger Hafen ist so imposant, daß man sein ganzes Leben an sich vorbeiziehen sieht; außerdem: Warum hat die RAF keinen eigenen Stand auf dem Trödelmarkt?

Lina Ganowski: La Notte. Diesmal: Warum man die AfD-Wähler als Rassisten und Faschisten beschimpfen und sie in die rechte Ecke stellen muß. Außerdem: Das Gegrabsche an Silvester zeigt, daß mit der „Überfremdung“ nichts ins Land gekommen ist, was nicht vorher auch schon da war.

Galerie der Buhmänner: Günter Saree. Hundert Jahre Dada. Aber nicht überall, wo Dada drin ist, steht auch Dada drauf. Nochmalige Erinnerung an einen Veranlasser.

Tagebuch. Darin die Fortsetzung der never ending Story „Müssen Pazifistinnen doof sein?“ Oder anders gefragt: Ist Uta Binz noch gescheit?

Thomas Rüger: Eine bairische Ich-AG. In der Musik-Kolumne wird Mathias Kellner vorgestellt.

Verboten W. Über das unerlaubte Aufstellen von Verbotsschildern und sonstigen Verbotsirrtum.

Weltnachrichten. Intelligent, sexy, rätselhaft.

HEL Laschet-Toussaint: Satellitenüberwachungsgedicht. Zentrale – Interkoninentale, nicht – Streiflicht, gefangen – gegangen.

Wie ist das denn jetzt mit dem Abonnement? Auch Sarah Gregory meint, daß man den METZGER abonnieren sollte!

DER METZGER Nr. 116 (Januar 2016)

(3 Euro)

Jakop Heinn: Randfront. Stell dir vor, es ist Friedensbewegung, und kaum noch einer geht hin. Dann fällt auf, daß dort Querfrontler und Paranoiker immer mehr den Ton angeben. Beispiel: die Verirrungen und Verwirrungen in der „Arbeiterfotografie“.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Darin: Die Dreifaltigkeit des Schreckens (die Frau, der Fremde, der Eros) oder Was ist der Akif Pirincci eigentlich für einer?; „Das wird man doch wohl noch sagen dürfen“; „Da geht euch der Bart hoch, da geht euch der Hut ab“: Musik im Radio; Kamele & Elefanten; Deutsches Sprache: wenn Journalisten ebenso wie Linguisten in Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik versagen, was dann?

Die Annäherung zwischen den USA und Kuba vom ästhetischen Aspekt her betrachtet.

Switch on Summer / Sehreise. 30 von 100 Stills. Hut-Film ist nicht kaputtzukriegen.

Tagebuch. Darin: Die Frankfurter Allgemeine beim Umgang mit der Medienguerilla erwischt.

Lütfiye Güzel: Freiheit & Fabrik & mehr.

Weltnachrichten: Intelligence is enormously sexy.

Lothar Röse: Hochverrat ist eine Frage des Datums.

Marvin Chlada, A.S.H. Pelikan: Schnuller und Schiller, Julius und Filius. Wenn Schriftsteller Kinder haben, werden Kollegen gleich mit einbezogen.

Wie ist das denn jetzt mit dem Abonnement? Auch Pandola Brake meint, daß man den METZGER abonnieren sollte!



DER METZGER Nr. 115 (Oktober 2015)

(3 Euro)

Intro: Schöner Wohnen. Wie man durch unpraktisches Einrichten für Komik sorgt.

Jakop Heinn: Mann vom Rand. Unvorhergesehener Zwischenfall: Die britische Labour Party hat einen Linken zum Vorsitzenden gewählt!

Lina Ganowski: Verweigern Sie die Aussage! Schlechte Zeiten für Moralisten: Rauschgift soll legal und Sex-Arbeit („Prostitution“) nicht mehr pfuibäh sein. Wer keine Ahnung hat ist dagegen, und wer dagegen ist hat keine Ahnung. Was haben die Moralisten mit ihren Verboten denn je erreicht? Was wollen sie überhaupt erreichen?

Helmut Loeven: Die Flüchtlinge und unsere Aktien. Was nutzen uns die Flüchtlinge? Kosten sie vielleicht mehr als sie einbringen? Gegenfrage: Wieso müssen Menschen, die in Not sdind und Hilfe brauchen und das Mittelmeer im Schlauchboot überlebt haben, ihren Nutzen nachweisen?

Nachrichten. (Elsässer-Schote darf nicht fehlen).

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Meine Erlebnisse mit Merkel; Müssen Pazifistinnen doof sein?; Cooler Kaffee; Keine Demo ist auch'ne Demo; Stadtverschleiß; Kaiserberg. Und immer wieder: Komische Häuser, komische Schilder.

Die Väter der Libelle. Diesmal: Captain Misson, und der Trikont-Verlag is nicht kaputt zu kriegen.

Lütfiye Güzel: „er zeigt mir die bühne...“ Aus dem Leben einer Poetin oder Wieviel Einsicht sollte man von Publikum und Veranstaltern doch eigentlich erwarten dürfen?

Lothar Röse: Plus ultra. Von Empyreum zum Empire. Was hat die Astronomie zum Kapitalismus beigetragen?

Mac Duff: Richter Azdak in Rom. Diesmal muß sich der kaukasische Kreisekreisrichter mit einer Vaterschaftsklage von Annette Schawan beschäftigen.

Max Reinhardt: Unser täglich Hühnerbein gib uns heute. Schocking in südlicher Gegend.

Tagebuch. Hier tut sich einiges.



DER METZGER Nr. 114 (Juli 2015)

(3 Euro)

Ulrich Sander und Bernd Trautvetter: Der Nato-Oberbefehlshaber Philipp M. Breedlove als Einpeitscher der großen Kriege. Vom Planer in Kalkar zum obersten Kriegsherrn der USA für Europa.

Jakop Heinn: Unter Nebenfeinden. Ackermanns Enthüllungen. Von einer fixen Idee besessen ohne Substanz mit maßlosen Beschuldigungen um sich werfen („Kriegshetzer“, „Verfassungsschutzagent“) – das ist kein feiner Mann, der sowas tut.

Renate König: Risiko Kinderkrankheit. Die Masern sind keineswegs eine „harmlose Kinderkrankheit“. Harmlos sind darum auch nicht die militanten Impfgegner.

Helmut Loeven: Entlassen aus der Geschichte? Durch eine bündnispolitische Fehlentscheidung hat die Friedensbewegung sich selbst einen irreparablen Schaden angetan. Durch das Echo darauf wird offenbar, in welch desolatem Geisteszustand sich die Linke in Deutschland mittlerweile befindet. Nichts mehr verstehend und von keinem verstanden? Der „Friedenswinter“ und seine Folgen.

Exkurs: „Die Idioten sind unter uns“. Das Neue Deutschland berichtete über die Kritik an der Rechtsöffnung und am Querfront-Kurs der Friedensbewegung. Daraufhin durften sich auf Wojnas Facebook-Seite die unkontrollierten Reflexe austoben. Zitate.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal u.a.: Hilf dem Reichsbürger Naidoof auf das Fahrrad; Sparkasse doof, Postbank ebenfalls doof; Wambachsee und Mercatorstraße oder Warum werden Investoren nicht einfach aus der Stadt gejagt?; Wann bezahlt Schäuble (die schwarze Null) endlich unsere Schulden an Griechenland?; Der Volksbelustiger Dieter Nuhr ist kein Kabarettist, sondern eine Tasse.

Charakter & Lage. Konkret-Herausgeber Gremliza hat mit einem historischen Vergleich daneben gegriffen. Putin ist nicht Dollfuß.

Lothar Röse: Paris mon amour. Das Entsetzen über ein Attentat auf eine Satirezeitungs-Redaktion sollte nicht von kritischer Analyse der Lage abhalten, auch wenn das Entsetzen sich dann vielleicht vergrößert. Der Kapitalismus ist nicht gut für dich, erkundige dich nach ihm!

Marvin Chlada: Es geht voran? Ein Blick in die Zukunft der internationalen Arbeiterbewegung – auch wenn von der Zukunft schon ein Stück geschehen ist! Über ein Buch aus dem VSA-Verlag.

Konrad Knurrhahn: Horizont. Glosse über denselben mit dem Rat, ihn zu erweitern.

Sinngebung: Ready made. Konkrete Poesie oder Ist die experimentelle Literatur reine Maschinenkunst? Lesen Sie selbst!



DER METZGER Nr. 113 (April 2015)

(3 Euro)

Renate König: Sogar im braven Bayern. „Besorgte Eltern“ machen sich Sorgen, weil ihre Kinder in der Schule zu viel über Sexualität erfahren (also zum Beispiel auch über Gefahren und wie man sich davor schützt). Da darf der Elsässer natürlich nicht fehlen.

Jakop Heinn: Wer war das? Farbschmierereien auf Schaufenstern von Büros der Linkspartei. Dabei sind die Parolen von Israelrettern und Antisemiten kaum voneinander zu unterscheiden.

Lieber nie als jetzt. Westeuropäische Faschisten entdecken ihr Herz für Rußland.

Flüchtlinge aufnehmen und willkommen heißen“ sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Eine Stimme aus der VVN.

Jakop Heinn: Mahnwachen machen Wahn oder Breit sein ist alles. Der Sündenfall der guten alten deutschen Friedensbewegung: im „Friedenswinter“ ließ sie sich mit rechten Pseudo-Kriegsgegnern ein. Einige verspüren jetzt den großen Katrzenjammer, andere merken immer noch nichts.

Helmut Loeven: Ostermarsch auf Abwegen? Der Sündenfall der guten alten deutschen Friedensbewegung: In Duisburg, der Hauptstadt der politischen Verrücktheiten, wird es noch toller getrieben als sowieso. Muß man als Antimilitarist eigentlich wirklich der Friedensbewegung angehören? Oder kann man sich nicht selbständig machen?

Helmut Loeven: Haste Töne? Das Neue Deutschland rief an: Was ist da los in Duisburg? Ist das wahr, daß das Duisburger Friedensforum die Querfront-Kapelle „Bandbreite“ auftreten lassen will? Nicht zu glauben, aber: wahr.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett: Komische Häuser, komische Schilder, historische Haltestellen. Außerdem: Die Vertreibung aus dem Paradies war eine gute Idee; Genosse Stalin als der Tongtong; Blöde Lißfaßsäulenwerbung.

Helmut Loeven und Lina Ganowski: „Die vernichtende Gewalt des Redlichen“. Ein paar abweichende Bemerkungen zur Porno-Affäre um Edathy.

Herbert Laschet-Toussaint (HEL): ISIS waren doch die Guten als sie wider Assad zogen... Ein Gedicht, das den Staatsmännern und -Frauen wahrscheinlich nicht gefällt.

Werner Muth: Europas Bande. Counter-Script zu Günter Grass: „Europas Schande“.

Max Reinhardt: Teestunde. „Wenn sie verhaftet wurden, dann muß das einen Grund haben“, sagte der Mann und wurde verhaftet.

Konrad Knurrhahn: Vorsatz und Station. Glossen.

DER METZGER Nr. 112 (Oktober 2014)

(3 Euro)

Ulrich Sander: Gefahr geht von Kalkar aus: Zeitbomben in der Luft. Warum die Friedensbewegung in Kalkar demonstriert hat. „Die Kriege der Zukunft sind solche in der Luft – ob mit oder ohne Piloten an Bord.“

Jakop Heinn: Träumereien an sächsischen Kaminen. Wie die AfD die Lage und die Stimmung verändert.

Helmut Loeven: Ein Apostel? Ausgerechnet! Aus der Geschichte entlassen, nichts mehr verstehend, von keinem verstanden: Seit längerer Zeit schon ist die Linke in Deutschland der Hauptlieferant für Narretei. Manchmal genügt schon ein Blick in Konkret.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Vatermord an Mitscherlich? So war das nicht gemeint; Komische Häuser, komische Schilder; Der Busen in der Leistungsgesellschaft (Bildzeitung: Sex für Verklemmte); Kriegspropaganda 2014: Vom „Vaterland“ zur „Verantwortung“; Herr Lobe ist doof; Die Botanik der Pflaume.

Heinrich Hafenstaedter: Stadtzerstörung Hochfeld 1982. Die Politik der Stadtzerstörung, der Flächensanierungen und der Vertreibung der ungeliebten „sozialschwachen“ Bewohner hat in Duisburg eine lange, unrühmliche Tradition.

Lütfiye Güzel: Heart-Terrorist. Seven Poems. „the last will be the last & nobody laughs best at the end“.

Lina Ganowski: La Notte. Diesmal: Warum läuft Frau K. Amok? Warum die jüdische Autorin sich von Demonstrationen deutscher Israel-Freunde („Aufstand gegen den Judenhaß“) nicht viel verspricht. „Die deutschen Israelfreunde haben den Antisemitismus sehr gern. Sie können gar nicht genug davon bekommen.“

Tagebuch: Viele Bilder, viele Nachrichten.

DER METZGER Nr. 111 (August 2014)

(3 Euro)

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Wozu braucht der Mensch einen Vater?; Abba find ich gut; Marx an die Uni!; Fernsehgucken als Kunst; und wieder: komische Häuser, komische Schilder, komische Bilder.

Professx Unrat. An der Berliner Humboldt-Universität spricht und schreibt man so, daß es kein Mensch mehr versteht. Nach der Dauerbelästigung durch das Binnen-I droht neues Unheil. Muß man jedes feministische Sprach-Sperenzken übernehmen, auch wenn es der größte Scheiß ist? Von der Wissenschaft zur Scharlatanerie: Gender-Wahnsinn an der Humbug-Universität.

Max Reinhardt: 1 x Beileid, 31 x kein Beileid. Spuren des Ersten und Zweiten Weltkriegs in Familienerinnerungen, Foto- und Poesiealben.

Les Pères de la Libelle: Der Erste Weltkrieg in der Literatur. Historische und aktuelle Beispiele.

Arbeiterbewegung und Anarchismus in Rumänien. Marvin Chlada sprach mit dem Syndikalismusforscher Martin Veith.

Sebastian Friedrich: Werkzeug für Veränderung. Was hat es mit der Kritischen Diskursanalyse auf sich? Sebastian Friedrich stellt das Standardwerk von Professor Siegfried Jäger (DISS) vor als ein Beispiel für eingreifende Wissenschaft. „Von Foucault über Diskurs und Dispositiv zum Widerstand.“

Carl Korte: Uuuaaahuuuaaahuuuaaah, Dämonenparty! Mottes Abenteuer als Lokalreporter.

U.a.



DER METZGER Nr. 110 (Juni 2014)

(3 Euro)

Jakop Heinn: Neues von der Schmalspur (Finale?). Für die Band Die Bandbreite wird es immer schmaler. Jetzt will auch die MLPD nichts mehr von ihr wissen.

Max Reinhardt: Königlicher militär-industrieller Komplex. Vor hundert Jahren: Wie der Weltkrieg dem Volke mit Bildern nahegebracht wurde. Für die Industrie war das Völkergemetzel ein Glücksfall.

Helmut Loeven: „Zuerst werden wir alle Subversiven töten“. 1977 fiel die Theologiestudentin Elisabeth Käsemann in Argentinien der Geheimpolizei in die Hände. Nach wochenlanger Folter wurde sie ermordet. Das Auswärtige Amt unter Minister Genscher tat nichts, um sie zu retten. Im Gegenteil: Die Militärdiktatur fand in der sozialliberalen Bundesregierung einen verständnisvollen Partner.

Tagebuch. U.a.: Die Partei „Die Linke“ und der Buchhandel. Der Weg nach oben als Niedergang.

Carl Korte: Apfelbisse. Mottes Abenteuer als Reporter.

A.S.H. Pelikan: Menschenalter (tabellarisch).

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: „Ich will es nicht – mach's, aber ohne mich; Frauenbewegung als K-Gruppe?; Muß Frollein Lohmeier ins Gefängnis?; Die Iditiotx sind unter uns (Frau Professor Hornscheidt und ihr Geisteszustand); Komische Häuser: Schuhhaus Pesch; Rousseau und die Wandparole bei Edeka u.a.

Marvin Chlada: Objekte der Begierde. Über die Museumsorgie in Fouriers neuer Welt der Liebe.

Herbert Laschet-Toussaint: Mütter nach Grosny. Gedicht.

Thomas Rüger: Mit Cordmütze und Gitarre. Neu: Die Musikkolumne.

Chantal Könkels: Die Projektgruppe Pudding und gestern hat wieder zugeschlagen.

Helmut Loeven: Konstruktive Tonlage. Komposition für Singstimme und Clavier. Mit Noten.


DER METZGER Nr. 109 (April 2014)

(3 Euro)

Helmut Loeven: Rechnung ohne den Putin. Zur Krim-Krise: Der Westen hat den Russen nichts voraus, was zu einer moralischen Attitüde berechtigen würde.

Renate König: Verfolgung Homosexueller in Afrika.

Jakop Heinn: Zeigt mir, wen ihr ausschließt. Die SPD hat viele ihrer Mitglieder ausgeschlossen wegen „parteischädigenden Verhaltens“ – bloß nicht die, die der Partei tatsächlich geschadet haben.

„Zweite und dritte Opfergeneration schweigt nicht länger“. Ulrich Sander sprach mit Alice Czyborra über „Kindes des Widerstandes“.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: „Critical Whiteness“ als neue Plemplem-Variante
links-alternativen Sektenwesens; Warum ist Steuersenkung noch schlimmer als Steuerhinterziehung?; unverständliche Wandmalerei; Bernd; neue Wojna-Schoten; komische Häuser, komische Schilder u.a.

Der Kühlschrank-Ficker oder Man will ja auch nicht nochmal zwanzig sein. Marvin Chlada interviewte wieder Florian Günther.

Carl Korte: Reporterwahn. Mottes Erlebnisse in der Lokalredaktion. Diesmal: Scharfmacher.

Max Reinhardt: „Verstehst du das?“ „Da mußt du die Leute fragen, die geschossen haben.“

Herbert Laschet-Toussaint: Syrischer Frühling. Ein Gedicht.



DER METZGER Nr. 108 (Januar 2014)

(3 Euro)

Helmut Loeven: Bundestagswahl: Daß ich das noch erleben durfte. Die FDP ist draußen! Manche sind sauer auf die FDP, weil sie sich von ihr mehr Ungerechtigkeit versprochen hatten. Man soll keinen Idioten daran hindern, aus den falschen Gründen das Richtige zu tun.

Jakop Heinn: Mandela oder Putin oder Zeigt eure Helden. Gegen die Vereinnahmung von Nelson Manfdela für das Spektakel der Westlichen Wertegemeinschaft.

Ulrich Sander: Nazis hatten stets Vorrang vor ihren Opfern. „Staatsschutz“ in Westdeutschland. Von der Entnazifizierung zur „Extremistenabwehr“.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Die Lieblingsmelodien einer grünen Ministerin; Eloge auf einen Terroristen; Holy Flip oder Holy Fick (Neues vom Transformationscoach); Mercatorstraße muß bleiben!

Lina Ganowski: La Notte – Themen der Nacht. Diesmal: Zwei oder drei Dinge, die kaum jemand über sie wissen will oder Warum ich den Aufruf für Prostitution unterschrieben habe.

Carl Korte: Reporterrausch. Volle Pulle bis zum Abwinken.

Bundes-Barbara. Kinder sollen ohne Deutschland aufwachsen. Wir haben unsere Damen und Herren überarbeitet. Der Hammermeister bittet Sie, die Bundes-Barbara zu nutzen.

Herbert Laschet Toussaint (HEL): Das Lever von Voltaire in Ferney. Bildbetrachtung.



DER METZGER Nr. 107 (September 2013)

(3 Euro)

Ulrich Sander: Gedanken zur Gedenkstättenpolitik in NRW. „Der Kapitalismus muss nicht zum Faschismus führen, aber bei uns ist es geschehen. Und es kann wieder geschehen.“

Ein gesellschaftliches Gesamtproblem“ „Die Ereignisse erinnern fatal an die rassistische Pogromstimmung von Anfang der 1990er Jahre.“ Presseerklärung des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) zur Zuspitzung des Antiziganismus in Duisburg.

Helmut Loeven: Steinbart-Schote zu Duisburg 2013. Als Abschiedsgeschenk an die Abiturientinnen und Abiturienten verteilte das Steinbart-Gymnasium eine „Festschrift“ aus dem Jahre 1956, in der der Sieg der Alliierten über Hitler bedauert wird und der Widerstandskämpfer Harro Schulze-Boysen als „Landesverräter“ diffamiert wird.

Lina Ganowski: La Notte – Themen der Nacht. Diesmal: Frauen im besten Karrierealter. Das „Projekt ICH“ scheitert am Ego. Der Markt für die Selbstvermarkter. Und: Der Versuch, die Sexualität zu entkriminalisieren, wird kriminaklisiert.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Heldengedenken (Es gibt keine Helden im Krieg); Ein Besuch bei Hanns Dieter Hüsch (1969); Deutsche als Ausländer; Kopf & Kragen oder Grass mit ss; „Der Wurzel auf den Grund gehen“: Die „richtige Denkweise“ schützt vor Torheit nicht – die MüllPD kennt sich in ihrer Geschichte nicht so richtig aus; Die Füße der Gans oder Koch doch selber Kaffee (Wie Erika die Frau Schwarzer ärgerte); komische Häuser; komische Schilder.

Carl Korte: Reporterrausch. Mottes Reporter-Kolumne. Diesmal: Baby-Buuuh.

Konrad Knurrhahn: Briefe an Arthur (12). Wie gut, daß sich in der Zeit der sauren Gurken immer ein mediales Aufregerthema findet. Und schnell wird aus dem Land der meteorologischen Paralyse ein Land der geistigen Paranoia.

Allen Ginsberg: Ruhr-Gebiet. Nachdichtung von Marvin Chlada. Zu viel alter Mord, zu viel weiße Folter, Ein Stammheim zu viel, Zu viele zufriedene Nazis.

Deutsche Bondesstöftung Omwelt. Katrin Bauerfeind: „Später vermisse ich eine Dose. Fisch beeindrucken Industrie da auch Industrie.“


DER METZGER Nr. 106 (Juni 2013)

(3 Euro)

Ulrich Sander: Das Problem heißt Rassismus und Militarismus. Eine Betrachtumg nach der Pro-NPD-Entscheidung im Bundestag und zum Beginn des NSU-Prozesses in München. Der Umgang der „Mitte“ mit den Rechten ist von vielen gemeinsamen Schnittmengen geprägt. Das Bindeglied zwischen Mitte und Rechts ist der Rassismus.

Renate König: Die Lage des weiblichen Geschlechts in Indien.

Helmut Loeven: Merkel soll nicht bleiben, bleibt aber. Die SPD verliert nicht, weil der Steinbrück dauernd in irgendwelche Fettnäpfchen hineintritt, sondern: weil die SPD verliert, ist alles, wo der Steinbrück hineintritt, ein Fettnäpfchen. Zum hundertfünfzigsten Jahrestag auch noch eine Erinnerung an die Agenda 1919.

Lina Ganowski: La Notte – Themen der Nacht. Diesmal: Die Wohlfühl-Empörer. Der Furor um das Treiben des Daniel Cohn-Bendit im antiautoritären Kindergarten.

Mac Duff: Richter Azdak in Düsseldorf. Muß Annette Schawan ihren Doktortitel zurückgeben? Richter Azdak spricht ein Urteil.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Hoch die Tasse(n) (und dat Pickdingen); Gesundheitsgefahren durch Nichtrauchen; Flasche gefunden – und was nun?; Die Linkspartei (in Duisburg) ist derzeit kein Ort zum Wohlfühlen; Komische Häuser, komische Vorschläge; Soll man in Bissingheim einen Bürgersteig nach Adolf Sauerland benennen?; Derrick war bei der SS?

Marvin Chlada und Florian Günther sprechen über Literatur und Fotographie, das Reisen und die Frauen, den Tod und das Leben …

Ostermarsch 2013 in Duisburg. Bilder, die alles sagen.

Wollen die etwa alle zu Pelikan?“ Das Bühnenjubiläum – um ein halbes Jahr und eine halbe Stunde verschoben. Aber was dann kam, dafür hat es sich gelohnt, hinzugehen.

Carl Korte: Ausflug mit Direktor Lall. Mottes Reporterkolumne.

Paul Hafemeister. Erinnerung an einen Genossen.

Lütfiye Güzel: Meine Lieblingsbuchhandlung. Welche wohl?


DER METZGER Nr. 105 (April 2013)

(3 Euro)

Cover: Viele werden sich fragen: Ist sie es? Oder ist sie es nicht? Die Antwort: Ja, sie ist es.

Magazin: Outing: „Ich bin linksextrem“; Die spinnt, die Steinbach; Neues von der Schmalspur (running gag); NSU-Watch; Italien: „Faschisten des dritten Jahrtausends“; Heinestraße soll jetzt Heinestraße heißen.

Auch ich rufe zur Sabotage der Rüstung auf.“ Flugblatt der DFG-VK.

Pro-Zirkus. Heinrich Hafenstaedter beobachtete den Aufmarsch der Dummen in Rheinhausen.

Mac Duff: Richter Azdak im Jemen. Im Kaukasischen Kreidekreis verschwindet der Richter Azdak am Schluß spurlos. Aber wohin? In Jemen scheint er wieder aufgetaucht zu sein.

Lina Ganowski: La Notte – Themen der Nacht. Diesmal: „The Show must go wrong“. Habemus Pappe. Christliche Nächstenliebe heißt, daß die Katholische Kirche ihren Opfern das, was sie ihnen antut, verzeiht. Und: Für einen wie den Matussek (Spiegel) ist die frohe Botschaft nicht der Himmel als Belohnung für die guten Menschen, sondern die Verdammnis für die. die es sich gut gehen lassen.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Was ist ein „Bürgerrechtler“?; „Zu viel Ergo“ (Nachruf auf einen Maoisten – und auf den Maoismus); „Erst sowas, dann nicht mehr sowas“ (Nachruf auf eine Opportunistin); Die „Bandbreite“ hat einen Brief empfangen (running gag); „Der Witz des Jahrhunderts“ (Herr Wild, Herr Preuß, der doofe Spartz – und schon wieder der Herr Dr. Caumanns); Der Wut-Hering; Martina Godzen wurde naßgespritzt; Wundersame Senf-Vermehrung; „Wir machen es uns extra schwer, denn unser Kandidat heißt Peer“.

Carl Korte: Patsch mal, grabsch mal. Mottes Reporterkolumne.

Les Pères de la Libelle. Diesmal: „Die spinnen, die Röhls.“

Herbert Laschet-Toussaint: Wir spähn und nicht im leeren weltallvagen.



DER METZGER Nr. 104 (Februar 2013)

(3 Euro)

Jakop Heinn: An einem einzigen Tag. Ein paar Meldungen in der Zeitung in Zusammenhang gebracht.

Helmut Loeven: Parlament arisch. Herr Niebel von der FDP ist kein Idiot.Der tut nur so.

Max Reinhardt: Begegnung. „Vielleicht war's Thyssen.“

Lina Ganowski: La Notte – Themen der Nacht. Diesmal: „Den nennt man einen Schuft“. „Wäre der Diskurs von Klarheit und Redlichkeit beherrscht, müßte Henryk M. Broder das am meisten fürchten, wonach er am meisten giert: Aufmerksamkeit.“ „Würde er doch schweigen!“ Herman L. Gremliza beschäftigt sich auf obsessive Weise mit Israel. Das sollte er lieber nicht tun.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Keine Lust, ein „richtiger Mann“ zu werden; Die Vorzüge der französischen, der russischen und der sexuellen Revolution; Sexismus-Debatte“: Just a little bit respect!; Tatort (im Fernsehen); „There will be an answer“: Wenn die MüllPD sich mit den Beatles und den Rolling Stones beschäftigt...

Straßenkunst in Genf. In Genf kann man aber auch wirklich keine Wand hinstellen, ohne daß die innerhalb einer Viertelstunde beklebt und besprüht ist.

Marvin Chlada: Eine Handvoll Gedanken und Gedichte von D.H. Lawrence, frei aus dem Englischen übertragen.

Helmut Kellershohn: Demokratie als Baustelle. Jungkonservative und neoliberale Visionen von einem plebiszitären Präsidialsystem. Woher kommt eigentlich die immer wieder aufgewärmte Idee, daß bei Wahlen Eltern für ihre Kinder mitabstimmen sollen? Aus dem erzreaktionären Deutschen Herrenclub des Franz von Papen.

Carl Korte: Frühling ist, wenn … Als Lokalreporter wird man sogar mit dem Frühling belästigt.



DER METZGER Nr. 103 (Dezember 2012)

(3 Euro)

Das steht drin:

Anton Maegerle: Altgedienter Kader als Späher in Thüringen? Fakten und Namen zur Verflechtung der Neonazis mit den „Sicherheitsorganen“.

Jakop Heinn: Lebensver(un)sicherung. Die vielgepriesene „private Vorsorge“ ist zu einem Armutsrisiko geworden. Während die als Partei getarnte Versicherungsagentur FPD den Leuten Lebensversicherungen aufschwatzte, sank deren Wert.

Ein rechter Anwalt ist ein rechter Anwalt. Aus dem braunesoterischen Verschwörungs-Milieu. Und schon wieder begegnet uns die „Bandbreite“.

Ulrich Sander: Die Abschaffung des Verfassungsschutzes auf die Tagesordnung setzen. Wir müssen die Meinungsfreiheit und die Wissenschaftsfreiheit gegen den Verfassungsschutz erkämpfen. Der Verfassungsschutz hält offenbar seine schützende Hand über Mörder und Verbrecher, wie an dem Fall NSU abzulesen ist.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Unter anderem: Den lieben Gott gibt es. Aber gibt es ihn auch wirklich?; Arnulf Baring redet nicht nur dauernd Quatsch, er hat auch keine Manieren; Gertrud Höhler guckte dumm aus der Wäsche; Supermarkt-Abenteuer am Sternbuschweg; Die geheimnisvolle Aldi-Kassiererin; An allem sind die 68er schuld; Neues von der Schmalspur: Ist die deutsche Linke heute nur noch eine Zusammenkunft frustrierter und fanatisierter Saal-Krakeeler? (Es geht mal wieder um die „Bandbreite“); Geliebtes Scheitern: Sind deutsche Linke nur dann mit sich zufrieden, wenn sie scheitern?

Marvin Chlada: Sechs Gedichte und zwei Bilder. Vorabdruck aus: Die schöne Verwirrung des Lebens.

Tagebuch. Unter anderem: Wie Hut-Film ins Stadttheater kam.

Carl Korte: Kartenkontrolle. Reporter Willi Wattis im Einsatz. Der Heimatdichter Beriant Kikimann sollte seinen Naturzyklus „Das große Entsetzen“ vortragen. Aber da war doch auch noch die Frau Laufpasser!

DER METZGER Nr. 102 (Oktober 2012)

(3 Euro)

Helmut Loeven: Das wird nix mit Peer Steinbrück. Ist der SPD-Kandidat überhaupt ein Kandidat der SPD? Das wird oft gefragt. Steinbrücks Nachteil: Er vertritt die Politik, mit der Schröder sich unbeliebt machte. Steinbrücks Vorteil: Die Leute haben ein schlechtes Gedächtnis.

Atomwaffen: Hat es auch Methode, es ist doch Wahnsinn. Auch nach dem „Ende des Kalten Krieges“ bleiben Atomwaffen in Deutschland stationiert. Sie werden noch „gebraucht“.

Nachrichten.

Jakop Heinn: Von Steigbügelhaltern und Profiteuren. Hitler im Düsseldorfer Industrie-Club 1932. Industiekonzerne und Banken unterstützten Hitler nicht nur, weil er ihnen versprach, den Marxismus auszurotten und die Gewerkschaften zu zerschlagen, sondern auch, weil er ihnen einen Weltkrieg versprach, von dem sie auch profitierten. Über ein Buch von Ulrich Sander über die Verbrechen der deutschen Wirtschaft 1933-1945.

Max Reinhardt: Herzschuß. Der Konflikt zwischen Regierung und linker Guerilla auf den Philippinen aus der Nähe betrachtet. Heiligt sozialistischer Zweck die verdrehte Wahrheit?

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Der Lateiner hat das Wort; Der vierte Platz bei der Olympiade; Brückenabriß, Anne im Spiegel; Das Teller? Die Haus? u.a.

Antworten.

Lütfiye Güzel: Herz-Terroristin. Sieben Gedichte.

Tagebuch.

HEL (Herbert Laschet-Toussaint): Auf den Gassen von Athen. Gedicht.



DER METZGER Nr. 101 (August 2012)

(3 Euro)

Jakop Heinn: Deutschland ist die erste Bürgerpflicht. Jürgen Elsässer freut sich über das Gegröle und Gejohle anläßlich der internationalen Fußball-Turniere. Denn daraus, so meint er, erwächst der Neo-Nationalismus. Der von Elsässer gepriesene Patriotismus ist ein Gefühl losgelöst von Bewußtsein und Reflexion. Er ist benutzbar.

Helmut Loeven: Palästina falsch verstanden. Die säuberliche Unterscheidung von Antisemitismus und Antizionismus ist eine Legende linksdeutscher Realitätsverweigerung. Die einen sehen überall Antisemiten, auch da, wo keine sind. Die anderen sehen nirgendwo Antisemiten, auch da nicht, wo sie offen in Erscheinung treten. Der „Schwarze September“ wurde aus der deutschen Neonazi-Szene unterstützt.

Helmut Loeven: Einer macht Panik. Über den Versicherungsvertreter Raffelhüschen. Die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ ist eine Zusammenkunft ideologisch verblendeter Quacksalber.

Lina Ganowski: Immer noch: Deutscher Herbst. Nach dem Prozeß gegen Verena Becker weiß man über das Buback-Attentat so wenig wie vorher. Für die Suche nach der Wahrheit war der Stammheimer Gerichtssaal der ungeeignetste Ort. In der justiziellen Auseinandersetzung des Staates mit der RAF konnte der Gerichtssaal kein Ort sein, an dem es noch irgendwie um die Wahrheitsfindung geht.

Eklat“ im Niedersächsischen Landtag. Zu einem Eklat kam es, als der SPD-Fraktionsvorsitzende Stefan Schostock die Formulierung „institutioneller Rassismus“ verwendete. Er zitierte aus einer DISS-Stellungnahme.

Carl Korte: Trödel in St. Hulda. Aus dem Reporterleben.

Helmut Loeven: D.b.d., d.h.k.P.u.k.e.T. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Auf dem Christopher Street Day in Duisburg war ein Auftritt der „Bandbreite“ geplant. Der neue Abschnitt einer Endlos-Klamotte.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Schlechtes Fernsehen; doofe Partei (Piraten); doofe Wähler (ÜfDüPü); Prosperität in Schilda (die ist nur auf dem Schild da); Sahra Wagenknecht und die Lare; prominente Prominente; Kaffeeklötzchen; Maria im Gefängnis; Wer A sagt muß auch rschloch sagen; Raumordnungspolitik, Deutsches Sprache; Das Lebensglück des Pornografen.

Tagebuch. Darin: 25 Jahre Buchhandlung Weltbühne – und warum das nicht nur ein Grund zum Jubeln ist.



DER METZGER Nr. 100 (Mai 2012)

(Das Jubiläumsheft mit erweitertem Umfang. 5 Euro)

Lina Ganowski: Reitz-Klima. Ist Günter Grass ein Antisemit, weil er die israelische Regierung kritisiert hat? Ausgerechnet Henryk M. Broder, der die Holocaustleugnung legalisieren will, spielt sich als Richter auf. Für die Bundesrepublik ist die Verbundenheit mit Israel Teil der Staatsraison. Die Überwindung des Antisemitismus war es nie.

Nachrichten.

Max Reinhardt: Pastor macht Vielweiberei hoffähig. Quer-Gedanken über den Ersatz-Bundespräsidenten.

Konrad Knurrhahn: Glücksmomente. Noch‘n Gedicht

„Über sowas könnte ich mich kaputtlachen.“ 33 1/3 Fragen an den METZGER-Herausgeber Helmut Loeven, ersonnen von A.S.H. Pelikan und Heinrich Hafenstaedter. Ein langes Gespräch über Anfänge und Weitermachen, wie diese Zeitschrift an so einen blöden Namen gekommen ist, über zu Papier gebrachtes Kabarett, über die Große Verweigerung, über Hölzken und Stöcksken, Lopezzo und Schnack, maoistische Verirrung, steigende und sinkende Auflage, einen kulturpessimistischen Drucker, das Eschhaus, über den Schlafanzug als Arbeitskleidung, Bespitzelung und Observation, Verfassungsschutz, Deutscher Herbst, RAF-Sympathie, Autorinnen und Autoren, über den Unterschied zwischen Kommune und WG, über den Sternbuschweg, über Allen Ginsberg, über frustrierte Linke, über das Fotografieren nackter Frauen, den „schönsten Arsch der Welt“ (Erika oder Stefanie?), über Methoden im Umgang mit der Selbstsicherheit von Ignoranten, über lebenslängliche Abonnements, leere Terminkalender, gezielte Falschmeldungen, über den Nikolaus und über sonstnochwas.

A.S.H. Pelikan: Teil der Materialsammlung für eine Doktorarbeit über die gegenseitige Beeinflussung von „Der Metzger“ und der Deutschen Hitparade oder irgendein anderer Titel...

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Quatschguerilla (der Entenfang als subversive Aktion); Parkplatz der Vorurteile; Aus der Serie: Komische Gespräche; Der Familienvater als Misere; Die Farbe des Geldes (3); Warum ich in der Unter- und Oberprima den Sportunterricht geschwänzt habe oder Liebe, Abitur und Dauerlauf (Barbara, Christina); Pommes-Rochus (oder Pommes-Dubcek?); Romy Schneider; Frei-hei-hei-hei-hei-heit (Das Bedürfnis nach Phrasen, Gauck salbadert und Warum ich die Piratenpartei nicht leiden kann).

Lothar Röse: Novembergedanken. Mai ‘68, 1938 und 1989, 1848 und 1918 oder Welche Lobby hat die Freiheit in Deutschland? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Freiheit und „Volks“- bzw. Pop-Musik?

Lothar Röse: Gauck und das Problem der Freiheit. Noch‘n Essay

Jürgen Ploog: Der blaue Stern am Ende der Nacht. „Es hat Jahre gebraucht, bis er herausfand, daß es auf diesem Kontinent den richtigen Zeitpunkt nicht gab. Es brachte also nichts, in abzuwarten.“

Marvin Chlada: Wörterflucht. Notizen. „Can I bring back the words?“ (Allen Ginsberg)

Carl Korte: Glückwunsch! Gefühlte 100 Jahre Metzger. Eine Jugend in Wanheimerort.

Helmut Loeven: Die Eltern haben nichts zu sagen. Schulaufsatz aus dem Jahre 1965. Die ganze Klasse lachte sich kaputt.

Tagebuch. Das Redaktionstagebuch. Darin: Die Irrungen und Wirrungen des Duisburger Friedensforums – und warum die DFG-VK dieses Jahr beim Ostermarschauftakt nicht dabeisein durfte.





DER METZGER Nr. 99 (Februar 2012)

(3 Euro)

Chronique Scandaleuse. Mit der Einrichtung des Bundesamtes und der Landesämter für Verfassungsschutz 1950 begann eine Chronik der Skandale, Pannen und Merkwürdigkeiten. Eine Übersicht.

Ulrich Sander: Zivilmilitärische Zusammenarbeit. Zusammenspiel von Polizei, Geheimdiensten und Militär. Was haben Politiker mit uns vor, die die NPD nicht verbieten wollen? Die Bundesregierung hält sich alle Optionen für den Militäreinsatz im Inneren offen. Der Sicherheitsstaat wird in dem Maße aufgerüstet, in dem der Sozialstaat abgewickelt wird.

Heinrich Hafenstaedter: Das Duisburger Trinkwasserproblem. Esoterischer Antiimperialismus und adornitischer McCarthyismus in der Grafitti-Schlacht.

Carl Korte: Elefant oder Maus? Reporter Willi Wattis wird von Frau Käferkranz in Anspruch genommen.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Aus der Serie „Komische Gespräche“ (über Spechte); Der Computer als Abenteuer; Über die Schwierigkeiten beim Schreiben pornographischer Texte; Ja, Sie brauchen einen Präsidenten; Der 90. Geburtstag; Komische Häuser; Der Aufstand der Steifftiere beginnt.

HEL (Herbert Laschet-Toussaint): Junge Paare auf Bänken. Nach Brassens/Degenhardt.

Marvin Chlada: Der Dichter als Lumpensammler. Über den Poeten Florian Günther.

Florian Günther: Vier Gedichte über die sich der nächste Bundespräsident sich wahrscheinlich nicht freut.

Tagebuch. Über Carl Weissner.

Axel Monte: Logbuch des beschädigten Lebens. Über das neue Buch von Lydia Lunch „Will work for Drugs“.



DER METZGER Nr. 98 (Dezember 2011)

(3 Euro)

Helmut Loeven: Wo gejubelt wird, fallen Späne. Eine „Wende“ jetzt auch in Libyen. Der Terror-Regierung Gaddafis folgt eine Marionettenregierung.

Anton Maegerle: Im braunen Sumpf. Das Oktoberfest-Attentat 1980 war nicht, wie immer noch glauben gemacht wird, die „Wahnsinnstat eines einzelnen“.

Martin Dietzsch: NPD-Verbot: Sie werden es wieder vermasseln. Die Politiker, die jetzt ein neues NPD-Verbotsverfahren initiieren, haben immer noch nichts begriffen. Das Problem ist nicht, der NPD Verfassungswidrigkeit nachzuweisen; das wäre auch ganz ohne Verwicklung in die Zwickauer Terrorzelle möglich. Wir haben stattdessen ein Geheimdienstproblem. V-Leute füttern die Dienste mit gefilterten Informationen, und die Dienste hören nur das, was sie hören wollen.

Lina Ganowski: Bei un gib kei Naz. Rechtsextremismus und Verfassungsschutz: Wer hat da eigentlich wen unterwandert? Liegt es fern, sich darüber Gedanken zu machen, ob von staatlichen Behörden eine faschistische Reservearmee „für den Ernstfall“ gezüchtet wird? Mit der „Theorie“ vom (rechten UND linken) Totalitarismus wurde den braunen Bataillonen die Straße freigeschwafelt.

Ulrich Sander: Wir wehren uns schon seit Jahren gegen den Terror von rechts. Die antifaschistischen Stellungnahmen, Warnungen und Aktionen der VVN-BdA.

Martin Dietzsch: Beifall für den Bürgerkrieger. Agent dunkler Mächte, Irrer oder „einer von uns“? Die deutschsprachigen Haß-Blogs und die Anschläge von Oslo. „Altermedia“ und „Politically Incorrect“ unter der Lupe.

Dokument: Mikis Theodorakis „an die empörten Bürger Griechenlands und Europas“. „Wenn Sie heute die Opferung der griechischen Gesellschaft zulassen, wird bald die Reihe an Ihnen sein.“

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Der 1. November; Demokratie (bürgerliche); Falsches Juristenlatein; Seit 79 Jahren arbeitet Dankwart Bumskopp bei Julius Ditters.

Helmut Loeven: Wie sind hier die Leute? „Der Opportunist spielt gern die Rolle des Moralapostels. Das ist seit dem 'Mauerfall' zu einer Seuche geworden.“ Soviel zu Biermann. Der wird einem Degenhardt und einem Kreisler nie das Wasser reichen können.

Bruno Bachler. Helmut Loeven erinnert an den Widerstandskämpfer.

Carl Korte: Der Inline-Kanzler. Reporter Willi Wattis begegnete einem sehr karrieregewillten Jungmannen.

Marvin Chlada: Ehrenwerte Langfinger. 1930 hat der Hobo und Einbrecher Jack Black einen Essay über den Ehrenkodex der Ganoven verfaßt.

Aus aller Welt. Für Busenfreunde und Briefmarkensammler. Außerdem: Carole King zum Siebzigsten!

Foto: Wieder ein Bild vom Wanderweg: Die Marientorschleuse.



DER METZGER Nr. 97 (Oktober 2011)

(3 Euro)

Ratzinger im Bundestag – Hafenstaedter in Kevelaer. Eine Wallfahrt nach Weihrauchcity immunisiert gegen Glaubensanwandlungen: Dackelandacht (im Ernst!), Deutscher Schäferhund bewacht die Krippe, Gewitterkerzen gegen Blitz & Donner, Leuchtmadonna, Neonkruzifix – zum Glück gibt es noch den Ufoverleih.

Marvin Chlada: Die schwarze Glühbirne. 24 Bausteine für eine Verschwörungtheorie. Marvin Chlada findet, daß die Enthüllung über die Bandbreite (DER METZGER 96) noch einige Fragen offen läßt.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Romy Schneiders Karriere; Kretschmann und der KBW; Begenungen mit Menschen in Neudorf; Der Unterschied zwischen Verrückten und Irren; Das Elend der Vollversammlungen; Epikur und die Lebenslust.

Tagebuch. Wieso steht der Broder eigentlich auf der METZGER-Autorenliste? Ein dunkler Fleck in der Geschichte einer an sich doch verdienstvollen Zeitschrift wird besichtigt.

Helmut Loeven: Äpfel, Pflaumen, Birnen. Dreimal sind sie sich begegnet: Einmal, um zusammen Lesen und Schreiben zu lernen, einmal, um das Gesellschaftssystem umzustürzen, und einmal, um sich an Erlebtes und Versäumtes zu erinnern. Eine Liebesgeschichte.

Marvin Chlada: Das nepalesische Reispapier-Abenteuer von Ira Cohen. Eine Episode aus der Geschichte der Undergroundpresse.

Carl Korte Reporterwahn: Stahlhauer Touristik. 20 Jahre nach dem bitteren Aus für Klupponius. Es gibt eine automatische Kartoffelwaschfabrik im alten Bunker unter dem Markt – Stielmann und sein partnerschaftlicher Widersacher Dietz Löhr erobern den offenen Faktor Tourismus.

Foto: Das Feld und die Ferne.



DER METZGER Nr. 96 (September 2011)

(3 Euro)

Jakop Heinn: Gossenreport. Eine weitere Wegmarke des Niedergangs der Frankfurter Rundschau. Die frühere linksliberale Qualitätszeitung leistet sich einen Kommentator, der mit „Geht-doch-nach-drüben“-Parolen um sich schmeißt.

Helmut Loeven: Die letzten Tassen oder Der apologetische Kusselkopp. Beim traditionellen UZ-Pressefest der DKP in Dortmund trat die Zweimannband „Die Bandbreite“ auf. Das gab viel Ärger. Wie kommt es, daß Musiker, die schlechte Musik machen, Sexualität auf unappetitliche Weise „thematisieren“, blödsinnige Verschwörungsphantastereien verbreiten, nicht nur bei linken, sondern auch bei rechten Veranstaltern zu hören sind und sich als nützliche Idioten der rechten Querfrontstrategen erwiesen haben, beim linken Publikum so beliebt sind? Einblicke in den Geisteszustand der linken Bewegung. Dazu gehört der nachlässige Umgang der Linken mit Kultur, die als Nebensächlichkeit betrachtet wird und die nur zur „Auflockerung“ und Stimmungsanheizung dienen soll.

Ein ganzer Rattenschwanz... Die Bandbreite eines Milieus. Über Truther, Verschwörungstheoretiker, Geschichtsrevisionisten, Holocaustleugner, Braun-Esoteriker, Querfrontstrategen und eine Band, die zwischen links und rechts hin und her wandert.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Falsch benutzte Fremdwörter; Die Farbe des Geldes (2); Zebrastreifen; Welterkenntnis; Was war zuerst da: die Revolution oder die Konterrevolution; Und schon wieder: Brigitte Bardot zum Anschauen.

Carl Korte Reporterfieber: „Wie eine Zeitung sich so fühlt“, vor, während und nach dem Lesen.

Tagebuch. Der legendäre Underground-Film „Switch on Summer“ in neuer Gestalt: erstmals mit Ton! Darum heißt er jetzt anders: „Sehreise“. Und er hat jetzt drei Autoren: A.S.H. Pelikan, Helmut Loeven und Heinrich Hafenstaedter.

Les Pères de la Libelle. Neues von Pelikan und Katharina Rutschky.

Foto: Steine.


DER METZGER Nr. 95 (Juni 2011)

(3 Euro)

Lina Ganowski: Alle Macht den Mächtigen. Ob die Vorwürfe gegen Strauss-Kahn zutreffen oder nicht: Auf dem Gebiet der Sexualität ist der Feudalismus noch nicht überwunden. Die sexuelle Verfügung über Frauen ist nicht nur Folge, sondern auch Voraussetzung von Machtverhältnissen.

Helmut Loeven: Ein Meister aus Amerika. In Lybien wird klassischer Kolonialismus praktiziert. Die Kriege, die die kapitalistischen Länder in die Dritte Welt hineintragen, werden nach geostrategischen Kriterien geplant. Es wird erzählt, des Militär werde eingesetzt, um sie Segnungen der Demokratie in die rückständigen Länder zu bringen. Die Menschen dort nehmen solche Segnungen in Kunduz und Abu Ghuraib wahr. Wahrscheinlich hat man den ganzen Demokratie-und-Menschenrechts-Schmu den Leuten in Irak, Afghanistan und Libyen gar nicht erzählt, sondern man verzapft dieses Ammenmärchen für die hiesige Bevölkerung. Wer war Osama bin Laden? Ein unbrauchbar gewordener und in Ungnade gefallener CIA-Günstling.

Herbert Laschet-Toussaint: Ein Gedicht. Auch ohne CIA hätten wir schon genig Probleme.

Christian Uliczka: Was mir in der wegen des Sicherheitsratsbeschlusses schlaflosen Nacht zum Libyenkonflikt eingefallen ist, in viermal fünf Thesen.

Max Reinhardt: 10 Idioten und 1 schräger Vogel oder auch: Ethischer Imperialismus. Der Westen legt Wert darauf, daß die libysche Bevölkerung nicht von Gaddafi, sondern von der NATO bombardiert wird.

Ulrich Sander: Mehr deutsche Kriege verlangen mehr „Reserve ohne Ruh‘“. Zur Wehrreform der deutschen Truppen. Ist die Wehrpflicht wirklich abgeschafft worden? Wird die Bundeswehr wirklich verkleinert? Die kurzfristig verfügbare Truppe wird eher größer. Statt bisher 7000 sollen künftig 10000 im Kriegseinsatz sein. Der Minister deutet an, wie das geschehen soll: „Die Rolle der Reservisten soll gestärkt werden.“ Wehrübungen für Reservisten – das heißt nicht etwa Üben, sondern Kämpfen.

Anton Maegerle: Keine Stimme gegen den Holocaust. Saul Friedländers Dokumentation über Pius XII. und das Dritte Reich ist wieder erschienen. Eine Buchbesprechung.

Carl Korte Reporterfieber: „Lesen Sie mal vor, Wattiss!“ Die Abenteuer eines Lokalreporters. „Ich antworte nicht, wenn ich gefragt werde. Ich schreibe ohne zu fragen.“ Und: Leidia Laut-Klausse macht den Pilotenschein.

Josef Dünnwald: Aha. Tagträume. Wieder eine Collage.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Wir bleiben im Bahnhof (Neumühler Botschaft für Neudorf); Brauchen wir eigentlich die Tagesschau; Lotharstraße schöne Straße; Brigitte Bardot zum Anschauen; Wörter zum Schimpfen; Die MüllPD und das Volk als Ersatzdroge; FDP: Fast drei Prozent; „Bandbreite“ auf der Schmalspur; Aus wieviel Teilen muß ein Bikini bestehen?

Foto: Der Bach im Wald im Gegenlicht.



DER METZGER Nr. 94 (März 2011)

(2,80 Euro)

Helmut Loeven: Butter auf dem Kopf. Als Minister ist er zurückgetreten. Als Liebling ist er immer noch im Amt: Baron Karl-Theodor von & zu Guttenberg ist ein „hervorragender Politiker“. Das sagen alle. Warum sagen das alle? Weil alle das sagen. Der Grund seiner Beliebtheit ist seine Beliebtheit. Das sind die Tautologien des Macht-Spektakels.

Jakop Heinn: Unterdessen... Von dem, was da gerade in Ägypten und Libyen vor sich geht, hat das hiesige Publikum zwar wenig Ahnung, aber eine fertige Meinung. Aber führt der Sturz einer Diktatur eigentlich immer und automatisch zu besseren Zuständen?

Helmut Loeven: Der Erdenwunder schönstes? Am 13 August 2011 wird mit nationalem Ernst und scheinheiligen Reden an den 50. Jahrestag des Mauerbaus erinnert. Eine vorweggenommene Antwort.

Dokument: „Der gefährlichste Staat der Welt“. Stephan Hermlin am 17. August 1961 in einem offenen Brief an westdeutsche Schriftsteller.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Akademische Weihen von Spitzenpolitikern; Die Farbe des Geldes (Wie reich sind die Reichen? Und Reichtum für alle bedeutet nicht, daß jeder viel Geld hat, sondern daß niemand viel Geld braucht); Lolita; Galerie der Buhmänner: Hadayatullah Hübsch und Peter-Paul Zahl; komische Häuser.

Tagebuch. U.a.: Die METZGER-Frühgeschichte in der wissenschaftlichen Betrachtung.

Carl Korte (Motte): Erinnerungen an den Bott.

Anna Driba: 5 Gedichte, 4 Bilder. Katapultocrux, Gruppfrascha, Helicobakter – Helenes Phlox!

Geographie der Lust: Sydney + Rom = eine schöne Kehrseite.

Foto: Die Verzweigtheit des Vorfrühlings.



DER METZGER Nr. 93 (Januar 2011)

(2,80 Euro)

Jakop Heinn: Von Fluten und Schleusen. Jürgen Elsässer hat ein neues Spielzeug: das Monatsmagazin „Compact“. Ein Mann geht seinen Weg – immer weiter nach rechts.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Die Zeitungen spotten über die Streithennen Alice Schwarzer und Kristina Schröder (wie groß ist eigentlich der Unterschied zwischen den beiden?); Woran denken Männer, wenn sie an „das Eine“ denken; Wer nichts zu verbergen hat ist ein Idiot – manche Leute sind nur deshalb für die Freiheit der Meinung, weil sie sich davon nicht Schutz vor Zensur, sondern vor Kritik versprechen; Manche Wörter sind „letztendlich“ „im Grunde“ „zunehmend“ „total“ überflüssig; Schwester Edith und ihre Schwärmereien.

Antworten. Unzufrieden mit der Frankfurter Rundschau.

Les Pères de la Libelle. Neues von und über Herbert Wehner, Brecht, Heinrich Hannover, Lorenz Knorr, Kurt Gossweiler, Guy Debord.

Konrad Knurrhahn: Briefe an Arthur (11).

In memoriam Hansjürgen Bott.

Hansjürgen Bott: Duisburg, Fröbelstraße, als die BRD noch jung war und andere Geschichten aus dem Nachlaß.

HEL (Herbert Laschet-Toussaint): Eine Collage.

Josef Dünnwald: Eine Collage.



DER METZGER Nr. 92 (Oktober 2010)

(2,80 Euro)

Lina Ganowski: Resonanz. Wenn Thilo Sarrazin seine Sauereien unters Volk bringt, sind Henryk M. Broder und Alice Schwarzer auch nicht weit.

Helmut Loeven: Die In-die-Schuhe-Schieber. Plädoyer für eine harte Linie: Dem Rassismus ist mit Argumenten nicht beizukommen, sondern mit Sanktionen. Rassisten sind Untertanen. Untertanen gehorchen nicht bloß der Obrigkeit, sondern vor allem der Konvention. Die Zivilisiertheit dieser Gesellschaft ist davon abhängig, daß es ein existentielles Risiko mit sich bringt, niederen Instinkten freien Lauf zu lassen.

Jakop Heinn: Die Welt als Wille und Elsässer. Jürgen Elsässer hat herausgefunden, warum es immer noch Kapitalismus und immer noch keinen Kommunismus gibt: Weil die Linken nicht mit dem Volk marschieren wollten und lieber eine Minderheit sein wollten. Er fordert: „Nie wieder 68“.

Lina Ganowski: „Ja, wir sind gut.“ In dem Geraune über die Zuwanderer kommt eine Unsicherheit zum Vorschein, die mit dröhnender Selbstgefälligkeit überspielt wird. Was die Deutschmenschen nicht gern sehen: daß Integrationsdefizite zwei Seiten haben. Die Frage ist doch nicht, ob „wir“ uns „denen“ oder „die“ sich „uns“ „anpassen“ müssen. Alle müssen sich auf veränderte Verhältnisse einstellen.

Ulrich Sander: Todestunnel und Lebenshalde. Ulrich Sander (Dortmund) als Fremdenführer durch die „Kulturhauptstadt“ Ruhrgebiet. „Das Image ändern? Warum eigentlich?“

Helmut Loeven: Leberwurst. Svende Merians Kultseller „Tod des Märchenprinzen“ ist im Axel-Springer-Verlag wieder erschienen. Über Klageweiber-Literatur und weibliches Selbstmitleid, das sich den Anstrich einer gesellschaftspolitischen Debatte umhängt. Und: Worüber Männer reden, wenn sie unter sich sind.

HEL (Herbert Laschet-Toussaint): Etwas kurz geraten, etwas breit gebaut. Gedicht.

Les Pères de la Libelle: Eine neue CD von Pelikan, ein Buch von Pascal Beucker und Anja Krüger und die Wiederauferstehung der Olympia-Press.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Über die Duisburger Topografie im Schimanski-Tatort; Kulturhauptstadt 2010: Löwen zerfetzen ein Sofa; Alice Schwarzer rettet dem Dativ; Was bedeutet eigentlich „V.i.S.d.P.“? (nicht, was Sie glauben).

Konrad Knurrhahn: Briefe an Arthur (10).

Max Reinhardt: Hatte Goethe einen Opa? Beschäftigungstherapie für Germanisten.

DFG-VK Duisburg: Werde nie Soldat. Steh lieber stramm bei mir (make lust not war).




DER METZGER Nr. 91 (August 2010)

(2,80 Euro)

Jakop Heinn: Lernt rechnen! Über die unsinnige Behauptung, die Linkspartei hätte in der Bundesversammlung dem CDU-Kandidaten Wulff zur Mehrheit verholfen und die Merkel-Westerwelle-Regierung vor dem Sturz bewahrt, und über das alberne Ansinnen an die Linkspartei, sie hätte für Gauck (ausgerechnet für den!) stimmen sollen. Die SPD meint immer noch, die Mandate der Linkspartei würden eigentlich ihr zustehen.

Lina Ganowski: Rauchverbot in Einbahnstraßen. Eine Enthüllung. Der Ruf nach einem Verbot von Kopftüchern, Schleiern und Burkas ist fuchteliger Aktionismus. Der vorgebliche Widerstand gegen die Unterdrückung von Frauen mit morgenländischem Hintergrund übertüncht unvollkommen rassistische Wallungen, wie ein Blick in Internetforen zeigt. Islamistische Haßprediger hätten heute weniger Zulauf, wenn wir den deutschnationalen Haßpredigern beizeiten das Maul gestopft hätten. Die fragwürdige Botschaft: „Eure Väter, Männer Brüder schreiben euch vor, was ihr anziehen müßt. Das ist Unterdrückung. Wir schreiben euch vor, was ihr nicht anziehen dürft. Das ist Befreiung.“

101 Ways with Tuli Kupferberg. Eine Text-Bild-Collage zur Erinnerung an den Freak-Poeten.

Heinrich Hafenstaedter: Hühner in schwarz-rot-gold. Bildreportage über den Fahnentuch-Patriotismus anläßlich der Fußball-Weltmeisterschaft. „Wer kein Selbstbewußtsein hat, braucht Nationalbewußtsein.“

Ludger Baack: Denis Goldberg: Der Auftrag. Ein Leben für die Freiheit in Südafrika. Denis Goldberg, als Sohn jüdischer Auswanderer 1933 in Kapstadt geboren, ist ein enger Mitkämpfer von Nelson Mandela und verbrachte wie er viele Jahre in Gefängnissen des Apartheid-Regimes. Seine Lebenserinnerungen stellte er bei einer Lesereise durch Deutschland vor.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Realpolitik ist die Kunst des Unmöglichen – Assoziationen zur Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg; Transit – der Argwohn von DDR-Beamten gegenüber jemandem, der in Westdeutschland freiwillig Kommunist ist; Was sagt uns sie Kunst in der heutigen Zeit? Muß man verstehen, wieso statt einer Antwort auf diese Frage wieder eine Liebesgeschichte erzählt wird?

Marvin Chlada: Rausch der Utopie. Eine Begegnung mit Karola Bloch. 1992 besuchte Marvin Chlada die Witwe Ernst Blochs in Tübingen und merkte, daß diese Frau zu Unrecht im Schatten ihres berühmten Mannes stand.

Claude Chabrol zum Achtzigsten. Zitate.


DER METZGER Nr. 90 (Mai 2010)

(4 Euro)

Extra-Ausgabe (40 Seiten): Proletarier aller Länder, vereinigt Romeo und Julia!

Frieden der Geschlechter, ziviler Ungehorsam in der Sexualität.

Helmut Loeven: Wechselstrom oder Die Liebe in den Zeiten des Telefons. Eine Liebesgeschichte.

Lina Ganowski: Das Bier in dieser Kneipe schmeckt mir nicht mehr. Dokument aus einem Internet-Forum. Thema: Darf man für jemanden, der Selbstjustiz übt, Verständnis haben, wenn es um „sexuellen Mißbrauch“ geht? Der Rechtsfrieden wird nicht nur von denen gefährdet, die gegen das Gesetz verstoßen. Denen ist in die Parade zu fahren, die, weil sie glauben, das vermeintlich Gute zu ihrer Sache gemacht zu haben, auch glauben, die Lizenz zum Berserkern zu besitzen. Noch keiner Gesellschaft ist es gelungen, mit dem Sexus Harmonie zu finden. Die Opfer-Täter-Situationen sind Ausdruck des sexuellen Elends, das uns umgibt.

Helmut Loeven: Der Aufstand. Alice Schwarzer bekennt heute, die Frauenbewegung der 70er Jahre sei „nicht zuletzt aus Protest gegen die Linke“ entstanden. Aber ist es nicht eher so, daß die Linke der 50er, 60er und 70er Jahre ein Aufstand war gegen das, was heute von Alice Schwarzer verkörpert wird: Langeweile, Spießigkeit, Prüderie und Kasernenhof?

Helmut Loeven: Dem Hansi seine Olle. Erinnerungen an eine freie Theatergruppe.

Lina Ganowski: Sie müssen nicht was sie tun. Die sexuellen Übergriffe auf Schutzbefohlene in katholischen Erziehunseinrichtungen paßt eigentlich ganz gut zur schwarzen Pädagogik. Den Angegriffenen gelingt es, den Spieß umzudrehen und den Furor gegen die Sexuelle Revolution zu wenden. Ausgerechnet katholische Fundamentalist(inn)en spielen sich als die wahren Kinderschützer auf und können sich auf Alice Schwarzer berufen. Gegenthese: „Das Problem sexuellen Mißbrauchs kann nicht gelöst werden durch Eindämmung der Sexualität, sondern durch ihre Befreiung und Kultivierung. Nicht die unterdrückte, sondern nur die freie Sexualität kann gewaltlos sein.“

„Action im Einklang mit einem gesunden Volksempfinden“. Katharina Rutschky über Alice Schwarzer (Zitate).

Erika Birth: Er wohnt nebenan. Der erste Liebeskummer.

Helmut Loeven: Spuren. Die verlassenen Orte der Liebe.



DER METZGER Nr. 89 (Mai 2010)

(2,80 Euro)

Heinrich Hafenstaedter: Genosse Hermann hat einen Meiser. Der Duisburger Lokalpolitiker Hermann Dierkes (Die Linke) findet es offenbar gar nicht gut, daß endlich ein wenig Gras über seine Israel-Boykott-Äußerungen gewachsen ist. Unterdessen liegen die Denunzianten auf der Lauer, um die Affäre auszuweiten und den Sturm im Fettnäpfchen wieder anzufachen. Eifrig dabei ist Thomas Meiser. Der war schon ein schlechter Journalist, als er noch für Printmedien schrieb.

Jakop Heinn: Jürgen Elsässer hat ein Königlich Bayerisches Amtsgericht. Nachdem er sich um Kopf und Kragen geschrieben hat, muß der Links-nach-rechts-Akrobat Jürgen Elsässer sein neues Publikum mit immer neuen Sottisen versorgen, zum Beispiel mit einem Plädoyer für den Schlägerbischof Mixa.

Hadayatullah Hübsch: Notstandsgedicht.

Heinrich Hafenstaedter: Plakatwerbung 2.0. Die „Bürgerbewegung Pro-NRW“ hat dauernd Ärger. Aber ihr steht jetzt die „Bewegung Bürger für Bürgerbewegung“ (BBB) zur Seite. Die hatte eine bürgerbewegende Idee: Plakate werden nicht mehr an Laternen gehängt, sondern auf die Erde gelegt.

Galerie der Buhmänner: Jupp Angenfort. Am 13. März 2010 ist Jupp Angenfort 86jährig gestorben. Der Rückblick auf das Leben eines Antifaschisten ist zugleich eine Anklage gegen die Staatsgewalt der Bundesrepublik. Dazu Stellungnahmen von Ulla Jelpke und Guntram Schneider.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Sagen Sie mal: Bumm; War Carl Schmitt ein Nazi? Gegen den Pragmatismus; Demonstrationen, bei denen die Stimmung angeheizt werden muß; Kaffee! Kaffee! Kaffee! Wer Bischof sein will, darf nicht Mixa heißen; Stalin in Moskau.

Der fliegende Koffer. Das irische Kochbuch von Hansjürgen Bott ist sehr zu empfehlen.



DER METZGER Nr. 88 (Februar 2010)

(2,80 Euro)

Jakop Heinn: Fuß auf der Bremse. Die DKP will für den Landtag von Nordrhein-Westfalen nicht so richtig kandidieren.

Helmut Loeven: Wie die MüllPD den Kalten Krieg gewann. Das Freudenfest der Bildzeitung (Deutscheeinheit, Mauerfall) hält auch die MLPD für etwas Erfreuliches. Sie glaubt, „das Volk“ (?!) hätte gewonnen. Doch was folgte der Einverleibung der DDR und was ging ihr voraus? Erinnerung an die heiße Phase des Kalten Krieges 1979 bis 1989.

Heinrich Hafenstaedter: Die Deutschen sind doof. Fast könnte man meinen, es gäbe etwas zu feiern 20 Jahre nach der „friedlichen Revolution“. Der Blick auf die Realität sollte eines besseren belehren. Doch auch bei den Linken ist nach 20 Jahren die Verwirrung nicht gewichen.

Anton Maegerle: Neonazis im „schwarzen Block“. Die Autonomen Nationalisten. Sie kleiden sich wie Linksautonome, tragen Palästinensertücher und treten bei Demonstrationen als „schwarzer Block“ auf: die Autonomen Nationalisten. Eine Buchbesprechung.

Café Tucholsky. Am 18. Oktober 2009 geschah, was vorauszusehen war: Der Schriftsteller, METZGER-Herausgeber und Liebling der Götter Helmut Loeven wurde 60 Jahre alt. Zur Feier des Tages wurde eine kabarettistisch-musikalische Revue veranstaltet mit Rolf Menrath, A.S.H. Pelikan, Hansjürgen Bott, Peter und Marita Bursch. Bildreportage.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Themen diesmal: Henryk M. Broder, Andrea Nahles, Willy und Willi, Ho Tschi-Minh, Coitus interruptus, Lazy Sunday, Schwarzhaarige Lady, Personalpronomen und ein Idiot.

Helmut Loeven über Hans Raßmes.

Der fliegende Koffer. Die neuen CDs von A.S.H. Pelikan und Marita Bursch sind sehr zu empfehlen.

40 Jahre Grüne Kraft in drei Längen. Werner Pieper macht weiter.

Fidel Castro: ALBA und Kopenhagen.

Konrad Knurrhahn: Briefe an Arthur (8).

Lina Ganowski: Zehn Zylinder sind bequem... für das Dezimalsystem. Vorschlag für eine Mathematik-Reform, aus der aber bestimmt nichts wird.

Max Reinhardt: Wo ist hier der Chef, zum Kuckuck nochmal? Das Internet wird 40, aber wem soll man gratulieren?




DER METZGER Nr. 87 (Oktober 2009)

(2,80 Euro)

Jakop Heinn: Trick 17. Die „Piratenpartei“ kann man in der Pfeife rauchen.

100 Jahre Woodstock (5): Chicago. Der „Summer of Love“ war auch ein Summer of Hate. Das Establishment schlug zurück. Dokumente und Informationen über einen Prozeß von 1969.

Sittlichkeit und Kriminalität. Lina Ganowski und Helmut Loeven über die Rache des prüden Amerika an Roman Polanski.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Aus der Geschichte der Musik; Bürgergefühle; Verkehrsampeln.

Max Reinhardt: Soldaten SIND Mörder. Die Bundeswehr in Afghanistan erlebte und verursachte einen „Zwischenfall“.

HEL (Herbert Laschet-Toussaint): Asien. Noch ein Gedicht.

Hansjürgen Bott: Ich möchte so gerne heute Abend Fisch essen gehen. Über das schöne Irland.

Fidel Castro: Pittsburgh und das Gipfeltreffen von Margarita.

Konrad Knurrhahn: Briefe an Arthur (7).

Pretty Woman: Brigitte Bardot. Über den Widerspruch von Aussehen und Ansichten.

DER METZGER Nr. 86 (August 2009) 

(2,80 Euro)


Offener Kanal für Rassisten?“ Bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung sind die „antideutschen“ Neocons eingefallen.

Heinrich Hafenstaedter: Diesen Blick braucht Europa. Ein Plakat der CDU zur Europawahl gibt Rätsel auf.

Anton Maegerle: Denkanstöße. Ein Buch erinnert an den Wissenschaftler und Publizisten Alfred Schobert.

Alle meine Entchen. Darum: SPD. (Oder CDU). Die Projektgruppe Pudding und gestern (PGPG) greift in den Wahlkampf ein („doof“, „bekloppt“, „Idiot“).

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. 100 Jahre Woodstock (1) (hinterher hat Konkret vorher schon alles besser gewußt); 100 Jahre Woodstock (2); Ich unterschreibe keine Pro-Hamas-Aufrufe; Sie Sprache der Kaffeetassen; 99 Jahre kein Woodstock mehr.

Konrad Knurrhahn: Briefe an Arthur (6).

100 Jahre Woodstock (3): Summer of (G)Love. Der WDR-Lokalzeit-Bericht über die Botschafter der Woodstock-Nation und Ur-Kommunarden Helmut Loeven, Peter und Marita Bursch – jedes Wort, jedes Bild.

100 Jahre Woodstock (4): Sin or Salvation. Historischer Comic-Strip aus „Young Lust“ (1970).

Lina Ganowski: „You can just...“ Wie die Sängerin und Schauspielerin Madonna bei den Revolutions- und Sittenwächtern Rußlands tiefe Sorgenfalten verursachte – oder ist das bloß eine Spiegel-Ente?

Aus aller Welt. Die Boyd-Sisters als Musen und die nackte Frau am Fenster im dritten Obergeschoß.


DER METZGER Nr. 85 (Mai 2009)

(2,80 Euro)

Jakop Heinn: Oststraße bleibt Oststraße oder Die Freiheit und die Butter. Daß die DDR die Hölle auf Erden und die „zweite Diktatur“ war (wieso „zweite“?), wollen manche glauben machen, aber viele nicht glauben. In der „Ostalgie“ steckt ein Rest von Vernunft. Von den 16- bis 17jährigen Schülern im Westen haben die meisten keine Ahnung von der DDR. Aber wenn staatbürgerlicher Unterricht hier einschreitet, haben sie am Ende noch weniger Ahnung.

Eberhard Przyrembel: Was verteidigt die NATO? Rede bei der Auftaktkundgebung des Ostermarsches 2009 in Duisburg.

Marvin Chlada: Rettet Snoopy! Manche Leute haben Probleme mit Hunden. Aber dadurch haben alle Probleme mit Nachbarn.

Martin Dietzsch: Blühende Landschaften: Duisburg-Hochfeld. Eine Fotoreportage. Ein Stadtteil wurde zur „Hartz-IV-Ecke“, und die Leute versuchen, irgendwie darauf zu reagieren.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Über Rotkehlchen, Haselmäuse, Rosinenstütchen und „die netteste Frau der Welt“.

Antworten. An GMX-Magazin und Café Critique.

Helmut Loeven: Tatsächlich wahre Geschichten aus dem Leben, die auch wirklich passiert sind. Unglaublich, aber wahr: Barbara ist in der Stadt; Besuch bei Dr. Roth; In der Schweiz; Ich entferne mich unauffällig.

DER METZGER Nr. 84 (April 2009)

(2,80 Euro)

Christian Uliczka: Die NATO muß weg. Nur: wie macht man das? Die NATO ist und bleibt ein Haupthindernis für den Frieden in der Welt.

Helmut Loeven: Gegen die Objektiven. Streitschrift gegen die Sympathien der deutschen Linken für Hamas und sonstige reaktionäre „Antiimperialisten“. „Die Geschichte der kommunistischen Bewegung lehrt, daß selbst die intelligentesten Menschen zu den größten Dummheiten fähig sind.“ Das ist heute leider nicht anders als früher. Wie kann es sein, daß es ausgerechnet Linke sind, die die Grenze, die die Zivilisation vom Antisemitismus trennt, durchlöchern? Mit einem Exkurs über die Affäre um Hermann Dierkes.

Dokument: In der UZ widersprach Robert Steigerwald der kurzschlüssigen These, daß der Feind meines Feindes mein Freund sein müsse.

Galerie der Buhmänner: Helmut Loeven: Der Frosch. Hans Imhoff zum Siebzigsten. Vor dem Philosophen, Schriftsteller, Klassenkämpfer und Aktionskünstler Hans Imhoff war kein Premierenpublikum sicher.

Schöne Bilder: Der 11. Mai – Surrealistic Glove. Underground-Film: Von den Experimental- und Avantgarde-Filmen von Hut-Film sind die besten jetzt auf zwei DVDs neu zugänglich. Ein Bilderbogen.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Ackermann ist selber dran; Der Verrückte ist mit dem ganzen Geld stiftengegangen; Schwierigkeiten mit den Frauen.

Marita Bursch: „Er kriegt eine Glatze“. Endlich erscheint die CD mit Songs von Marita Bursch. Hier ein Vorabdruck.

Pretty Woman: Beate O. (nackt).

Aus aller Welt. Hoffentlich Allianz-versichert; Beate O. als Wettkampfsportlerin; Wie Kate Winslet sich selbst sieht.

DER METZGER Nr. 83 (Februar 2009)

(2,80 Euro)

Heinrich Hafenstaedter: Joseph Ratzinger, der Rauch Satans und Tinte aus Blut. Die ultra-reaktionären Positionen der Pius-Bruderschaft waren dem Papst wohl bekannt, als er sie in den Schoß der Kirche wieder aufnahm. Der Antijudaismus ist Kern ihrer Glaubenslehre. Ihnen schwebt ein christlicher Ideal-Staat vor, vergleichbar mit der Franco-Diktatur.

Jakop Heinn: Der schon wieder... Über die Volksfront-Träume des Jürgen Elsässer, über die die NPD entzückt ist.

Lina Ganowski: Gaza und die Identität. Die Hamas-Freunde in den Reihen der deutschen Linken haben nicht bloß eine falsche Taktik, sondern ein echtes Identitätsproblem. Der Nahost-Konflikt als Stellvertreter-Krieg für die zwei Seelen, die in der deutschen Brust wohnen.

Jakop Heinn: Schote running. Der „Rote Webmaster“ macht den Kapitalisten und ihren Handlangern einen Strich nach dem anderen durch die Rechnung. Neue Ackermann-Schoten.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Junge Frauen in der Straßenbahn; Obama und die Jugend von heute; Der Weltraum; Der Dachschaden der SPD (Clement); Kugelgestalt der Erde; Heimatlose Emanzen wollen debattieren.

Helmut Loeven: Peinlich, peinlich. Man sollte doch immer aufpassen, wo man hintritt. Und man sollte sich nicht ein X für ein U (einen Kerschhofer für einen Tucholsky) vormachen lassen.

Konrad Knurrhahn: Briefe an Arthur (5).

Les Pères de la Libelle. Aufbau Verlag, Krahl, Castro, Hood, Gietinger.

Tagebuch. Wie Thomas Becker in der WAZ und Ulrich Sander in der UZ das Buch von Helmut Loeven „Der Gartenoffizier“ empfahlen.

Fidel Castro: Die Ameise und der Elefant.

DER METZGER Nr. 82 (Oktober 2008)

(2,80 Euro)

Martin Dietzsch: Keine Partei wie jede andere. Die Innenminister der Länder sind mehrheitlich gegen ein neues NPD-Verbotsverfahren. Das ist nicht überraschend, aber deshalb nicht weniger fatal.

Gefahr für den Frieden. Der Konflikt um Georgien ist eine neue Station im wieder beginnenden Kalten Krieg.

Jakop Heinn: Jahrestage. Die Männer des „Prager Frühlings“ sollten sich mal entscheiden, wofür die gelobhudelt werden wollen.

Helmut Loeven: Hier können Familien Kaffee kochen. Die SPD ist ein Apparat, der dermaßen kaputt ist, daß man selbst mit einer Reparatur nur noch grüßeren Schaden anrichtet.

Die Duisburg City Poetry All Stars sind nicht kaputtzukriegen. Rolf Menrath, A.S.H. Pelikan, Hansjürgen Bott und Helmut Loeven traten im HundertMeister mit neuen Texten auf.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Bürgerliche Politiker, die glauben, was sie sagen; MüllPD und Ackermann halten die Welt in Atem; Dem BND-Chef hat der RAF-Film nicht gefallen.

Konrad Knurrhahn: Briefe an Arthur (4).

40 Jahre DER METZGER. Alle 195 METZGER-Autoren in einer Liste. Erstaunliches.

Les Pères de la Libelle. Mao, Arnold Hau, Wochenzeitung Freitag.

Fidel Castro über Salvador Allende.

DER METZGER Nr. 81 (März 2008)

(2,60 Euro)

Helmut Loeven: Da ein Lied von. Landtagswahl in Hessen: Ypsilanti hurra – und dann wurde doch nix draus. Wie die SPD sich selbst in die Zwickmühle manövrierte und wie die Linkspartei allen die Tour vermasselt (hoffentlich nicht am Ende sich selbst).

Jakop Heinn: Steuern nur noch auf freiwilliger Basis. Überlegungen zum Fall Zumwinkel/Liechtenstein: Könnte man das Phänomen Steuerhinterziehung nicht dadurch aus der Welt schaffen, indem man es den Leuten überläßt, ob die freiwillig Steuern zahlen und den Nicht-Zahlern jegliche öffentliche Leistung entzieht? Aber nein! Dann wären die Neoliberalen am Ziel.

Ulrich Sander: Fehler korrigieren. Das Panorama-Interview mit der Landtagsabgeordneten Wegner hat Defizite im Geschichtsbewußtsein der DKP sichtbar gemacht.

Schon seit 20 Jahren Wissenschaft gegen den Strich. Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) feierte Geburtstag. Das DISS und seine Gegner – rechts und „links“.

Rolf Menrath: Drei Gedichte.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Fischer, Koch, Clement, Genscher. Die MLPD hat Trotzki durchschaut. Heiligabend. Durchlauserhitzer.

Marvin Chlada: Heavy Metal in den Bundestag? Vor 14 Jahren schrieb der damalige Außenminister in spe Joschka Fischer einen Satz in ein Buch, aber jetzt wollen wir endlich mal erfahren, was er damals eigentlich sagen wollte.

Hansjürgen Bott: Duisburg-Hochfeld, Wanheimer Straße. Die Wanderung durch Vergangenheit und Gegenwart dieser denkwürdigen Straße eröffnet Zukunfsaussichten, die manchmal etwas beklemmend sein können. „Still on the blues.“

Konrad Knurrhahn: Briefe an Arthur (3).

Les Pères de la Libelle. Die Medien-Revue. Homilius-Verlag, Rotbuch-Verlag, März-Verlag.

Die Wunderlampe ist ein Corpus Delicti. Wie eine wildgewordene Rechtsanwältin gegen die Buchhandlung Weltbühne vorging (nicht etwa, wie man meinen könnte, um ihre Taschen zu füllen, sondern in tiefer Sorge um die durch erotische Phantasie gefährdete Jugend). „Stein“ des „Anstoßes“ war Laterna Magica von Guido Crepax. Am Ende war der Sittenlockerung dann doch nicht beizukommen. Denn: Wer sich wehrt, macht es nicht verkehrt.


DER METZGER Nr. 80 (Oktober 2007)

(2,60 Euro)

Felix Oekentorp über Bundeswehr-Werbung. Die Bundeswehr macht sich die Massenarbeitslosigkeit zunutze und dringt in die Schulen ein.

Helmut Loeven: Der normale Soseinsbestand. In der Konkret-Redaktion ist man nicht immer auf dem Stand der Dinge.

Lina Ganowski: Sankt-Pauli-Nachrichten oder Alles ist vergänglich, auch lebenslänglich. Über die Irrungen und Wirrungen der CSU-Dissidentin Gabriele (Sankt-)Pauli und über den Sinn der Ehe.

Jakop Heinn: Evas Freunde oder „Werte wie Kinder“. Über Eva Herrmann, die sich Eva Herman nennt, und über ihre Claqueure.

DFG-VK Duisburg: Das Zeitalter der Atombombe ist noch nicht beendet.

Konrad Knurrhahn: Briefe an Arthur (2).

HEL (Herbert Laschet-Toussaint): Liebe Frau Streeruwitz. Noch ein Gedicht.

Wolfgang Schmidt: Die Geschichte von der abgehauenen Hand. Über das Konvertitentum in seiner thüringischen Variante.

Running Gag I: Was macht eigentlich der Irre von Neudorf?

Running Gag II: Mister Igelbauer.

DER METZGER Nr. 79 (April 2007)

(2,60 Euro)

Deutscher Herbst 2007:

Helmut Loeven: Kritik und Kriminalität. Die zwei Leben der Ulrike Meinhof. Indem ich die kritische Journalistin verteidige, verteidige ich sie auch gegen ihre zweite Gestalt als RAF-Mitglied. Wenn festgestellt wird, daß die Aktionen der RAF falsch und illegitim waren, bedeutet das noch lange nicht, daß ich mich dem Distanzierungs-Ritual unterwerfen muß. Die Wiederentdeckung der RAF blendet die absichtsvoll vollzogene Selbst-Demontage des Rechtsstaats aus. Die Aktionen der RAF erweisen sich übrigens auch dann als falsch, wenn man sie an ihren eigenen Maßstäben mißt.

Lina Ganowski: Krokodile. „Daß es sich bei den Gefangenen aus der RAF nicht um politische Gefangene handelte, sondern um ‚Mörder‘ und ‚gewöhnliche Kriminelle‘, war wohl mehr eine ständig wiederholte Haßtirade als eine rechtspolitische Aussage. Die Verfolgung der RAF war eine als Kriminalitätsbekämpfung getarnte Gesinnungsbekämpfung. Der Schein wird gar nicht mehr gewahrt. Es ging und geht wieder und die Kriminalisierung antikapitalistischer Positionen.“

Jakop Heinn: Ein Autor suchte sich seine Leser selber aus. Uwe Nettelbeck 1940-2007.

Christian Uliczka: Noch einer aus der Zeit. Warum Biermann die Ehrenbürgerwürde nicht verdient hat.

Weitere Themen:

Helmut Loeven: Prohibition oder Genuß als ziviler Ungehorsam. Was richtet eigentlich den größeren Schaden an: das Rauchen oder die Anti-Raucher-Kampagne? Hinter dem vorgeschobenen Nichtraucher-Schutz kommt ein Lebensbild zum Vorschein, in dem der Mitmensch grundsätzlich als Täter, Verursacher und Gefährder gesehen wird.

Max Reinhardt: Impressionen quer zu 9344 km Fortschritt. Eine Reise. Bericht durch die Windschutzscheibe im Halb-Sekunden-Takt. Gedankenfetzen, die in der nächsten Kurve im Graben landen. Empfindungen, so langlebig wie eine Tankfüllung.

Konrad Knurrhahn: Brief an Arthur.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Elsässer, Steuererklärung, Antideutsche, MLPD, Lenin und Trotzki, LSD ins Trinkwasser, Bücherlesen auf der Parkbank, und der Ewald Lienen ist auch auf der Party.

HEL (Herbert Laschet-Toussaint): Huttens Wiedergang. Ein langes Gedicht.

Plakate aus Nordkorea. Pjönjang alaaf!


DER METZGER Nr. 78 (Januar 2007)

(2,60 Euro)

Ulrich Sander: Wo Skandalfotos ebenso wie Leichen und Befehlshaber verschwinden. Die Armee ohne zivilen Chef. Ist bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr das „primat der Politik“ auf der Strecke geblieben? Weiß das Parlament, daß die „Parlamentsarmee“ Krieg führt?

Erinnerung an Peter Gingold (1916-2006). „Ich hatte 1930 aufgehört, Jude zu sein, 1933 hat mich der Nazi-Faschismus wieder zu einem Juden gemacht. Und so gehöre ich dazu: Ich habe nur mit Glück überlebt, ich bin Auschwitz entronnen. Wir aren alle zum Tode verurteilt. Heute verbindet sich alles mit dem jüdischen Schicksal, das hat nichts mit Religiosität zu tun, aber ich gehöre zu ihnen. Insofern spielt Jüdischsein ständig und immer eine Rolle, ich kann mich nicht davon lösen.“

Helmut Loeven: 50 Jahre KPD-Verbot.

Siegfried Jäger: Alfred Schobert – luzider Intellektueller, avancierter Publizist, politischer Wissenschaftler, Streiter für Frieden und Gerechtigkeit. Eine Würdigung.

Les Pères de la Libelle. Die Medien-Revue: Die Fälschungen der Bettina Röhl; Rückblick auf agit 883; ein Film über Jakob Moneta; Geltungssucht, Selbstüberschätzng und Opportunismus des Wolf Biermann.

Christian Uliczka: Endlich weg mit den Atomwaffen. Vorschlag für eine Orientierung des Ostermarsches.

Rolf Menrath: Vier Gedichte.


DER METZGER Nr. 77 (September 2006)

(2,60 Euro)

Lina Ganowski: Libanon. „Man mag zu dem Schluß kommen, daß Israel den Frieden mehr fürchtet als den Krieg. Man mag über israelische Menschenrechtsverletzungen und israelische Kriegsverbrechen in Libanon sprechen. Man muß es auch. Aber unter einer Bedingung: Wer das Existenzrecht Israels bestreitet oder zur Disposition stellt, wer antisemitische Haßparolen um sich schleudert, wer den Holocaust bestreitet, anzweifelt oder relativiert, dem darf man nicht den kleinen Finger reichen.“

Helmut Loeven: Die Parallelen. In die Kritik aus linken Kreisen an der israelischen Aggression gegen Libanon fließen antisemitische Klischees ein. Etwas subtiler bei Herrn Elsässer (Junge Welt), etwas vulgärer bei Herrn Ackermann („Kommunisten-online“).

Ulrich Sander: Nicht die alten Fehler wiederholen. Ein Leserbrief, den die Junge Welt nicht drucken wollte.

Jakop Heinn: Zizou macht es richtig. Der Kopfstoß von Zinedine Zidane gegen den Italiener Matratzi (oder wie der heißt) war berechtigt. Der Platzverweis nicht.

Ulrich Sander: Deutsche Soldaten bald wieder im Kampfeinsatz gegen den Feind im Innern. Die Rückkehr zum preußisch-deutschen Militärstaat.

„Revolutionäre Tat“. Die Zeitung der „Anarchistischen Tatgemeinschaft“ von 1926 komplett im Faksimile. Der Chefredakteur hieß Herbert Wehner.

Der Anarchist. Herbert Wehner zum hundertsten Geburtstag. Hat sich der Mann, der vom Anarchismus zum Kommunismus und vom Kommunismus zur Sozialdemokratie kam, im Laufe seines politischen Werdegangs eigentlich sehr verändern müssen?

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Über den Einfluß der Gesellschaft auf die Enten im Innenhafen; Der Schornsteinfeger und Dantes Göttliche Komödie; Was macht der Weihnachtsmann im Sommer; Über die unter Physikern umstrittene Theorie, daß man alles (alles!) mit Fett beschmieren muß.

Lina Ganowski: Entenfang. Ein Sommernotat. Über die lustanregende Wirkung sommerlicher Hitze, mit einem Akt-Porträt der Autorin.


DER METZGER Nr. 76 (Mai 2006)

(2,60 Euro)

Lina Ganowski: Knappes Gut im Überfluß. „Die Renten sind in Gefahr“, denn „immer wenige Junge müssen immer mehr Alte versorgen“. Die Lösung: Mehr Geburten! Denn schuld an der Rentenmisere seien die Kinderlosen. Doch diese bevölkerungspolitische Propaganda ist unsinnig und perfide. Tatsache ist hingegen, daß die Rentenfinanzierung nicht durch zu wenig Geburten, sondern durch zu viel Arbeitslosigkeit und zu viele ungeschützte Beschäftigungsverhältnisse gefährdet ist. Es stimmt auch nicht, daß die junge Generation die alte versorgen muß. Die mittlere (erwerbstätige) Generation muß die ältere und die jüngere Generation versorgen, sofern sie überhaupt noch erwerbstätig und nicht schon längst von Transferleistungen abhängig ist. Die Finanzierung der Renten ist keine demografische, sondern eine verteilungspolitische Angelegenheit. Sie hängt nicht von der Entwicklung der Geburtenrate, sondern von der Entwicklung der Produktivität ab. Fazit: Um die Rentenfinanzierung zu sichern, müßte die Geburtenrate rapide gesenkt werden. Die herrschende Politik lenkt von den Ursachen ab: Dem Rückzug des Staates aus der Sozialpolitik folgt die Einmischung des Staates in die Privatangelegenheiten.

Jakop Heinn: Alle Fäden führen nach Duisburg. Diese schöne Stadt scheint zum Sammelpunkt des Sektierertums zu werden.

Christian Uliczka: Kriegstreiber abgestanden. Rede gegen den Irak-Krieg.

Ulrich Sander: „Endlich das Grundgesetz einhalten!“ Die Ostermarschrede.

Manfred Tietz: „Edelweißpiraten schlagen sich gut“ Erinnerung an den Widerstandskämpfer Karl Heinz Winstermann.

Stefan Jacoby: Ohne Orden fühlt sich ein General nackt. Wehrbereitschaft im Terror-Krieg – besser ohne Demokratie? Die Einsätze der KSK sind ein blinder Fleck in der Berichterstattung. Stattdessen findet man Berichte über die regulären Bundeswehreinheiten in Afghanistan, die den Eindruck vermitteln, als handle es sich um einen fast zivilen Polizeieinsatz. Leute wie der (wegen seiner Hohmann-Laudatio) geschaßte General Günzel sind nicht bloß ewig gestrige Kommiß-Köppe, sondern eine Gefahr für Frieden und Demokratie.

Mumia Abu-Jamal ist unschuldig. Der Stand der Solidaritätskampagne.

Helmut Loeven: Tockalooaff bumm. Die Aktiven des Eschhauses trafen sich nach 20 Jahren wieder. Rückblick auf einen Versuch, das Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Erlebnisse im Supermarkt und beim Zahnarzt; Der Papst als Autofahrer; Die Leute, die an die Marktwirtschaft glauben wie an den Weihnachtsmann; Geht man heutzutage noch ohne Spargel ins Theater?

Antworten. Diesmal sind dran: Jürgen Rüttgers, Alice Schwarzer, Günter Ackermann und noch ein paar andere.



DER METZGER Nr. 75 (November 2005)

(2,60 Euro)

Lina Ganowski: Das eindimensionale Parallel-Universum. Alice Schwarzer hat die Bundestagswahl von 2005 kommentiert. Ihr Blick auf die Politik ist von Verblendung und Realitätsferne geprägt. So hält sie die Übertragung der Kanzlerschaft an Angela Merkel allen Ernstes für den „wahren Systemwechsel“. Sie ist nicht fähig, einzusehen, daß die Politik, die mit einer Frau an der Spitze betrieben wird, zu Lasten der Frauen geht. Fazit: Wer Merkel deshalb gewählt hat, weil sie eine Frau ist, ist genauso dumm wie jemand, der sie deshalb nicht gewählt hat, weil sie eine Frau ist.

Jakop Heinn: Die große Biege. Der CDU-Steuermessias Kirchhoff hat nicht nur in der Steuerpolitik fragwürdige Ansichten.

Renate König: Morden für die Ehre. Nicht nur in islamistisch regierten Ländern, sondern auch im Migrantenmilieu der Bundesrepublik riskieren junge Frauen, die über ihr Leben selbst bestimmen wollen, einem „Ehrenmord“ zum Opfer zu fallen. Man sollte aber auch nicht übersehen, daß die Freiheiten einer modernen Gesellschaft kein selbstverständliches Kennzeichen der „westlichen Kultur“ sind, sondern in einem langwierigen Kulturkampf errungen werden mußten und verteidigt werden müssen.

Helmut Loeven: Die Erstbesteigung des Maulwurfshügels ohne Sauerstoffmaske oder Die MLPD am Rande des Nervenzusammenbruchs. Neues aus der Sektenforschung.

Max Reinhardt: Schlachter Maxes Trauerrede auf das Kapital. Ach, wären die Sozialisten doch bei Marx als Lehrmeister geblieben. Und: Wer das Kapital kritisiert, aber von der Warenform schweigt, hat das Thema verfehlt.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Mit dem Autobus nach Rheinhausen. Contra – Reh – Hirsch – Bock!

Helmut Loeven: Die Alleen entlang oder Über den Zusammenhang von Liebe und Städtebau. Was dem Spaziergänger in Duisburger Süden so durch den Kopf ging. Beobachtungen und Erinnerungen, die Liebe und den Städtebau betreffend.

Erika Birth: Als Untermieterin. Eine Liebesgeschichte.

Helmut Loeven: Der wehrkraftzersetzende Eierbecher oder Jeder Mensch ist illegal. In der Reihe „Gelerie der Buhmänner“ ein Porträt des Dadaisten Friedhelm Ripperger (aka „Obelix“), einer der am meisten unterschätzen Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart: „Good old everlasting Muckefuck“.


DER METZGER Nr. 74 (August 2005)

(2,60 Euro)

Helmut Loeven: Wer SPD wählt, wählt Kiesinger oder Warum ich die Linkspartei wähle und warum Sie das ruhig auch tun können. In diesem Aufsatz geht es nebenbei auch um den zustand der SPD, und: warum sich das Mitleid mit ihr in Grenzen halten sollte. Es geht auch um den Zustand der DKP, die sich immer mehr von der politischen Bühne verabschiedet. Soll man nun die „Linkspartei“ (PDS/WASG) wählen? Warum nicht? Etwas besseres gibt es derzeit nicht, und darum ist es gut. Ein Erfolg der Linkspartei wäre kein Durchbruch, kein Sieg, wäre nicht das Morgenrot des Sozialismus über diesem Land, wäre zwar ein Schritt nach vorn, aber kein weiter, ein Geländegewinn, aber kein großer. Aber er wäre ein Zeugnis für den Dissens. Er wäre ein Signal. Signale spielen in der Politik eine sehr wichtige Rolle. Und ein Mißerfolg der Linkspartei wäre auch ein Signal.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Was ist eigentlich das Witzige an einem Witz? Die Pointe ist es nicht. Wer mit der Eisenbahn durch das Ruhrgebiet reist, der kann was erzählen. Der Antikommunismus der „Jungle World“.

Martin Dietzsch: Blühende Landschaften: Krupp Rheinhausen. Fotoserie. Das modernste und produktivste Stahlwerk Europas wurde dem Erdboden gleichgemacht. Die Bilder vermitteln einen Eindruck von den Vernichtungspotentialen des Kapitalismus.

Lina Ganowski: Wie der Forenschreck den Leutnant in den Wahn trieb. Dokumentation einer Diskussion in einem Internet-Forum. Wie die Idee der Großen Verweigerung Unruhe stiftet.



DER METZGER Nr. 73 (Juni 2005)

(2,60 Euro)

Lina Ganowski: Tiere sehen dich an. Darf man Menschen mit Begriffen aus dem Tierreich titulieren, etwa als Gans, Huhn, Ziege, Hund, Heuschrecke? Der famose Herr Wolffsohn verspürt: Antisemitismus! Wenn der so weitermacht, steht er am Ende als Esel da.

Christian Uliczka: Widerstand gegen diese EU-Verfassung. Die EU-Verfassung ist ein Vorhaben zur Militarisierung der Europapolitik.

Jakop Heinn: Job-(Vernichtungs-)Maschine. Die „Hartz-Reformen“ bringen keine neuen Jobs, haben aber schon tausende Jobs vernichtet.

Helmut Loeven: Wenn Kapitalismuskritik, dann bitte richtig! Eine Kritik am Kapitalismus, die diese Bezeichnung verdient, müßte etwas tun, was Franz Müntefering nie tun würde: die Eigentumsfrage stellen. Wer aus allen Wolken fällt, wenn eine Großbank a) Rekordgewinne macht und b) Arbeitsplätze vernichtet, der redet über den Kapitalismus, ohne zu wissen, was das ist.

Max Reinhardt: Fusionen.

Helmut Loeven: Das kollektive Bewußtsein und das Datum 8. Mai. Folgt man den Kommentatoren, dann hat die Befreiung Europas 1944 in der Normandie begonnen. Moskau 1941? Stalingrad 1942-1943? Kursk 1943? Fehlanzeige! Das kollektive Bewußtsein unseres Landes ist so konditioniert, daß „unsere Wehrmacht“ im Osten in den Rachen des Ungeheuers irgendwie hineingeraten war, hingegen war der D-Day in der Normandie der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Dokument: „Kinderschuhe aus Lublin“, ein Gedicht von Jahannes R. Becher.

China Town. Die legendäre Mao-Bibel hatte einen enormen Nutzen. Aber nur, wenn man das Buch nicht aufschlug, sondern zugeklappt ließ.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Zen und die Kunst, eine Büchse Ölsardinen zu erlangen. Der Wald als Leistungsgesellschaft. Mehr Bürokratie täte uns allen gut. Eine Story über den Papst. Der Beruf des Verrücktmachers.

Ringelnatz.



DER METZGER Nr. 72 (März 2005)

(2,60 Euro)

Jakop Heinn: Die USA? Die Juden? Außerirdische? Oder der liebe Gott? Wer hat denn nun den Indischen Ozean überschwappen lassen? Nach der Naturkatastrophe waren die Spökenkieker aus dem Häuschen.

Lina Ganowski: Im Westen nichts Neues. Die Kampagne der Rechten gegen die Wehrmachtsausstellung hat ein historisches Vorbild.

Helmut Loeven: Die Faschisten streben nach Einfluß. Faschismus in der Geschichte und in der Gegenwart. Ein Referat.

Anne Radtke: Gibt es Nazis in Brandenburg?

Martin Dietzsch: Zur jüngsten Entwicklung der NPD.

HEL (Herbert Laschet-Toussaint): Drei Gedichte.

Erika Birth: Enteignet das Proletariat. Cartoon.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Wandguerilla. Glückwunsch an Jakob Moneta. Die Frankfurter Rundschau als Idiotenhügel der jeunesse dorée.

The Beat goes on. Anekdoten.

Helmut Loeven: Frauengeschichten. Mit Anne bei Brecht. Erfolg bei Frauen. Wirklich eine gute Idee?

Helmut Loeven: Der größte Chefkoch aller Zeiten. Wie das Universalgenie Willi Dickhut das neue naturwissenschaftliche Zeitalter einleitete.

Encore encore! Marita Bursch als Fotografin.



DER METZGER Nr. 71 (Oktober 2004)

(2,60 Euro)

Renate König: Hartz für Frauen. Das Hartz-Konzept ist frauenpolitisch ein riesiger Rückschritt.

Jakop Heinn: Wählt uns, ihr Knallköppe! Durch „Agenda 2010“, „Hartz“ und „Ein-Euro-Jobs“ wird Arbeitslosigkeit nicht vermindert, sondern ausgenutzt.

Helmut Loeven: Napoleon ist an allem schuld. Wie die SPD sich ihre Wahlschlappen erklärt.

Jakop Heinn: Mindestlohn? Die FDP sagt: Mindestlohn darf nicht sein. Es ist schon schlimm genug, daß überhaupt Lohn gezahlt wird.

Anton Maegerle: Unbelehrbarer Veteran. Über einen emsigen Rechts-Schreiber.

Helmut Loeven: Monday Monday. Die „Montagsdemonstrationen“ gegen „Hartz IV“ werden immer mehr von der Polit-Sekte MLPD dominiert. Und übrigens: Der neoliberale Amoklauf des Kapitals ist Folge des Mauerfalls. „Agenda 2010“ und „Hartz“ sind das Eintrittsgeld zu jenem Turbokapitalismus, den das Wir-sind-das-Volk-Volk gar nicht schnell genug herbeidemonstrieren konnte.

Wolfgang Schmidt: I don‘t like Mondays“. Könnte man nicht die Montagsdemonstrationen auf den Dienstag verschieben und stattdessen die Dienstagsdemonstrationen auf den Montag vorverlegen?

Lina Ganowski: USA: Leonard Peltier bleibt unschuldig in Haft. Der Justizskandal um den Indianer-Aktivisten Leonard Peltier dauert an. Denn die Justiz in den USA fragt nicht nach der Schuld oder Unschuld eines Angeklagten.

Helmut Loeven: „Der geht ja mit Weiber!“ Betrachtungen über das weibliche Geschlecht.

Lina Ganowski: Glückliche Kühe. Wie Alice Schwarzer sich eine Erklärung für den irakischen Folterskandal zurechtlegte: Die Täterinnen sind die eigentlichen Opferinnen.

Kulturdenkmäler des Imperialismus (2): Das Bismarck-Denkmal in Essen. Und was einem dazu einfällt. Eine Foto-Stecke von Martin Dietzsch.

Helmut Loeven: Das philosophischer Kabarett. Über Einkaufen bei Plus. Über richtige Rechtschreibung. Gedanken zur Karstadt-Krise. U.a.

Antworten.

„Ich wählte einen Weg.“ Pablo Neruda schrieb in seinen Lebenserinnerungen über die Anarchisten im spanischen Krieg.

Hansjürgen Bott: Heidi, Heidi, deine Welt sind die Zwerge. Welche verschlüsselte sexuelle Botschaft verbirgt sich in den Kinderbuch-Klassiker?



DER METZGER Nr. 70 (Juni 2004)

(2,60 Euro)

Ulrich Sander: Enthüllungen mit Hindernissen. Bei den Vorbereitungen für sein Buch „Die Macht im Hintergrund - Militär und Politik in Deutschland von Seeckt bis Struck“ geriet Ulrich Sander mit der Staatsanwaltschaft in Konflikt. „Wenn man so will, kann gesagt werden: Der erste Leser war der staatliche Zensor.“

Helmut Loeven: Muß das eigentlich sein: eine neue Linkspartei? Wenn man denen, die ins Horn tuten, glauben kann, dann steht die Zukunft des Landes auf dem Spiel. Wenn jetzt nicht schleunigst die sozialen Sicherungssysteme von Grund auf „reformiert“ werden, bricht alles zusammen. Alles muß „auf den Prüfstand“. Den „Besitzstandswahrern“ (vulgo: Gewerkschaften) muß „entschieden“ „entgegengetreten“ werden, damit „das Land“ überhaupt seine „Zukunftsaufgaben“ bewältigen kann etc. pp. Das ist alles Quatsch, denn: Wenn immer weniger Arbeitskräfte die Profite erwirtschaften können, dann können immer weniger Arbeitskräfte auch die Sozialleistungen erwirtschaften. Die SPD ist in die Sackgasse geraten. Ob in dieser Lage eine neue Linkspartei die richtige Lösung ist, darf bezweifelt werden, weil das nichts Neues ist. Warum haben die Linken in Deutschland bloß die Angewohnheit, immer wieder das Fahrrad neu erfinden zu müssen?

„Hier können Familien Kaffee kochen“ Linksparteien in Deutschland. Eine Übersicht - von ADF bis PDS.

Lina Ganowski: Folter als feministisches Projekt. Folterungen in einem US-Gefängnis in Irak, Verbrechen der Besatzungsmacht, Frauen als Täterinnen. Imperialismus und Feminismus sind in einem Zusammenhang geraten. Das war abzusehen, als die Frauenbewegung den Frauenwehrdienst in imperialistischen Armeen sich zum Ziel setzte. Es handelt sich nicht um einen dem Feminismus wesensfremden Nebeneffekt, denn mit dem, was die Menschenschinderin auszeichnet, wurde sie feministisch ausgestattet: Kritiklosigkeit gegenüber bürgerlicher Herrschaft, weiblicher Chauvinismus, die Gier, sich an Menschen zu rächen, die einem nichts getan haben, sexueller Konservatismus. Das erste sexualpolitische Manifest der „Neuen Frauenbewegung“ (September 1968) war eine Verstümmelungsphantasie. „Wenn Sexualität unterdrückt wird, dient Sexualität der Unterdrückung. In den Dienst des Imperialismus gestellt, verkommt Gleichberechtigung zur Bestialisierung des Weiblichen.“

Stefan Jacoby: Ein deutscher Soldat foltert niemanden. Folter in der Bundeswehr. Ein deutscher Soldat würde doch niemals sowas tun wie die US-Soldaten (& innen) in Irak, nicht wahr! Trotzdem wird das Thema Folter auch in der Bundeswehr heiß diskutiert. Der Dreh: Man redet darüber, wie der Soldat der Folter standhält. Über großspurige Männlichkeitsmythen.

„10 Euro für den irakischen Widerstand“ ist nicht so gut. Stattdessen lieber: 10 Euro für Kuba! Die umstrittene 10-Euro-Kampagne für den „Widerstand“ in Irak unterstützt keineswegs linke, emanzipatorische Kräfte, sondern die „Patriotische Allianz“, ein Sammelsurium aus Baathisten, Islamisten und sonstigen Reaktionären. Das spendensammelnde Antiimperialistische Komitee (AIK) Wien repräsentiert eine Art von „Antiimperialismus“, der auf den Hund gekommen ist. Einziges Kriterium: Wir unterstützen einfach alles, was gegen die USA und Israel ist. Unser Einwand: Wer gegen eine antiimperialistische Macht kämpft, ist deswegen noch lange kein Antiimperialist. Und: Antiimperialismus, der nicht auch antifaschistisch ist, ist keiner. Antifaschismus, der nicht auch antiimperialistisch ist, ist keiner.

Stefan Jacoby: Heiner Kappel wär‘ gern Chef vom Patriotenclub. Heiner Kappel war einmal sowas wie der Martin Hohmann der FDP. Dann baute er den „Bund freier Bürger“ auf. Als Chef der „Deutschen Partei“ versucht er inzwischen, die Rechte zu vereinigen. Da hat er sich viel vorgenommen. Ein Blick nach rechts...

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Gesine Schwan, die Quasselstrippe. Edmund Stoiber, der Haßprediger. Immanuel Kant. Das Wunder von Bern.

Antworten.

Die Poesie des Eisengießers. Vor hundert Jahren wurde Jean Gabin geboren. In all seinen Rollen spielte Jean Gabin die Liebe zur Freiheit.

Matita Bursch als Fotografin. Encore, encore.



DER METZGER Nr. 69 (März 2004)

(2,60 Euro)

Jakop Heinn: Geldvermögen. Die Wirtschaftsstatistik belegt die Umverteilung von unten nach oben.

Lina Ganowski: Heftig Schwarzer Filter. „Emma“ hört das Gras wachsen und hat erkannt, daß Deutschland sich schon längst im Würgegriff der Islamisten befindet.

Ausbürgerung. Wie der Schriftsteller Peter-Paul Zahl plötzlich die deutsche Staatsbürgerschaft verlor.

Helmut Loeven: Jede Sekunde ein Hering. Müntefering wird SPD-Chef, und auch diesmal ist wieder zu erkennen: Die Sozialdemokratie ist nicht nur eine Partei, sondern auch ein Gemütszustand. Die Politologie mit ihren Methoden allein kann die Sozialdemokratie nicht erklären. Man muß die Psychologie - besser vielleicht noch die Chaosforschung hinzuziehen.

Matita Bursch als Fotografin. Encore.

Kulturdenkmäler des Imperialismus (1): Das Niederwald-Denkmal (“Die Wacht am Rhein“). Nationale Aggressivität in Stein gehauen. Eine Foto-Stecke von Martin Dietzsch.

Jakop Heinn: Israel: zweite Straße links. Der Angeklagte Horst Mahler legt ein gespenstisches Weltbild offen oder Warum die BRD (wie er meint) eigentlich „OMF“ heißen müßte.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Aktuelle Politik (Grundkurs). Die Kommunistische Partei Japans ist auch nicht mehr, was sie mal war. Ein überangepaßter Jüngling frißt Berliner Ballen in großer Zahl. Zwei Koteletts verschwinden und sind auf einmal wieder da. Anleitung für Rundumschläger. Im Ruhrgebiet hat sogar das Wort „Morgen“ einen Plural.

Antworten.

„Die Heiterkeit des Eros ist subversiv“. Schon wieder ein Nackt-Foto in einer linken Zeitung!



DER METZGER Nr. 68 (Dezember 2003)

(2,60 Euro)

Jakop Heinn: Bleibt die Wehrpflicht oder was wäre geworden, wenn... Eine „allgemeine Wehrpflicht“ ist nicht praktikabel und eigentlich sowieso überflüssig. Dennoch wird sie bleiben, jedenfalls, solange Rotgrün dran ist. Denn SPD und Grüne sind Garanten für all das, was sie zuerst nicht wollten und dem sie dann doch zustimmten.

Helmut Loeven: Die Fädenzieher. Verschwörungstheoretiker behaupten: Die New Yorker Hochhäuser wurden am 11. September 2001 vom US-Geheimdienst CIA umgeschmissen. Unterdessen wittert die intellektuelle Schickeria eine Verschwörung der Verschwörungstheoretiker. Wahrscheinlich sind tatsächlich irgendwelche Fädenzieher im Hintergrund am Werke, ohne zu wissen, an welchen Fäden sie da ziehen. Möglicherweise hat der CIA die Hochhäuser umgeschmissen, ohne selbst etwas davon zu wissen.

Lina Ganowski: „The Life of such a Man“ Mumia Abu-Jamal wurde Ehrenbürger von Paris.

Helmut Loeven: Mit Haut und Haaren. Die „Bürgerrechtler“ haben den Schriftsteller Günter Wallraff aufs Korn genommen. Er soll Informant der DDR-Stasi gewesen sein. Absicht: Jede Enthüllung über Mißstände in der kapitalistischen Bundesrepublik wieder zu verhüllen. Daß jemand zum Angriffsziel gemacht wurde, der nachträglich zur DDR auf Distanz ging, ist allerdings kein Zufall.

Helmut Loeven: Wer sonntags arbeitet, kriegt auch keine Rente.

Die (Alters-)Armut ist weiblich. Ohnehin bei der Altersversorgung benachteiligt, werden die Frauen bei den „Reformen“ des Rentensystems besondere Lasten zu tragen haben.

Lina Ganowski: Ein häßlicher Deutscher.

Stefan Jacoby: Mahlers neue Freunde. Immer wenn man glaubt, jetzt geht nichts mehr, hat er sich schon wieder selbst übertroffen. Horst Mahler - eine Endlosserie.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Spaziergang am Dickelsbach und die Saarner Straße entlang: Über Bebauungspläne und gutbürgerliche Erscheinung als Akt des Widerstands. Versicherung gegen Flecken auf‘m Hemd. Die Oberbürgermeisterin macht was mit. Und: Wie wurde im alten Rom eigentlich Feuer gemacht?

Antworten. Jungle World, Bahamas, Frankfurter Rundschau, Aufbau-Verlag u.a.

Erika Birth: Das kleine Luder.

Marita Bursch als Fotografin.



DER METZGER Nr. 67 (Juli 2003)

Jakop Heinn: Gänsefüßchen. Die „linken“ Kritiker der Friedensbewegung haben windige Argumente.

Lina Ganowski: Versprochen. Warum von den Friedensplänen im Nahostkonflikt Frieden kaum zu erwarten ist.

Der verratene Verräter. Erinnerung an den „Fall Schmücker“.

Helmut Loeven: Keine Lösung. Wie der „Arbeiteraufstand des 17. Juni“ zu einem Amoklauf deutschen Wesens ausartete. „Die Zerschlagung des Umsturzversuchs durch die Rote Armee gehört zu den Großtaten der Weltgeschichte!“

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Haha, Broder wurde verarscht! Auf den Mond können sie fliegen, aber..., Käsar und Kikero, Soll man das, was man heute schon besorgen kann, auf morgen verschieben?

Stefan Jacoby: Die Rückkehr der Pickelhauben. Prominenter Beifall für preußische Umsturzparolen. Die Pflege des „Preußentums“ ist keineswegs bloß nostalgische Traditionshuberei.

Helmut Loeven: 700 Kuckucksuhren oder Warum läuft Herr G. amok? Durch seinen Flirt mit den „Antideutschen“ hat Hermann L. Gremliza einen gewissen Teil seines Verstandes verloren und „Konkret“ zu einem Käseblatt gemacht. Außerdem sollte mal daran erinnert werden: Deutsche Nazis und amerikanische Re-educators haben sich im Kalten Krieg ganz gut vertragen.

BeeBee? BähBäh! Es gab einmal eine Zeit, da war Brigitte Bardot Botschafterin einer amoralischen Modernität und Schwarm des Quartier Latin. Jetzt, wo ihr niemand mehr Drehbücher schreibt und sie sich ihre Texte selbst ausdenken muß, läßt sie rechtsradikale Sprüche von sich.



DER METZGER Nr. 66 (März 2003)

(2,60 Euro)

Lina Ganowski: Kein Stern für den Präsidenten. Dustin Hoffman, Martin Sheen, Al Pacino und viele andere: Hollywoods erste Garde stellt sich gegen Bush und den Krieg.

Es hat gewählt: Der Untertan. Warum die CDU jede Wahl gewinnt, auch dann, wenn die SPD mal vorne liegt.

Irina Neszeri: Domine Diregenos oder Wie der heilige Georg die Schulpflicht austrickst. Fromme Christen auf dem Vormarsch.

Suche nach dem Leid der anderen. Arabische Delegation will Auschwitz besuchen.

Anton Maegerle: „Da war der Lehrer Huber...“ Rechtsextremisten im Schuldienst.

Lina Ganowski: Bitte vergleichen Sie... Möllemann meint, mit Antisemitismus gewinnt man Stimmen, darum kann man es machen. Westerwelle meint, mit Antisemitismus verliert man Stimmen, darum kann man es nicht machen. Das ist der ganze Unterschied. Und dann ist da ja auch noch der Herr Roland Koch.

Helmut Loeven: Remember September! Wie man hört, sollen auch die USA über Massenvernichtungswaffen verfügen. Saddams Regime: die bürgerliche Revolution in Irak ist gescheitert. Bush ist ein Irrer, aber sein religiöser Fanatismus ist mit imperialen Interessen verknüpft, den Weltmarkt des Öls zu beherrschen. „Wie soll man einen Diktator entwaffnen?“ fragen die Leute, die Saddam bewaffnet haben. Die deutsche Regierung sagt zum Irak-Krieg ein halbes Nein. Beim Stichwort „11. September“ sollte man sich an den 11. September 1973 erinnern, den Tag, an dem Allende ermordet wurde.

„Freiheitsfritten“ in Washington 2003, „Treubruchnudeln“ in Wien 1914. Eine Zeitungsmeldung von heute und Karl Kraus‘ „Die letzten Tage der Menschheit“.

Helmut Loeven: Der Knallfrosch oder Nie war sie so wertlos wie heute. Bellizismus, Schwärmerei für Israels Ultrarechte und reflexhafer Pro-Amerikanismus: das ist der Antifaschismus der dummen Kerls. Unter solchen Einflüssen ist „Konkret“ zur Hauspostille der zynischen Intelligenz geworden.

Lina Ganowski: Widerstand - gern vergessen. Über Joseph Rossaint und Georg Elser.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Im Postamt. Schon wieder ein schönes Wochenende mit Kappesköppen. „Auf den Inhalt kommt es an!“ - „Quatsch!“. Und schon wieder hat eine Bäckerei zugemacht. Warum der Ruhrbergbau unbedingt weiterhin subventioniert werden muß. Warum ist es am Rhein so schön? „Die“ Wedau?

Antworten. Peter Struck, Microsoft, Thomas Ebermann, Jungle World u.a.

Helmut Loeven: „Ich sare das!“ Nachtrag zu den Nachrufen auf Rudolf Augstein.



DER METZGER Nr. 65 (November 2002)

(2,60 Euro)

Kommentar zur Bundestagswahl 2002. „Wenn man dereinst Bilanz zieht, dann ist die Eintrübung der Beziehungen zu den USA vielleicht das beste, was Rotgrün je zustandegebracht hat. Aber wie man die kennt, werden die das auch noch vermasseln.“

Martin Dietzsch: „Stille Post“ von Rechts. Wie ein vermeintlicher Friedmann-Ausspruch Eingang in das NPD-Verbotsverfahren fand. Geschichte einer antisemitischen Zitatverfälschung.

Lina Ganowski: Die Verfolgung der Homosexuellen endete nicht 1945.

Helmut Loeven: Herr Trabbelmacher kommt nach Bochum. Die Israel-Fanatiker suchen den Antisemitismus auch dort, wo es ihn nicht gibt, und finden ihn trotzdem: in der Organisation, die von Leuten gegründet wurde, die aus dem KZ kamen. Bericht von einer Konferenz der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes.

Helmut Loeven: Antiamerikanismus. Ach Gottchen! Ein Gespenst geht um in Deutschland: der „Antiamerikanismus“. Doch etwas anderes erschüttert die Herzen viel mehr: Die Sorge um den Antiamerikanismus. Da, wo sich antiamerikanische Ressentiments regen, wird übertrieben. Da, wo der Antiamerikanismus als Gefahr Nummer eins gesehen wird, wird mehr übertrieben. Es gibt gute und schlechte Gründe, etwas gegen die USA zu haben. Zu den schlechten Gründen gehört das Gerede über den „Kulturimperialismus“. Eine Polemik nicht gegen die Amerikaner, sondern gegen die Anti-Antiamerikaner hierzulande.

Helmut Loeven: Meer und Wüste. Ein Antiimperialismus, der sich mit palästinensischem Terror solidarisiert, ist keiner. Andererseits: Israel ist für manche Leute so eine Art Ersatzdroge. Sie halten das für Widerstand gegen Antisemitismus. Wenn das Wort „Kindermörder“ mehr Bedenken hervorruft als das Töten von Kindern, dann stimmt etwas nicht.

Helmut Loeven: Das Philosophische Kabarett. Frühlingsanfang. Samstag Nacht. Die Sparkassenzweigstelle Sternbuschweg. „Sartre“ hört sich an wie „Sartre“. Über den Spruch „Dumm fickt gut“, den man manchmal hört. Und wie man in die Berliner SPD-PDS-Koalition eine bessere Stimmung hineinbringen könnte.

Antworten. Kardinal Meißner, Otto Schily, Katholische Kirche, Nichtwähler, Henryk M. Broder, Claudia Roth.

Lina Ganowski: Blondine benachteiligt. Über Marilyn Monroe und ihr Schicksal in einer Welt, die auf die Schönheit der Frau mit Gier, nicht mit Ehrfurcht reagiert.

Marilyn Monroe: Drei Gedichte.

Selten sowas: Aktfoto in einer linken Zeitung!



DER METZGER Nr. 64 (Juni 2002)

(2,60 Euro)

Schwerpunktthema: Der Nahostkonflikt und wie die Linken in Deutschland daran um den Verstand zu kommen scheinen.

Lina Ganowski: Israels Tragödie. An der Eskalation des Nahostkonflikts trägt die israelische Regierung die Hauptschuld. „Israels Regierung nimmt den Haß der Palästinenser auf die Juden nicht nur in Kauf, sie schürt ihn mit Absicht, weil der Haß die Palästinenser schwächt. Scharon fürchtet den Frieden mehr als den palästinensischen Terror. Denn seine chauvinistischen Ziele sind im Frieden nicht zu erreichen, sondern nur durch Krieg.“ Der militärische Erfolg Israels im Sechstagekrieg von 1967 hat zu einer fatalen Militärgläubigkeit geführt, wodurch auf Frieden orientierte politische Optionen gar nicht erst entwickelt wurden. Lina Ganowski setzt sich kritisch mit einem Aufsatz von Jean Améry aus dem Jahre 1969 auseinander, der heute oft zitiert wird. „Was Améry nicht sah: daß es sich nicht nur für den Kolonisierten, sondern auch für den Juden zur Katastrophe auswächst, wenn sie verfeindet sind.“ Die jüdische Autorin formuliert ihre Abneigung gegen die (anti-)deutschen Israelfreunde: „Die Pro-Israel-Haltung der ‚Antideutschen‘ zeugt nicht von Sensibilität, sondern von Kaltschnäuzigkeit.“ Kritik an Hermann L. Gremliza, der die Palästinenser mit der Sudetendeutschen Landsmannschaft verwechselt.

Helmut Loeven: Antideutsch ist Amokdeutsch oder Die Achse des Blöden. Eine eingehende Analyse „antideutscher“ Proklamationen. „Was sich als ‚antideutsch‘ aufspielt, ist alles andere als eine Kritik an deutschen Zuständen.“ Was die „Antideutschen“ an Deutschland stört: zu solidarisch, zu friedlich. „Die Anti-Deutschen sind in erster Linie Deutsche, und zwar, wie sich bei näherem Hinsehen zeigt, von der übelsten Sorte.“ Die Israel-Anbetung der „Antideutschen“ hat wahnhafte Züge. „Ebenso wie das Bild, das sich der Antisemit vom Juden macht, mit der Realität kaum etwas zu tun hat, ist dieses ‚Israel‘, um das die Bahamiten tanzen wie um das Goldene Kalb, ein Produkt der Einbildung.“ „Das sind mir ja feine ‚Antideutsche‘: von deutscher Schuld sprechen, aber die Rechnung dafür auf die Palästinenser abwälzen!“

Weitere Beiträge u.a.:

Claudia Tieke über die aggressive Militärpolitik von USA und NATO.

Christian Uliczka über den „Fall Nolz“.

Jakop Heinn über den Spießeraufstand gegen Forensische Kliniken.

Helmut Loeven: Das Philosophische Kabarett: Vom Putzen des Flures. Was ist eigentlich der Mooshammer für einer? Kritik der reinen Unvernunft. Aldi verkauft Gartengeräte. Kaninchen im Carstanjengarten.



DER METZGER Nr. 63 (Dezember 2001)

(2,60 Euro)

Schwerpunktthema: Der Terror & die Folgen.

Lina Ganowski: Die neuen Freunde Israels. Früher war die Linke einseitig gegen Israel. Dann korrigierte sie ihre Haltung. Was dabei herauskam, ist noch schlimmer. „Die Freunde der Palästinenser hierzulande waren Leute, die von der Weltrevolution gar zu romantische Vorstellungen hatten. Die neuen Freunde Israels sind schlimmer: verhärtete, verhärmte, zu Zynikern degenerierte Alt-Linke, misanthropische Eiferer, die - egal wofür oder wogegen sie sich verwenden - nie recht haben können.“ Die jüdische Autorin kritisiert scharf die Israel-Lobby in der deutschen Linken und ihre Sprachrohre „Konkret“ und „Bahamas“: „Für ihre neuen Freunde möchte man die Israelis bedauern.“ These: „Hier setzt sich das Recht nicht durch, indem sich die eine gegen die andere Seite durchsetzt. Eine Lösung des Palästina-Konflikts kann nur eine Lösung für zwei Völker in einem Land sein. Die einzige Alternative dazu wäre nicht der Sieg der einen über die anderen, sondern der gemeinsame Untergang.“

Helmut Loeven: Der Terror & die Leute. Die Bundesregierung auf Kriegskurs: „Die Gelegenheit mußte genutzt werden: Wenn da Krieg ist, wollen wir mitsiegen.“ Den USA gebüht nicht der Ruhm, gegen die Taliban zu kämpfen, sondern die Schande, sie großgemacht zu haben. Die Parole „Russen raus aus Afghanistan“ war falsch. Die Dummheit der „Bahamas“ und ihrer „antideutschen“ Nachplapperer. Die Strategie des Imperialismus. Islamischer Fundamentalismus ist „der Antiimperialismus der dummen Kerls“. Thesen gegen den Antiamerikanismus und für den Antiimperialismus.

Stafan Jacoby: „Nur weil man keine Juden mag, muß man die Araber lieben???“ Die Reaktionen der deutschen extremen Rechten auf die Anschläge vom 11. September. Eine ausführliche Dokumentation. Teile der deutschen extremen Rechten feiern die Anschläge in den USA als „Stoß ins Herz der jüdischen Bestie“. Eine andere Strömung wertet sie dagegen als „Kriegserklärung des Islam gegen die weiße Rasse“. Es gibt heftige Debatten, ob die Anschläge als „antiimperialistische [das bedeutet in diesem Zusammenhang: antisemitische] Befreiungsschläge“ zu bejubeln seien und die deutsche extreme Rechte in ein paar Jahren ähnliche Anschläge planen solle oder ob man die Gelegenheit nutzen solle, die in den meisten Medien und bei den meisten Politikern z.Zt. vorherrschende Stimmung zuzuspitzen und den Hass auf die muslimische Wohnbevölkerung im eigen Lande und gegen die Befürworter einer multikulturellen Gesellschaft zu fokussieren. In manchen Erklärungen findet man sogar beide Positionen gleichzeitig (moslemischer Terrorist im Ausland = gut; türkisch- oder arabisch-stämmige Wohnbevölkerung im Inland = böse). Es wäre zu simpel, hier von einem gemäßigten und einem radikalen Flügel zu sprechen. Der scheinbar gemäßigtere Flügel orientiert sich stärker am (in diesen Zeiten ohnehin schon hysterisch aufgepeitschten) Mainstream und versucht, ihn in Richtung rassistischer Exzesse zuzuspitzen. Der radikalere Flügel spielt „Fundamentalopposition“ und versucht, sich als letzte Systemalternative zu inszenieren. Eine dritte Variante favorisieren die Anhänger von Verschwörungsmythen (wobei die Übergänge zu den beiden anderen Strömungen fließend sind). Sie verurteilen zwar die Anschläge, im gleichen Atemzug enthüllen sie dann aber, ein gewaltiger Komplott der CIA, der Juden, der Freimaurer oder einer Kombination von allen dreien stecke in Wahrheit dahinter.

weitere Themen:

Max Reinhardt: Menschleinhändler. Die Gen-Forschung wirft Fragen auf. Die Antworten möchte man lieber nicht hören.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett: Bei Sabine Christiansen wird über Prostitution geredet. Peter Stuyvesant. Jeder Mensch ist illegal. Komische Namen. Der Opa von Neudorf. Ein Kind lernt laufen.

Antworten. Michel Friedman, Kerstin Müller, Claudia Roth, Bündnis 90/Die Grünen.

Lina Ganowski: Scharping: Pfannekuchen für alle! Finden Sie nicht auch, daß der Bundesverteidigungsminister einen etwas seltsamen Eindruck macht?

Helmut Loeven: Das alte Lied - Wolf Biermann zum 65. Geburtstag. Der „einzig wahre Kommunist“ von einst hat sich zwar als verbohrter Antikommunist geoutet, aber die alten Fans stört das nicht. Und Biermann-Fan Günter Wallraff redet einen solchen Mist, daß man die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.



DER METZGER Nr. 62 (März 2001)

(2,60 Euro)

Schwerpunktthema: Die Auseinandersetzung um „68“:

Helmut Loeven: Ja, wir waren alle mal jung oder Wer entdeckte Amerika? In den Medien wird von der „Neuen Linken“ der 60er und 70er Jahre ein schiefes Bild gezeigt. „Wäre ‚68‘ nichts anderes gewesen als die Auflehnung der jüngeren Generation, dann wäre nichts mehr davon übrig.“ Die aufgeregte Auseinandersetzung über jene bewegte Zeit macht deutlich, daß wie brisant dieses Thema heute noch ist. Die CDU, die diese Auseinandersetzung mit böswilliger Absicht angefacht hatte, bekam wieder nicht, wonach sie sich seit je vergeblich sehnt: die „geistig-mortalische Wende“. Zum Steineschmeißer Fischer wäre zu sagen: Die wirklich schlimmen Gewalttaten beging er während seiner Amtszeit als Außenminister.

Helmut Loeven: Fischer kommt zum Essen. Eine unglaubliche Geschichte.

Jakop Heinn: Staatsnotstand. In Hamburg ist ein Eimer Wasser umgekippt. Über Bettina Röhl.

Helmut Loeven: „Linke dürfen keine Killer sein, keine Brutalos, keine Vergewaltiger“ - Die Mescalero-Affäre. Der Buback-Nachruf des Göttinger „Mescalero“ war in Wirklichkeit ein Aufruf gegen die Gewalt. Die Mescalero-Affäre wurde zu einer Affäre um den Psychologen Peter Brückner.

Im Lauf der Zeit - Chronik der Opposition. Chronik der Studentenbewegung und der „Apo“ 1955-1979.

weitere Themen:

Helmut Loeven: Hauptsache rechtmäßig! Über den Prozeß gegen Günter Ackermann (PDS). Oberbürgermeisterin Zieling und ihr Dezernent Brandt als beleidigte Leberwürste.

Nachrichten.

Finkelstein ist doof. Buchbesprechung.

Lina Ganowski: Warum nicht? Darum nicht! Die Zulassung von Frauen zum Waffendienst in der Bundeswehr war die größte Niederlage der Frauenbewegung, die gleichwohl wie ein Sieg gefeiert wird. Lina Ganowski zerpflückt die „Argumente“ der Pro-Bundeswehr-Feministin Barbara Nohr und unterscheidet zwischen Gleichstellung (um jeden Preis) und Emanzipation, welche die Frauenbewegung längst abgestreift hat und die wohl auch nie mehr war als eine bloße Worthülse.

„...eines Panzerwagens törichte Fahrerin“ - Offener Brief an eine Soldatin der US-Army, die sich wegen einer Vergewaltigung durch einen Vorgesetzten beschwert hatte: Die Soldatin tut Schlimmeres als das, was ihr angetan wird.

Helmut Loeven: Das Philosophische Kabarett - Über die Sendung von Sabine Christiansen, ein komisches Gespräch, sprechende Katzen, Erlebnisse im Supermarkt.

Enzyklopädie des Films: „Jahrestage“

Antworten Volker Beck, Olaf Henkel, Alice Schwarzer, Zeitreisender, Fleischfressende Pflanze

Tagebuch.



DER METZGER Nr. 61 (November 2000)

(2,60 Euro)

Jakop Heinn: Soll man für Benzin Geld bezahlen?

Nachrichten.

Helmut Loeven: Wenn vom Brandstifter gesprochen wird, muß auch vom Biedermann gesprochen werden. Rede zum Anti-Kriegs-Tag 2000 in Duisburg. „Der Kampf gegen rechts ist immer auch ein Kampf gegen die Legenden und Lebenslügen dieser Republik.“ In der Politik gibt es keine „Mitte“. „Der Mensch ist zu verteidigen, und zwar auch dann, wenn er uns überhaupt nicht nützt.“

Stefan Jacoby: Die NPD - „befreite Zone“ für Neonazis. Mit Fakten und Zitaten wird aufgezeigt, daß „liberale“ Einwände gegen ein Verbot der NPD bloß Ausflüchte sind. Allerdings: Ein Verbot ist kein Allheilmittel.

Helmut Loeven: Das Philosophische Kabarett. Koalition beim Konditor, Bin ich prominent? Im Fernsehen.

Antworten. Gregor Gysi, Johannes Rau, Konkret-Leser.

Der Weg nach oben. Joschka Fischer, Jörg Schönbohm, Friedrich Merz u.a.

Helmut Loeven: The Beat goes on. Schuhgröße hundert, Der dicke Adolf, Der Milchmann, Bott frißt Strähler das Studentenfutter weg. Müesli-Man, Der Verrückte in der Mensa.

Helmut Loeven: Frauengeschichten. Ein supercooler Macker, Barbara ist in der Stadt, Schönheit vergeudet. Foto: Barbara nackt.



DER METZGER Nr. 60 (Juli 2000)

(2,60 Euro)

Helmut Loeven: Kohl-Affäre: Ein paar schöne Stunden. Die Spenden-Affäre der CDU hatte einen gewissen Unterhaltungswert. Sie offenbarte aber auch das obrigkeitsstaatliche Selbstverständnis der CDU: Macht geht vor Recht, an das Recht haben sich nir die Untertanen zu halten. „wer nicht so denkt wie wir, ist der Feind. Den muß man bekämpfen, dazu ist jedes Mittel erlaubt.“ „Die Politik, mit der Kohl 16 Jahre lang auf offener Bühne agierte, übertrifft an Schändlichkeit beiweitem das, was nach seinem Abgang an unsauberen Geldschiebereien herausgekommen ist.“

Jakop Heinn: Börsenboom - Reiben am Thermometer. Das Börsen- und Aktiengetue der Deutschen erinnert an die Kettenbriefe, die sagenhaften Reichtum versprechen. Im Börsenboom steckt der Aberglaube des Kapitalismus.

Max Reinhardt: Trau, schau, wem! Oder Gysi, Bisky, Pau: „Das ist sehr ernst zu nehmen!“ Polizei bei der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration.

Helmut Loeven: An der Rampe. „Richtlinien“ der Bundesärztekammer lassen eine schlimme Entwicklung in der Gesundheitspolitik ahnen.

Nachrichten

Helmut Loeven: Wir Reformer, ihr Sektirer. Auf dem Parteitag der PDS in Münster sollte die Strategie festgelegt werden. Gysi zu den Delegierten: Wer nicht bereit ist, sein Erstgeburtsrecht herzugeben, der bringt es nie zu einem Linsengericht.

Christian Uliczka: Die Wahrheit muß ans Licht. Lehren aus dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien. Aus der Rede zum Auftakt des Ostermarsches Ruhr in Duisburg, 22. April 2000. Christian Uliczka, Richter am Landgericht a.D., widerlegt die Positionen der rotgrünen Kriegsbefürworter. „Der Krieg hat keineswegs gezeigt, wie wünschenswert es sei, hochtechnisierte Krisenreaktonskräfte zu haben.“

Stefan Jacoby: Der Funke: Mit falschem Genitiv gegen den Amerikanismus. Dieter Schütt, Herausgeber des maoistischen Blättchens „Der Funke“, hat den Weg nach ganz rechts gefunden.

Ludger Baack: Landtagswahlkampf NRW 2000.

Helmut Loeven: The Beat goes on. Anekdoten aus dem Leben: Der Gartenoffizier oder An der Theke ist der schönste Klatz, Das ist nichts: Geschirrspülen auf‘m Trip, Schlägerei im Eschhaus, Der Landstreicher im Zug.

Helmut Loeven: Das Philosoiphische Kabarett. Glossen zu Schwachsinn und Gemeinheit im öffentlichen Leben: Schon angekommen (über Gaby Zimmer), Die Doofen sind zu doof, um zu merkten, dat‘se doof sind, Kalt duschen!

Antworten. Diesmal: Heide Simonis, Konsumsüchtige, Gregor Gysi, Karl Selent, André Brie.

Helmut Loeven: Wer nicht zuhört, soll die Klappe halten oder Wir sind für die das, was denen zu sich einfällt. Die Schriftstellerin Gisela Elsner war Kommunistin und rasierklingenscharfe Kritikerin der Verhältnisse. Der Kinofilm über sie wurde gefeiert, auch in der linken Presse, dabei wurde anscheinend nicht gemerkt, daß der Film voller Niedertracht steckt.

Bücher. U.a. über Reinhard Opitz und Ronald M. Schernikau.

Tagebuch. U.a.: Die DKP behinderte die Tätigkeit der Buchhandlung Weltbühne.

Théâtre du terreur. Vorschläge, wie man mit Theater-Happenings die Leute ärgern kann.



DER METZGER Nr. 59 Mitteilung an die Freunde (Juli 2000) - Sonderheft Magda Gorny



DER METZGER Nr. 58 (Dezember 1999)

(2,60 Euro)

Im Falle eines Krieges. Verlängerung des Wehr- und Zivildienstes bis zum 60. Lebensjahr, Beschlagnahme von Privatfahrzeugen und Privatwohnungen, das Kreiswehrersatzamt muß Auslandsreisen genehmigen: für den Kriegsfall sind tiefe Eingriffe in das gesellschaftliche Leben vorgesehen.

Jakop Heinn: Man könnte es wissen. Zehn Jahre nach dem Mauerfall werden die „Bürgerrechtler“ noch einmal bebauchpinselt.

Helmut Loeven: Restbestände. Über die neue Rolle, die die PDS als „ganz normale Partei“ spielen darf, freut sie sich, obwohl sie ihr schadet.

Max Reinhardt: Neujahr 2000. Wie man das Internet verbessern könnte.

Helmut Loeven: In diesem Hause darf nur mit gedämpfter Stimme gesprochen werden. Gedämpft. Auf die Industriegesellschaft soll angeblich die Dienstleistungsgesellschaft folgen. Die aber hat ihre Zukunft längst hinter sich. Und: Wenn alle bis 8 Uhr einkaufen dürfen, müssen auch alle bis 8 Uhr arbeiten.

Glossar. 30 Jahre DER METZGER, 100 Jahre 20. Jahrhundert. Ein Glossar aus METZGER-Zitaten: Von A wie Afghanistan bis Z wie Zukunft.

Helmut Loeven: Das Philosophische Kabarett. Dummheit und Gemeinheit im öffentlichen Leben: Glossen über Tilman Jens, Ina Deter, Stephan Krawczyk, die Taz.

Die Idioten sind unter uns.

Helmut Loeven: Wider die Datumsschänder. Die Glosse aus dem Jahre 1965 war beim Millenium plötzlich wieder aktuell.

Tagebuch, Chronik.

Magda Gorny: Der Engel von Mailand. Cartoon.



DER METZGER Nr. 57 (August 1999)

(2,60 Euro)

„Mit Verlaub, Herr Minister, Sie sind ein Arschloch.“ Schwerpunktthema: Der Kosovo-Krieg.

Helmut Loeven: Fragen Sie mich nicht, ich bin nur eine Stehlampe. Die Auseinandersetzung um den Krieg in Jugoslawien ist zugleich eine Auseinandersetzung um gesellschaftliche Zustände und Machtverhältnisse in der BRD.

Christian Uliczka: Dieser Krieg ist ein Verbrechen.

Weltweit mehrere Millionen Tote bei Kriegen in den 90er Jahren. Eine Aufstellung der Kriege in den 90er Jahren.

Chronik der Militarisierung. Wie die BRD nach und nach zu einer angriffsfähigen Großmacht wurde.

Max Reinhardt: Die Berliner Republik treibt es wie die beiden Berliner Reiche. Mit dem Kapitalismus in eine tödliche Sackgasse.

Stafan Jacoby: Von US-Vasallen und französischen Lakaien. Die extreme Rechte und der Krieg in Jugoslawien.

Lina Ganowski: Ein Genaral paßt in die Landschaft. Das Buch des Generals Gerd Schulze-Rhonhof läßt erkennen, wie in der Bundeswehr gedacht wird.

Helmut Loeven: Totaler Frieden - wollt ihr den? Der Staatsrechtler Carl Schmitt machte sich 1940 Gedanken über die Ziele deutscher Kriegspolitik.

Helmut Loeven: Vor dem Wind, nach dem Wind. Der „linksradikale“ Daniel Cohn-Bendit wurde zum Befürworter des Krieges. Dabei geht es ihm vor allem darum, die „Grünen“ zu einer mehrheitsfähigen Partei zu machen.

Jakop Heinn: Herr Nehm kennt seine Pflicht. Schröder, Fischer und Scharping brauchen nicht gesiebte Luft zu atmen. Der Angriff auf Jugoslawien ist auch nach dem Recht der BRD als Schwerstkriminalität zu werten. Aber Generalbundesanwalt Nehm sieht natürlich keinen Handlungsbedarf.

Helmut Loeven: „Dieses Wohlgefühl des Krieges...“ Frau Tünnes kann den Mund nicht halten. Zum Krieg steuerte die Taz-Kolumnistin Sibylle Tönnies ihr saudummes Geschwätz bei.

weitere Themen:

Nachrichten.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Glossen zu empörten Bürgerrechtlern, Schröder, DKP, Emma.

Antworten an Heide Rühle, Peter Hintze, Jungle World, Frankfurter Rundschau, Bettina Gaus u.a.



DER METZGER Nr. 56 (Februar 1999)

(2,60 Euro)

Jakop Heinn: Deutscher Paß zweiter Klasse. Wer als Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft erlangt, bleibt Bürger zweiter Klasse.

Helmut Loeven: Diese Deutschen oder Keine Ahnung, aber Meinung. Monika Maron und Henryk M. Broder schreiben Unsinn.

Lina Ganowski: Über das Vorbereiten von Irrtümern. In der russischen KP machen sich antisemitische Tendenzen breit.

Helmut Loeven: Deutsche Kommunisten, sogar die... Manche Leute, die sonst ganz intelligent sind, können es nicht lassen, dümmliche Seitenhiebe gegen die DKP anzubringen.

Nachrichten.

Peter-Paul Zahl: Zwei Gedichte.

Stefan Jacoby: Rassistische Armee Fraktion. Horst Mahler ist heimgekommen.

Anton Maegerle: CDU-Wahlkämpfer von rechtsaußen: Reginald Rudorf.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Glossen.

Antworten an Bahamas, Jörg van Essen, Otto Köhler und: „Wenn Frauen zu wenig denken“.

Der Weg nach oben.

Lina Ganowski: Romy und die Geier. Lina Ganowski verteidigt Romy Schneider gegen Alice Schwarzer.

„Vielleicht hätten Sie meinen Arsch betrachten sollen.“ Romy Schneider wünschte sich mehr Aufmerksamkeit für ihren Hintern.

Motte: Emil gratuliert dem Doktor und allen ihren gemeinsamen Lesern zum 100 Geburtstag von Erich Kästner.

Helmut Loeven: The Beat goes on. Anekdoten.

Chronik. Tagebuch.

Brecht-Radio. Helmut Loeven sprach im Radio über Bertolt Brecht.

Erika Birth: Der Kongreß tanzt. Flagellantische Lust-Phantasie.

Tünnes und Schäl gingen über die Rheinbrücke. Und das ist kein Witz.

Helmut Loeven: Über falsches Denken. Gedicht.



DER METZGER Nr. 55 (August 1998)

(4 Euro)

„Die Lebenskunst ist die wichtigste der Künste“ - Das Sonderheft zum 100. Geburtstag von Bertolt Brecht. Erweiterter Umfang, 48 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. 4 Euro.

Liefere die Ware! / Das meiste, was geschrieben wird, ist Quatsch. Wie die Taz, aber auch die UZ, Fragwürdiges verbreitet.

Brecht-Chronik

„Da ging der Tumult los“ Die „Legende vom toten Soldaten“.

Der Haifisch ist kein Haifisch (wenn man nichts beweisen kann). Die Dreigroschenoper.

Zeugnisse: George Grosz, Max Frisch, Erwin Geschonneck.

Wollen Sie Brecht lesen? Eine ausführlich kommentierte Literaturliste.

Die wiedergefundene Ernte. Die ersten gedruckten Texte Brechts standen in der Schülerzeitung „Die Ernte“.

Brecht-Bibliografie.

Motte: Mottes Oma und Bert Brecht.

„Sind Sie oder waren Sie jemals...“ Aus dem Verhör vor dem Kongreßausschuß zur Untersuchung unamerikanischer Umtriebe.

Helmut Loeven: Ein Amoklauf der Moral. Brecht und seine Mitarbeiterinnen. „Enthüllungen“ über Brechts Verhältnis zu seinen Mitarbeiterinnen bedienen modische Ressentiments: Eine Mischung aus Prüderie, Neid, Feminismus und Antikommunismus.

„Deine Liebe könnte fünf Erdteile glücklich machen“: Ruth Berlau. Zitate aus den Erinnerungen einer faszinierenden Frau: über Walter Benjamin, Hanns Eisler, Charlie Chaplin, Peter Lorre, Paul Dessau, Berliner Ensemble, über Freundschaft und Liebe.

„Jrüß den Brecht!“ - Margarete Steffin.

Geschichten vom Herrn B. Brecht-Anekdoten.

Die Empfindlichkeit weiter Kreise... „Ich kann aber nicht entsprechen“. Aus dem Arbeitsjournal.

Lina Ganowski: Die Schriftsteller.

„Öfter als die Schuhe die Länder wechselnd“ - Flucht, Exil, Rückkehr.



DER METZGER Nr. 54 (August 1998)

(2,60 Euro)

Helmut Loeven: Luftbrücke. Wozu? Vor 50 Jahren wurde während der Berlin-Blockade die „Luftbrücke“ organisiert. Warum eigentlich?

Jakop Heinn: Warum ist Benzin so billig?

Helmut Loeven: Spiel auf ein Tor. Fischer macht die Grünen regierungsfähig.

Richard Kelber: Alles wird gut... Die Taz produziert Stilblüten.

Helmut Loeven: Schlechte Verlierer. Über Fußball als nationale Aufgabe.

Stefan Jacoby: Berti Vogts muß Kanzler bleiben. Der deutsche Fußball, im Felde unbesiegt, wurde von der Heimat von hinten erdolcht.

Hilfe für Kuba.

Nachrichten.

Rundschlag. Kelbers linke Haken. Richard Kelber über die NRW-Grünen und über Wolfgang Clement.

Helmut Loeven: Abjeschlafft? Hoch die Tassen! Das Potenzpräparat Viagra hat eine unangenehme Nebenwirkung: feministische Kommentare. Besonders schwachsinnig war der von Sibylle Tönnies.

Gestatten Sie, daß ich meinen Kuchen in Ihren Kaffee stippe? Helmut Loeven, Erika Birth und Lina Ganowski über die Quasseltante Alice Schwarzer.

Enzyklopädie des Films: Die Ehe der Maria Braun. Über die Unvereinbarkeit von Emanzipation und Karriere.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Glossen über die Taz, über Gleichberechtigung der Dummen, Krankfeiern, die Heinrich-Böll-Stiftung, den doofen Schütt, offene Schuhe, Darius Wurst, Supermarkt-Erpresser, Castaneda.

Antworten.

Der Weg nach oben.

Max Reinhardt: Der Sohn. Von einem, der auszog, um für den Führer die Welt zu erobern.

Tagebuch, Chronik, Man spricht über uns.

Bücher.



DER METZGER Nr. 53 (November 1997)

(2,60 Euro)

Helmut Loeven: Konsens nochmal aufgewärmt. Kohl redet über den 20. Juli. Nicht das Zusammenwirken von Linken und Rechten hat der Weimarer Republik den Garaus gemacht, sondern das Zusammenwirken der Rechten und der „Mitte“. Die Machtübertragung an Hitler war genau das, was Kohl heute „Wachsamkeit gegen die Feinde der Freiheit“ nennt. Der „antitotalitäre Konsens“, für den die Regierung besonders schwärmt, wenn er nochmal aufgewärmt, heißt im Klartext: Die Mitläufer und Opportunisten, die schwarzrotgoldenen Komplizen der Nazis, waschen ihre Hände in Unschuld, während die Gegner der Nazis die eigentlichen Verbrecher sind.

Max Reinhardt über ostwestliche Forschungspolitik.

Carl Korte über Null-Profis.

Richard Kelber über Borussia Dortmund: „Dumm kickt.“

Lina Ganowski: Iiiih! Ficken! Die Linken sind doof. Daran wird auch „Jungle World“ nichts ändern.

Rundschlag. Kelbers linke Haken. Richard Kelber über die Grünen, die CDU/CSU und den nachlassenden Widerstand gegen Krieg.

Galerie der Buhmänner: VauO Stomps. Ein Porträt.

Helmut Loeven: The Beat goes on. Was bin ich? Was ist ein Caise-Wagen? Jogger in Kaarst, Der blaue Engel, der SHB macht Glühwein.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: über ein Bronzedenkmal, alte Fotos, das dumme Gegacker von Teenagern, Kopelews komischen Bart und noch viele andere wichtige Themen.

Antworten. Diesmal: Rote Luzi, Antifaz, Henryk M. Broder, Günter Grass: Der Rhein-Herne-Kanal kann Ihnen sagen, wie spät es ist, Krings würdigt das Wirken, Fisch kommt zu Besuch, Sofortverlegung Bülles, Herr Born hat den Knall nicht gehört.

Dokument: Heinrich Heine über die Teutomanen.

DER METZGER Nr. 52 (Mai 1997)

(2,60 Euro)

Helmut Loeven: Kapitel soundso Vers soundso. Christliche Fundamentalisten beim Retten des Abendlandes finden Gehör – und die schweigende Mehrheit beginnt zu grölen. Die Stimmung und die Stimmungsmache in Duisburgs nördlichen Stadtteilen.

Helmut Loeven: Der SS-Staat kommt in den besten Familien vor. Österreichisches Geistesleben: ein als „linksliberal“ geltender Publizist kandidiert auf Haiders rechter Liste.

Jakop Heinn: „Humor unerträglich“. Grüne Lokalmatadore fordern Zensur. Weil der Autor Wiglaf Droste sich bei Eiferern unbeliebt gemacht hat, wird nun immer mehr geeifert.

Jakop Heinn: Das Märchen von den „Lohnnebenkosten“. Das liberale Lamento über „zu hohe Lohnnebenkosten“ ist die propagandistische Begleitmusik der Lohnkürzung.

Jakop Heinn: Scheiß-Girls. Das penetrante Girl-Power-Getue.

Helmut Loeven: Ich bin eine Dunkelziffer. Der Kampf gegen „sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“ und „sexuellen Mißbrauch von Kindern“ hat wahnhafte Formen angenommen.

Lina Ganowski: Randerscheinungen. Offener Brief an Günter Amendt.

Max Reinhardt: Keine Tabus.

Ludger Baack: Goldfische im Taufbecken. Müssen auch Tiere christianisiert werden?

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Die taz macht doofe Reklame; Satire darf alles, nur nicht übertreiben oder Was von dem, was man tut, ist eigentlich Arbeit?

Helmut Loeven: The Beat goes on. Diesmal: Religionsunterricht in den 50er Jahren (hat Jesus als Kind Indianer gespielt?); Die APO ärgert den Generalinspekteur; Doof bleibt doof und Berlin bleibt Berlin.

Erika Birth: Wat kochse denn da oder Vier Tomaten. Eine Liebe-Sex-und-Lust-Geschichte.

Erika nackt!

Beilage: Aha! Die Flugblattzeitung aus der METZGER-Redaktion, die Boulevard-Auskoppelung für die Massen. Ausgabe 1997.

DER METZGER Nr. 51 (Oktober 1996)

(2,80 Euro)

Jakop Heinn: Machen Sie alles richtig! Die Gesundheitspolitik von CDU und FDP: Abschaffung der Krankenkasse unter Beibehaltung der Beitragspflicht.

Helmut Loeven: Die taz kann weg. Brauchen wir eine linke Tageszeitung, die eigentlich gar keine linke Tageszeitung ist? Doch halt! Wenn man betrachtet, wie sich Vera Lengsfeld über die taz ärgert, dann möchte man sie doch noch behalten! Die Hotzenplotzpistole macht den Bürgerrechtler nicht zur Leiche, sondern zur Schießbudenfigur.

Anja Krüger: SturzPFLUG auf den Stammtisch. Rassistische Provinzposse in Marxloh. Der SPD-Abgeordnete Johannes Pflug plädiert für einen Zuzugs-Stopp für Ausländer im Duisburger Stadtteil Marxloh.

Befreites Land. Nachdem die Russen aus Afghanistan abgezogen sind, geht das Gemetzel erst richtig los.

Lina Ganowski: Ausgangssperre. Dem CSU-Abgeordneten Norbert Geis sollte man mal genauer auf die Finger sehen. Seine neueste Schnapsidee: eine nächtliche Ausgangssperre für Jugendliche.

Jakop Heinn: Ex und hopp. Warum schreibt die Frankfurter Rundschau bei vielen Bezeichnungen ein „Ex-“ davor?

Lina Ganowski: O schöner Soldatinnentod! Die Militarisierung der Frauenbewegung ist ein Bündnisangebot an die Herrschenden.

Zärtlichkeit ist Gewalt. „Kinderschützer“ nehmen jetzt auch Schwule ins Visier.

Helmut Loeven: Noch ein schönes Wochenende und schon wieder ein Kappeskopp oder Müssen Linke doof sein? Streit am Büchertisch, weil da ein Buch von Wiglaf Droste liegt. Linke Kreise haben sich auf ihn eingeschossen, weil sie seine Polemik absichtsvoll mißverstehen. Die wollen keinen Staat ohne Zensur, sondern eine Zensur ohne Staat.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Die Nationalhymne des Ringrichters; Biermann, der Zitronenfresser – „Enthüllungen“ über Dieter Dehm; Witzigkeit kennt kein Pardon.

Lina Ganowski: Schwerter zu Holzhämmern. Wenn sich die traditionelle Linke dem Feminismus anbiedert, erreicht dieser ein besonders niedriges Niveau. Die UZ druckte ein unglaublich schlechtes „Frauengedicht“.

Lina Ganowski: Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben? Wenn in einem Artikel in der Jungen Welt über die engherzige Sexualmoral berichtet wird, die die Anfangsjahre der SED prägte, dann sollte man sie nicht wieder aufwärmen. Etwas Schlimmeres kann den Kommunisten nicht passieren, als nicht mehr das Schreckgespenst der alten Tanten jedes Alters und Geschlechts zu sein.

Tagebuch. Die ersten Ausflüge des METZGER ins Internet sorgten für reichlich Furore.

Erika Birth: Muß es ausgerechnet Sabine sein? Sex und Eifersucht im linken Buchladen. Eine lustige Geschichte.

Beilage: Aha! Das Extrablatt aus der linken Ecke. Sind Soldaten keine Mörder? Fidel Castro. Wörterbuch des Gutmenschen. DFG-VK: Die deutsche Einheit ist eine Illusion. Lindenstraße: Wir über für die Volksgemeinschaft. Tucholsky.



DER METZGER Nr. 50 (März 1996)

(2,80 Euro)

Seien Sie ein Frosch! DER METZGER gratuliert seinen Lesern zur 50. Ausgabe.

Intro: LSD ins Trinkwasser!

Pascal Beucker: Wenn zusammenwächst, was zusammengehört. Das „Eichholzer Forum“ muß für Frau Bohley ein innerer Reichsparteitag gewesen sein: Endlich hörte ihr mal wieder jemand zu. Und darum fühlen sich die „Bürgerrechtler“ wohl zwischen CDUlern, Junger Freiheit, radikalen Lebensschützern, rechten Professoren und Historikstreitern.

Dokument: Erklärung von Karl Liebknecht zur Ablehnung der Kriegskredite.

Ludger Baack: Grünbraun ist die Haselnuß. Antje Vollmer macht sich liebkind bei den „Vertriebenen“.

Dokument: „Wie lange müssen wir warten?“ Rede von Fidel Castro vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen.

Helmut Loeven: Alles Gute kommt aus der Fremde. Wie ich die Verweigerung des Kriegsienstes heute begründen würde. „Abwehr gegen Fremdherrschaft war immer Abwehr gegen Versuche, die Germanen zu zivilisieren. Die anderen führten mit den Deutschen immer Besseres im Schilde als die Deutschen mit sich selbst.“

Pretty Woman: Brigitte Bardot wird geschminkt.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Der Mensch benutzt heutzutage Mehrweggeschirr; Fressen für das Vaterland u.a.

Lina Ganowski: Moral, doppelt. „Liberal bedeutet: Der Staat soll keine Wohnungen belauschen, es sei denn, jemand ist verdächtig. Nicht vom Staat geöffnet und gelesen werden sollen die Briefe an den Adressaten, wohl die des Absenders. Der Leser soll nicht mit Zensur belästigt werden, sondern der Drucker. Der Staat soll nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, sondern auf Perverse... Die Doppelmoral stört. Die Moral nicht.“

Helmut Loeven: The Beat goes on. Fregattenkapitän Rutke redet nur Unsinn. Die Arbeit eines Gepäckträgers. Drei alte Knacker.

Helmut Loeven: Literatur als Verweigerung. Zum Tod meines Freundes Josef Wintjes.

Thomas Holtbernd: Wie ein toter Fisch im Wasser. Für Josef Wintjes.

Kurt Küther: Dichters Ballade 1986. Für Josef Wintjes.

Josef Wintjes: Der Lenz ist da! Die linden Lüfte sind erwacht! Gedicht von 1969.

Jerry Garcia. Grateful Dead.

Pretty Woman: Sahra Wagenknecht.

Aus aller Welt. Die Seite für den Rest. Bei Elefantens ist ein Zimmer frei.



DER METZGER Nr. 49 (September 1995)

(2,80 Euro)

Helmut Loeven: „Sie müssen mich dann aber auch gernhaben“. Nachbetrachtung zum 8. Mai.

Ulla Jeplke: Der großdeutsche Dialog um die Sudentendeutschen.

Erika Birth: Begegnungen mit einem Töter. Über die unerträgliche Gleichgültigkeit vor der Bestialität der deutschen Geschichte.

Helmut Loeven: Die Vegetarier von heute sind die Kannibalen von morgen. Alles ist „Mord“. Die Perspektivlosigkeit linksradikaler „Zusammenhänge“ hat zu einem Amoklauf der Tugendwächter, Bannstrahlschleuderer und Flammenschwertträger geführt.

Lina Ganowski: Alle Weiber sind potentielle Hyänen. Vergewaltigung ist, wenn man eine Frau sieht und nicht schnell genug wegguckt. Die Perspektivlosigkeit linksradikaler „Zusammenhänge“ hat zu einem Amoklauf der Tugendwächterinnen, Bannstrahlschleudererinnen und Flammenschwertträgerinnen geführt. Das schlimmste an der Frauenbewegung sind die Männer von den Frauen mit ihrem vorauseilenden Gehorsam.

Lina Ganowski: Das Mädchen Rosemarie. Die Schwindel-Anfälle der „Wildwasser“-Kämpferinnen. Wer schützt die Kinder von den Kinderschützerinnen?

Die Vernichtung des Oscar Wilde. Der Vernichtungsfeldzug der moralisch Entrüsteten.

Die Rache des Reporters. Die Buchhandlung Weltbühne lud Hermann L. Gremliza ein. Was die Presse daraus machte: Thomas Becker in der WAZ (gut) und Thomas Meiser in Marabo (unsäglich).

Menschenrechte. „Menschenrechte“ bedeutet nicht, daß jeder Mensch das Recht hat zu essen, sondern daß jeder Verhungernde das Recht hat, einen privaten Fernsehsender zu gründen.

Beilage: Aha! Die Flugblattzeitung aus der METZGER-Redaktion, die Boulevard-Auskoppelung für die Massen. Ausgabe 1995. Sind die Deutschein ein blödes Volk? SPD: Hier können Familien Kaffee kochen. FAP verboten, NPD macht weiter. Justizopfer des Kalten Krieges. Jakop Heinn: Marode Marktwirtschaft. Tucholsky.



DER METZGER Nr. 48 (Februar 1995)

(2,80 Euro)

Rede des Alterspräsidenten Stefan Heym anläßlich der Konstituierung des 13. Deutschen Bundestages – Rede der Alterspräsidentin Clara Zetkin zur Eröffnung des Reichstages am 30. August 1932.

Helmut Loeven: Streiten Sie nicht mit einem Deutschen, wenn Sie müde sind! Replik auf die Rede von Stefan Heym: „Der größte Dienst wäre den Völkern erwiesen, wenn Deutschland seiner neu gewonnenen Bedeutung nicht entsprechen würde, sondern eine solche Bedeutung nicht hätte.“ Außerdem: Über die Schmutzkampagnen von Broder, Biermann u.a. gegen Stefan Heym, Alfred Hrdlicka, Gregor Gysi und Julius H. Schoeps.

Lina Ganowski: Broders große Stunde. Er will für einen wackeren Streiter gegen den Antisemitismus gehalten werden. Aber er ist als Kronzeuge bei Fuß, wenn jüdische „Volksverräter“ ausgegrenzt werden.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Religion und Kohlentröte; Was ist „Gemüt“?

Antworten. Peter Schneider, Joschka Fischer, Antje Brat-Vollmer, Wähler, Ina Philipps.

Kurt Gossweiler: Faschismus aus der Mitte der Gesellschaft. Kurt Gossweiler antwortet Siegfried Jäger.

Regierungserklärung. Ein Gedicht von Günter Bruno Fuchs illustriert mit Bülles (Der Bülles-Kurierdienst bringt den Teppich).

Magda Gorny: Hinterhofkatze haut ab. Tusche.



DER METZGER Nr. 47 (August 1994)

(2,80 Euro)

Wer jetzt noch an die Marktwirtschaft glaubt, ist ein Idiot.

Dokument: Bertolt Brecht: Faschismus und Kapitalismus.

Helmut Loeven: Die Deutschen sind ein blödes Volk, die haben wieder Kohl gewählt. Bereits vor der Bundestagswahl wurde deren Ergebnis kommentiert.

Thomas Kuhl: Traditionell unmenschlich. Bewußtsein und Kultur der Mächtigen im Nachkriegsdeutschland. Sujets wie die Vernichtung Anderer im sogenannten Dritten Reich erfahren hierzulande traditionell eine seltsame Rezeption. Überlegungen zu dem Film „Schindlers Liste“.

Dokument: „Auferstanden aus Ruinen“. Notenschrift von Hanns Eisler.

Helmut Loeven: Unter Honecker war alles besser. „Niemand auf den Regierungsbänken in Bund und Ländern ist würdig, Erich Honecker auch nur die Schuhe zu binden.“ Ein Nachruf.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Glossen über Gefühle von Gefühlsmenschen, die Kappes-Köppe von Bündnis 90 (Ingrid Köppe), Derrick, Gartenzwerge in Gefängniszellen.

Lina Ganowski: Müssen Frauen doof sein? Eine Gruppe maskierter Frauen drang in die Redaktionsräume der feministischen Zeitschrift Emma ein, schrieb emmafeindliche Parolen an die Wände und richtete erhebliche Verwüstungen an. Warum erst jetzt? Emma ist Feminismus für Doofe. Traditioneller weiblicher sexueller Konservatismus ist zwar doof, verkauft sich aber gut. Emma hat das Vertrauen derer, die die „Befreiung der Frau“ wünschen, ebensowenig verdient wie die Abneigung derer, die die Befreiung fürchten.

Das törnt richtig: Kaffee aus Kuba.

„Jedermann sein eigner Fußball“. Die Dada-Zeitung des Malik-Verlags von 1919 im Faksimile.



DER METZGER Nr. 46 (Dezember 1993)

(2,80 Euro)

Fritz Pfanzagel: Die Tradition brechen! Titelgrafik.

Intro: Spiegelei, Millowitsch. Was will der Künstler damit sagen?

„Das ist ja gar kein richtiger Krieg, ach was, ach was, ach was!“ In Somalia ist die Bundeswehr im Einsatz. Eine weitere Station der Militarisierung der Außenpolitik.

Mit euren Kindern planen sie jetzt schon Kriege. Mit der Geburtenrate hat die Familienministerin Rönsch (CDU) auch die Sollstärke der Bundeswehr im Sinn.

Der Bluthund. In Moskau brennt der Reichstag.

Helmut Loeven: Der totale Standort. Die heim ins Reich geholten Brüderundschwestern glaubten, das Paradies der Verbraucher und Fernreisenden zu betreten. Aber jetzt hat die Bundesregierung den „Bericht zur Zukunftssicherung des Standortes Deutschland“ vorgelegt.

Harald Goldhahn: Karikatur.

Erinnerung an Erich Schulz.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Ein schönes Wochenende und ein Kappeskopp; Thomas Meiser (Marabo) versucht zu schreiben.

Stefan Jacoby: Psychoterror an der Gesamthochschule Duisburg. Naziflugblätter und Drohbriefe. Wieder mal ein „unpolitischer Einzeltäter“?

Helmut Loeven: Warum heißt DER METZGER eigentlich „DER METZGER“? Aus der Geschichte einer radikalen Zeitschrift. 1968-1993: 25 Jahre DER METZGER. Wie die Zeitschrift entstand, welche Entwicklungsphasen sie durchmachte, über Autorinnen und Autoren – und wie die Zeitschrift zu diesem unpassenden Namen kam.

Magda Gorny: Die Sphinx ist viereckig. Cartoon.

Herbert Laschet Toussaint: Sonettenlage zum Knarz der Nation. Sonettenkranz.

„Wer wat zu sagen hatte fand auch‘n Publikum.“ Sigmar Wyrwich berichtete in Radio Duisburg über Helmut Loeven. Der Wortlaut.

Aus aller Welt. Die Seiten für den Rest.



DER METZGER Nr. 45 (März 1993)

„Notausgabe“

(2,80 Euro)

Jürgen Link: Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen. Political Fiction. Wie wäre es, wenn die UNO sich mal mit der Lage der Menschenrechte in der Bundesrepublik Deutschland befassen würde?

Warum DER METZGER Nr. 45 als „Notausgabe“ erscheint. Läßt die ökonomische Lage der Zeitschrift und ihres Herausgebers ein Weitererscheinen zu? Eine nüchterne Betrachtung.

Helmut Loeven: Sandsäcke statt Kerzenhalter. Betrachtung zum Geisteszustand des Landes nach der „Wende“: Rassistische Exzesse sind die Früchte der „Einheit“. Die Teilung Deutschlands war ein Zustand, mit dem sich jeder gut arrangieren konnte. Für die Einheit Deutschlands gilt das nicht.

Helmut Loeven: Deutschland ohne Schutzwall. Uwe Kochs „brisante Mischung“. Vollständiger Wortlaut eines Offenen Briefes, der in der pazifistischen Zeitschrift Zivilcourage in einer willkürlich verstümmelten Version zu lesen war. Antwort an einen „Bürgerrechtler“, der den in Folge der „Wende“ verstärkt auftretenden Neofaschismus als pubertäre Trotzreaktion verharmlost und den „staatlich verordneten Antifaschismus“ dafür verantwortlich macht.

Dokument: „Dieser Prozeß enthüllt den Charakter der Bundesrepublik“. Erklärung des Angeklagten Erich Honecker vor dem Berliner Landgericht.

Heinz Jacobi: Stammtisch, Roulett-Tisch und Mutter Natur. Die FAZ läßt über Gerechtigkeit philosophieren.

Harald Goldhahn: Karikatur.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Gegen die Rechtschreib-Reform; Für die Ehescheidung. Und vier Seiten „Antworten“, u.a. an Thea S. („Das Patriarchat gibt es doch gar nicht mehr“), Jacqueline Ortiz („Soldatinnen sind Mörderinnen“) und an die Zeitschrift „Antifaz“ („Wer das Wort ‚Der Schoß ist fruchtbar noch...‘ als ‚sexistischen Ausdruck‘ bezeichnet, ist ein Idiot“).

Stefan Jacoby: Drahtzieher. Buchbesprechung.

Helmut Loeven: „Kein weiteres Übel“. Über den furchbaren Juristen Helmut Münzberg, der sich als Staatsanwalt schützend vor einen Nazimörder stellte. Der Mord an den Kindern vom Bullenhuser Damm sei gar kein Mord gewesen, weil den Kindern außer der Vernichtung ihres Lebens kein weiteres Übel zugefügt worden sei.

Magda Gorny: Karikatur.

Political Fiction: „Katholikenproblem lösen“. Wie würde sich das anhören, wenn man das Wort „Ausländer“ durch „Katholiken“ ersetzen würde?



DER METZGER Nr. 44 (Januar 1992)

(2 Euro)

Helmut Loeven: KPdSU zwischen Suppe und Kartoffeln. „Als die DDR fiel, war der Fall der Sowjetunion nur noch eine Frage der Zeit“. In der Übergangsphase toben sich in Osteuropa die nationalistischen Großmannssüchte aus.

Stefan Jacoby: Lüderitz statt Sandino. Die Errungenschaften der „friedlichen Revolution“. Dort, wo mal die DDR war, sind jetzt die Straßen umbenannt worden. Die „Ossis“ haben sich dem „Westen“ angedient und fühlen sich betrogen, weil ihre Unterwerfung nicht fürstlich belohnt wurde. Ein Reisebericht.

Heinz Jacobi: Friedensverbrecher. Über die Wunderdoktoren Julius Hackethal und Wolfgang Pohrt.

DFG-VK Duisburg: Nichts ist vergessen und niemand. 50 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion. „Dem deutschen Michel muß die Siegermentalität schleunigst wieder abgewöhnt werden.“

Lina Ganowski: Sittlichkeit und Kriminalität. Die bürgerliche Justiz tut sich im Umgang mit der Sexualität schwer. Noch schlimmer steht es um die Paralleljustiz des links-alternativen Milieus.

Supplement: Der nächste Golfkrieg kommt bestimmt. Beilage zum Angriff der USA auf Irak (Extrablatt der DFG-VK Duisburg).



DER METZGER Nr. 43 (Januar 1991)

(2 Euro)

Dokument: Heinrich Heine über den Kommunismus.

Stefan Jacoby: Republikaner am Ende – Problem erledigt? Das Auf und Ab einer rechtsextremen Partei, Bestandsaufnahme. Rechte Parteien haben Erfolge nicht durch soziale, sondern ideologische Protestwähler.

Helmut Loeven: Die größte Wiedervereinigung seit 1938! Die „Deutsche Einheit“ ist auch der Triumph der Tanten auf dem Sofa, die jetzt froh sein können, daß für „68“ Rache geübt wird.

„Macht das Tor zu, es zieht“. Das Zeitungsflugblatt der DFG-VK Duisburg im Faksimile.

Lina Ganowski: Der gewöhnliche Antisemitismus. Der Antisemitismus ist ein aktuelles Problem, das durch völkisch-nationalistische Aufwallungen in Folge der Wiedervereinigung größer wird. „Stamm ist, wenn alle dasselbe essen. Volk ist, wenn alle dasselbe empfinden.“

Ulrike Dammers: „Die Überlebenden werden die Toten beneiden“. Die Warnung vor einem Atomkrieg darf nicht vergessen lassen: Ein Atomkrieg hat bereits stattgefunden.

Helmut Loeven: Zittern für den Frieden oder Der wirkliche Konflikt in der Deutschen Friedensgesellschaft. Gegen das Angst-Gejammer der „Betroffenen“. Der Pazifismus muß bissiger werden.

Lina Ganowski: Wieviel Tirolerhüte braucht der Mensch? Absage an einen Talentsucher und Zusage, lieber weiterhin METZGER-Autorin bleiben zu wollen.

Die Kati-Witt-Show: Kiss me, Kate! BILD hetzt, die Liebe wächst.



DER METZGER Nr. 42 (Februar 1990)

(2 Euro)

Helmut Loeven: Unheilbares Deutschland. Das „Volk“ der DDR „befreit“ sich und sinkt dabei auf das Niveau der Bundesrepublik hinunter. Eine Absage an die Wiedervereinigung und eine Abrechnung mit den gutgläubigen oder heuchlerischen Helfershelfern der Annexion.

Prof. Siegfried Jäger: Entstehungsbedingungen des Rechtsextremismus heute. Die Kernthese: Faschismus und Rechtsextremismus entstehen aus der Mitte der Gesellschaft heraus.

Stefan Jacoby: Wut, Trauer und rot-grüne Besoffenheit. Der „moderne“ Antifaschismus. Der plötzliche Aufstieg des „Neo“-Faschismus traf das grün angehauchte linke Milieu unvorbereitet. Dieses möchte sich seinen Anteil am plötzlichen Aufstieg der Nation aber nicht entgehen lassen und wettert gegen den systemkritischen „traditionellen“ Antifaschismus. Eine Streitschrift.

Helmut Loeven: Gegen das Genesen am deutschen Wesen. Eine biographische Skizze über Carl von Ossietzky.

Lina Ganowski: Ein monumentaler Ölschinken. Warum ich am Schriftstellerinnenkongreß der DFG-VK nicht teilnehme. Schon die Liste der Eingeladenen (Alice Schwarzer et al) läßt ahnen: hier geht es um standpunktlose Betroffenheit, Frauentümelei. „Zurück zu Bertha von Suttner“ ist keine so gute Idee.

Helmut Loeven: Warum mußte Ceausescu sterben? Der Staatsstreich in Rumänien hat gezeigt, daß der Transformationsprozeß in Osteuropa nicht überall in der Hülle einer „gewaltlosen Revolution“ vonstatten gehen kann, aber um jeden Preis durchgezogen wird.



DER METZGER Nr. 41 (Dezember 1988)

(2 Euro)

Schwerpunktthema: Der Pornograf als Terrorist.

Helmut Loeven: „Catch your dreams!“ – Ein Rechenschaftsbericht. Über Berührungen mit der Erotik im nicht-intimen Raum.

Helmut Loeven: Der Pornograf als Terrorist. Warum die Anti-Porno-Kampagne von Emma reaktionär ist. Beim Streit um Pornografie geht es nicht um Pornografie, sondern um Sexualität.

Ulrich Sonnemann: Die Zwiesprache oder Der Jasager. Gedicht über einen (gedachten) Dialog von Herbert Marcuse und Beate Uhse („Mit dem Lustprinzip, Hort beider Reiche, meinten sie doch nicht das gleiche“).

Lina Ganowski: Im Kampf gegen die Bilder. Beim Streit um Pornografie geht es eigentlich um ganz etwas anderes: Ob zwischen der Liebe der Geschlechter und Vergewaltigung noch ein Unterschied wahrgenommen wird.

außerdem:

Helmut Loeven: Es gibt keine 68er-Generation und es hat sie auch nie gegeben. Gegen die Verkürzung einer Epoche auf eine Saison.

Stefan Jacoby: Mit Vaterlandsliebe gegen Aids und Linke. Über einen neurechten Verlag.



DER METZGER Nr. 40 (Januar 1988)

(2 Euro)

Bilderchronik: Krupp Rheinhausen.

Stefan Jacoby: Rechtes Warnsignal aus Bremen: Wer ist die „Deutsche Volksunion“?

Land im revolutionären Prozeß. Interview mit Barbara Dulisch. Über eine Reise nach Nicaragua.

Britta Schöpe: Von der Manie zur Frauie? Mitglieder/innen und -außen, Bekloppt/innen, Link/inn/en und Grün/inn/en. Über den frauschenden Konsens.

Kaspar Heuser: Einfältiges. Aphorismen.

Helmut Loeven: Gremliza versus Wallraff. Wenn ich sage, Sie sehen aus wie Goethe, dann sehen sie aus wie Goethe. Gremliza mag mit seiner Polemik gegen den Jargon und die Kultur der Betroffenheit richtig liegen. Aber sein Angriff auf Günter Wallraff mag nicht so recht überzeugen.

Stefan Jacoby: Streit und Einigkeit der „alten“ und „neuen“ Rechten. Verschwörungstheorien aus dem Hause Bohlinger.

Lina Ganowski: Verrat Verrat. Die Selbstzeugnisse des Feminismus werden immer kindischer.

Helmut Loeven: Toutes les Femmes s‘appellent Camille. Frau und Film. Essay über den Film „Le Mépris“ von Jeanluc Godard.

Peter Bernhardi: Unzufrieden mit der Macht. Anmerkungen zur 5%-Klausel.

Wolf Stock: Hemingway, Castro und die Kupfermadonna. Spurensuche auf Cuba. Ein Reisebericht.

A.S.H. Pelikan: Warum mich keine Mädchen mögen.

Horst Tress: Sechs Collagen.



DER METZGER Nr. 39 (Juni 1987)

(2 Euro)

Editorial: Warum DER METZGER nicht erscheint. Über die Schwierigkeiten der Produktion eines Underground-Magazins in den 80er Jahren.

Helmut Loeven: Jute und Plastik. Der neue Erfolgsmenschenkult. Krisenbewältigung ist out. Den Krisen begegnet man jetzt mit Elitebildung. Zur Elite gehört man zwar nicht, aber man glaubt an sie. Über die Inszenierung der Yuppie-Kultur im Werbefernsehen, über „raffinierten“ Käse, über die Inszenierung der Anpassung als „Selbstbewußtsein“.

Stefan Jacoby: Bei den Rechten herrscht Aufbruchstimmung. Die „Republikaner“ – eine neue rechte Sammlungsbewegung. Nach 15 Jahren Marginalisierung entsteht wieder eine erfolgreiche rechte Wahlpartei. Was ist die Basis der „Republikaner“, was ist ihre Ideologie, was ist ihr Umfeld? Wer ist wer bei den „Republikanern“? Der erste umfassende Bericht über die neue Partei. Mit zahlreichen faksimilierten Dokumenten.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Zum Beispiel: Darf man Nicaragua-Kaffee in den Naturkostladen bringen? Wenn schon Monarchie, dann richtig! Eine doofe Fürstin. Der Papst: There‘s no business like show-business.

Helmut Loeven: Frauengeschichten. Die dicke Birgit; Vitamine von Susanne; Hänsel und Gretel kommen von ‘ner Demo; Marion; im Wald vom Wolkenbruch überrascht; Karin, die Traumfrau; die schönste Partei der Welt.

Antworten. Befreiungsbewegungen und Pazifismus; Petting statt Pershing; Als Raucher unter Linken; Le Temps des Cerises.

Josef Dünnwald: Weltmeister Klassenbester. Collage.

Kaspar Heuser: ZuTreffendes. Aphorismen.

Horst Tress: Was kostet die Welt? Collagen.



DER METZGER Nr. 38 (Februar 1986)

(2 Euro)

Schwarz wie ich bin. Zwei Gedichte von Zindzi Mandela.

Roger Sanchez. Karikaturen aus der nicaraguanischen Zeitung Barricada.

Helmut Loeven: Politik zwischen Pudding und gestern. Wohin treibt die Friedensbewegung?

Helmut Loeven: Lesefutter. Beim Zeitungslesen und Fernsehgucken angesammelt: Der ganze Ärger über: deutschen Humor, den Klagenfurter Dichterwettbewerb, Florian Havemann, die Das-Gras-wachsen-Hörer Matthias Horx und Cora Stephan, den Duisburger Rechtsdezernenten Josef Ebert und über Erzähler dummer Witze. Und: „‘Sein oder nicht sein‘ von Mel Brooks inszeniert ist wie die Matthäuspassion arrangiert von James Last.“

Helmut Loeven: Frauengeschichten. Frauen am Arbeitsplatz (Eschhaus, Kopierladen). Aber Sozialreportagen sehen normalerweise anders aus.

Antworten. Pazifist, Herr Biermann, Unterschriftensammler, Harms-Verlag, GEPA und Aktion Dritte-Welt-Handel.

Tagebuch. Diesmal gibt es viel aus der Werkstatt zu berichten.

Kaspar Heuser: ZuTreffendes. Aphorismen.



DER METZGER Nr. 37 (Januar 1985)

(2 Euro)

Peter Dietz: Umschlaggestaltung.

Warum wir Nicaragua verteidigen.

Helmut Loeven: Lechts und rinks. Über Biermann, Bahro, Glucksmann, die Grünen, „Vernunftkritik“, „Wertkonservatismus“ in der Anti-AKW-Bewegung, Frauenbewegung und andere Wendemanöver.

Klaus Maßberger: Frauenbewegungen. Klaus Maßberger antwortet Christina Kremers (DER METZGER 36). Redaktioneller Vorspann: „Mit Namen gezeichnete Beiträge geben NICHT UNBEDINGT die Meinung der Redaktion wieder. Dieser Beitrag tut es IN KEINEM FALL.

Lina Ganowski: Männermasche, Frauenpower, Utopie. Warum ich keine Feministin bin. Lina Ganowski antwortet Klaus Maßberger. Der reale Feminismus unserer Breiten ist äußerlich radikal, innerlich reaktionär. Die Frauenbewegung unserer Tage ist keine Bewegung für die Frauen, sondern bloß gegen die Männer – und gegen die Sexualität. „Emanzipation und Feminismus sind nicht dasselbe.“ Darum muß eine „Kritik am Feminismus“, die in Wirklichkeit eine Kritik an der Emanzipation ist, abgelehnt werden.

Helmut Loeven: Frauengeschichten. Etwas; Brot und: Rosen; Penelope.

Helmut Loeven: Lesefutter. Glossen über den Mann des Jahres, Bauchtanz, Carmen (Film), die ARD-Hitparade, Hausbesetzer, „Frauenliteratur“.

Josef Dünnwald: Haufenweise Wahnsinn. Collage.



DER METZGER Nr. 36 (November 1983)

(2 Euro)

No pasaran! Appell, die Revolution in Nicaragua nicht bloß als Zuschauer wahrzunehmen.

Christina Kremers: Hausfrau, Ehefrau, Geliebte, Freundin, Mutter, Lustobjekt – Mensch oder Funktion? Ein wirklich „zupackender“ Artikel: „Es sieht so aus, als hätten wir noch nicht, das Selbstbewußtsein, unsere eigene Sexualität zu ertragen.“ Kritik an der Haltung der Frauenbewegung zur Sexualität.

Lesefutter. Dummheit und Gemeinheit in den Zeitungen.

Medico International. Praktischer Internationalismus.

A.S.H. Pelikan: Sehr charmant und elegant. Über die Schwierigkeiten beim Schreiben von Liebesbriefen.

Petra Leischen: Stadtgeräusche. Heimliche Gespräche.

Peter Grohmann: Zwei Fotomontagen.

Anton Andreas Guha: Die Vernunft kapituliert immer als erste. Aus einem Tagebuch aus dem 3. Weltkrieg.

Christian Ide Hintze: Zettelalbum. 1,2 Millionen Zettel hat Christian Ide Hintze in vier Jahren verteilt. Eine Auswahl.

Peter-Paul Zahl: Diskurse. Ein Liebesgedicht.



DER METZGER Nr. 35 (Juni 1982)

(2 Euro)

Bilderchronik. 1982 fand nach einer langen Unterbrechung wieder der Ostermarsch statt.

Helmut Loeven: Es gibt keinen antikommunistischen Frieden. In der rasch zur Massenbewegung gewordenen Friedensbewegung sind antikommunistische Positionen zu hören. Die unterschiedslose Ablehnung der „Supermächte“ ist ein fataler Irrweg.

Lesefutter. Glossen.

Klaus Droste: Jugendarbeitslosigkeit in Duisburg. Eine Analyse.

Sigmar Wyrwich: Karikatur.

Tullus Fuchs: Duisburg City Blues. Polemischer Abgesang auf eine Stadt. Tullus verläßt Duisburg und behält die Stadt anscheinend in schlechter Erinnerung.

Karl Valentin. Zitat.

Rahel Lewin. Zitat.

Peter-Paul Zahl: Über Formen der Verpuppung. Nachträgliche Gedanken zu zwei Gedichten über die Himmelfahrt Carrero Bloncos, acht Jahre danach.

Galerie der Buhmänner. Walter Mehring.

Peter Brückner: Laßt euch nicht verschüchtern. Auszug aus dem Vortrag, den Peter Brückner im Eschhaus gehalten hatte, und ein Brief an den Herausgeber („Den METZGER habe ich gern gelesen. Gerade den Beiträgen über Ulrike Meinhof / RAF wünsche ich weite Verbreitung“).

Detlef Surrey: Karikatur.

Helmut Loeven: Widersprüche. Aphorismen („Große Ereignisse werfen ihre Claviere voraus“).

Magda Gorny: Baum ab? nein danke! Federzeichnung.



DER METZGER Nr. 34 (September 1981)

(2 Euro)

Helmut Loeven: Real-Politiker. Kommentar zur Lage.

Sigmar Wyrwich: Comic-Strip.

Keine Atomraketen in Europa! Stimmen zum „Krefelder Appell“.

Helmut Loeven: Lesefutter. Die Presseschau.

Waffen für El Salvador! Weizen für Nicaragua!

„Von den Bergen bis zum Bunker“. Über einen Dokumentarfilm aus Nicaragua.

Dokument: Bobby Sands: Die irische Lerche.

Volker Sundermann: USA: Die Linke erwacht aus ihrem Schlaf. Ein Reisebericht. Volker Sundermann besuchte den Liedermacher Dave Lippman in San Francisco.

Helmut Loeven: „...the World was waiting for a Lover“. Über John Lennon.

Peter-Paul Zahl: Anlage defekt: Handbetrieb. Sexualität im Knast.

Karlheinz Barwasser: Knastfick. Gedicht.

Magda Gorny: Wählt das Leben. Federzeichnung.



DER METZGER Nr. 33 (September 1980)

(2 Euro)

Der Kandidat hat gesprochen. Der Bundeskanzlerkandidat Strauß hat in zahlreichen Verlautbarungen seine politischen Ziele erkennen lassen.

Republik Freies Wendland. Bilder und Berichte aus Gorleben.

Helmut Loeven: „Wer SPD wählt, wählt Strauß.“ – „Was?“ Gedanken eines Wechselwählers. Plädyer dafür, die Chancen, die durch das Entstehen der Grünen entstehen, zu nutzen.

GegenBILDStelle. Über eine Kampagne gegen die Bildzeitung.

Brecht statt Strauß. Das Brecht-Gedicht „Freiheit und Democracy“ soll als Revue auf Tournee gehen.

Dokument: „Die klare Trennungslinie zwischen Kriminellen und Dissidenten verwischt“ Erklärung der kubanischen Regierung zur Auswanderungswelle.

Lesefutter. „Es gibt eine Presse in diesem Land, die die Beschränktheit geradezu mit Mutwillen heranzüchtet.“

Friedhelm Ripperger („Obelix“): Knast-Impressionen oder Von dem Bemühen, nicht das zu sein was man ißt. Dies ist nicht nur ein kommentierter Speisezettel. Dies ist ein Freiheits-Manifest!

Peter-Paul Zahl: Wider die Spalter. „Jeder kollektiv getragene Widerstand im Knast ist tausendmal mehr wert als das wortradikale Gestammel der RAF-Groupies... Ich gestehe, ich habe besseres zu tun als mich weiterhin mit Mahlers Hegel-Trip und den anpolitisierten RAF-Fanclubs zu beschäftigen.“

Karin Puck, Peter Bernhardi: Gegen die Freiheitsstrafe!

Dokument: Von der Heiligkeit der Revolution – Ernesto Cardenal. Eine Sammlung von Zitaten des nicaraguanischen Priesters und Revolutionärs.

Lothar Röse: Was zeigt uns der Nationalsozialismus? Konzept eines Seminars.



DER METZGER Nr. 32 (Dezember 1979)

(2 Euro)

Dokument: Herbert Marcuse: Befreiung von der Überflußgesellschaft. Statt eines Nachrufs: Vortrag von Herbert Marcuse auf dem Kongreß „Dialektik der Befreiung“, London 1967.

Much: Karikaturen.

Dokument: Carl von Ossietzky: Gasangriff auf Hamburg. Der Aufsatz aus der Weltbühne von 1928 als Kommentar zum Hamburger Giftgasskandal von 1979.

Lesefutter. Presseschau.

Karl Retzlaw 1896 – 1979. Ein Nachruf von Peter Bernhardi und ein Auszug der Autobiografie von Karl Retzlaw: „Die Hoffnung Berlin“.

Hans Husel: Fotomontage

Helmut Loeven: Schafft zwei, drei, viele Vietnam! Eine Rechtfertigung der vietnamesischen Invasion in Kambodscha zum Sturz des Pol-Pot-Regimes. Dazu ein Bericht der Hilfsaktion Vietnam.

Dokument: Agostinho Neto: Angola Heilige Hoffnung. Vier Gedichte.

Dietrich Schrooten: Der Castaneda-Schwindel. Gibt es Don Juan wirklich? DER METZGER enthüllt: Die „Lehren des Don Juan“ sind ein Plagiat. Das Original stammt von dem österreichischen Kaffeehauspoeten Hermann Kasten-Eder.

„Einer alten Frau die Handtasche zu klauen ist kein vernichtender Schlag gegen das Privateigentum.“ Mit dem sonnigsten Gemüt von der Welt hat eine „Gruppe“ das im Trikont-Verlag erschienene Buch „Besuche in Sackgassen“ von Peter Schult nachgedruckt und verschärbelt es für 2 Mark. Peter-Paul Zahl vergleicht die „anarchistischen“ Raubdrucker mit Handtaschenräubern. Helmut Loeven kommentiert den „anarchistischen“ Sabotageakt aus der Perspektive eines linken Buchhändlers.

Hansjürgen Bott: Ein Gedicht. Werft niemals einen Schneemann um. Denn es könnte ein Schutzmann sein.

Klopsbäckers Rundschau. Organ für die im Dreieck springende Kreis-Bevölkerung.



DER METZGER Nr. 31 (Mai 1979)

(2 Euro)

Vietnam bleibt unsere Sache. Konflikt zwischen Vietnam und Kambodscha. Für das Entstehen einer „Neuen Linken“ in Europa war der Vietnamkrieg ein entscheidender Faktor. Wie der neue Konflikt von der (zerfallenden?) Neuen Linken aufgenommen wird ist frappierend: Sie will ihre Quellen verleugnen und schreckt nicht vor Affinitäten mit der Pol-Pot-Diktatur und der Großmachtpolitik Chinas zurück. Die gerade gegründete taz spielt eine unrühmliche Rolle. Kommentar: Warum die Solidarität mit Vietnam aktuell und notwendig bleibt. Nachrichten und Dokumente: Vietnam heute und der Vietnam-Protest in den 60er Jahren.

Volk ohne Strom? Plädoyer für eine politisch bewußte Strategie gegen die Atomenergie.

Dokument: Friedrich Karl Kaul über den Majdanek-Prozeß.

Lesefutter. Presseschau.

Peter Bernhardi: Pflichtlektüre für die Linke. Karl Retzlaws Erinnerungen.

Gerd Mahr: Spektrum des Geistes. 30 Jahre Eremiten-Presse.

Peter-Paul Zahl: Haftstatus normalisiert, Vollzugsplan in Kraft.

Detlef Surrey: Karikaturen.



DER METZGER Nr. 30 (Januar 1979)

(2 Euro)

Detlef Surrey: Arbeits-Lose (Titelseite)

Helmut Loeven: Sektendrama? In Guayana beging eine Sekte kollektiven Selbstmord. Manchmal kommt es einem so vor, als wäre die Konsumgesellschaft eine ähnliche Sekte.

Herbert Wehner hebt die Tasse! Collage.

Etwas noch nicht Dagewesenes. In der Bundesrepublik Deutschland sollen zwei linke Tageszeitungen an den Start gehen. Und prompt reagiert die linke Szene wieder irrational. Über den Stand und die Umstände der Vorbereitung. Außerdem: Den ID (Informationsdienst zur Verbreitung unterbliebener Nachrichten) gibt es auch noch.

Helmut Loeven: Auf die Hündin gekommen. Die real existierende Frauenbewegung hat die Wende nach rechts vollzogen. Prüde ist sie schon, jetzt wird sie auch noch militaristisch. Auf Kritik reagiert sie hysterisch.

Detlef Surrey: Detlefs Beziehungs-Seite. Karikaturen.

Helmut Loeven: Endlich wieder was zum Lachen. Acht kurze Gedichte.

Russell-Tribunal in der BRD.

Vietnam-Flüchtlinge. Die Fortsetzung des Vietnam-Krieges mit dem Mitteln der Propaganda.

Eine Kultur, die sich selbst niederbrüllt. Die Sängerin Nina Hagen wird wohl sehr überschätzt.

Peter-Paul Zahl: Domräuber zu Köln. Gedicht.

Was ist der Unterschied zwischen einem Hering und einer Idee? Die Zeitschrift „Filmfaust“ ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Dokument: Margherita von Brentano: Das verratene Land und der Landesverrat. Ein Kommentar zur Spiegel-Affäre in der Zeitschrift „Das Argument“ von 1963.

Helmut Loeven: Sechs Karikaturen.



DER METZGER Nr. 29 (August 1978)

(2 Euro)

Dokument: „Es geht inzwischen nicht mehr um Herrn F.“ Rede von Erhard Eppler vor dem Landtag von Baden-Württemberg über den Herrn Filbinger, der nicht nur wegen des Schattens seiner Vergangenheit als Nazi-Marinestabsrichter, sondern auch wegen seines aktuellen Wirkens als Ministerpräsident die bürgerliche Demokratie diskreditierte.

Linke Tageszeitung. Über den Stand der Vorbereitung.

Detlef Surrey: Karikaturen.

Helmut Loeven: Why can‘t we do it in the Road? Die Klage gegen den Stern wegen erotischer („sexistischer“) Titelbilder war eigentlich eine Albernheit. Aber sie macht eine konservative Wende im Umgang mit der Sexualität sichtbar: Weg mit den gewonnenen Freiheiten. Prüderie im Gewand verklemmter „Emanzipation“.

Peter Dietz: Hat Kultur drei Buchstaben? Bericht über Bernhard Ramroth und sein Gegenkultur-Feuerwerk Otz-Konzern.

Bücher: Matthyas Jenny über Jack Kerouac.

Die Listen. Der Verfassungsschutz stellte eine Liste von 287 linken Zeitschriften und 239 linken Organisationen zusammen. Die Behörden wurden aufgefordert, bei Reisenden in das oder aus dem Ausland auf Personen, die solche Periodica mit sich führen oder einer der genannten Organisationen angehören, ein besonderes Augenmerk zu richten.

Dokument: Julian Beck: Radio Free Rome. Artikel aus Yipster Times (englisch).

Trotz alledem. Drei Fassungen eines Liedes aus zwei Jahrhunderten (Freiligrath, Biermann, Wader) und das Original „A Man‘s a Man for a‘that“ von Robert Burns (mit Noten).

Viele kurze Berichte und Kommentare. Viele Anzeigen.

Supplement: Wahlzeitung von Bunte Liste / Wehrt Euch (Hamburg).



DER METZGER Nr. 28 (Mai 1978)

(2 Euro)

Schwerpunktthema: Sexualität und Unterdrückung, Sexualiät und Befreiung:

Recht ist was dem Spießer recht ist. Bettspiele am Sonntagmorgen – sexueller Mißbrauch von Kindern? Einem Ehepaar wurde die 5jährige Tochter vom Jugendamt weggenommen und es wurde angeklagt, weil das Mädchen im Bett mit den nackten Eltern gespielt und auch den Penis des Vaters berührt hatte. Erstaunlich: Eine Frauengruppe solidarisierte sich mit den angeklagten Eltern und protestierte gegen Jugendamt und Gericht. Doch der Protest ist halbherzig.

Jacques Lesage: Die Hinrichtung des Geschlechts. Die Vernichtung der Sexualität im Gefängnis.

Helmut Loeven: Die zwei Seiten eines Irrtums. Abwege und Irrwege des Feminismus.

Die Seite für de anständigen Leser. Eine Text-Collage.

Motte: Sechs Songtexte. Dann lieb‘ ich dich; Ein wenig Zärtlichkeit; So abgenutzt; Mutters Glücksreserve; Fürs erste Mal; Arbeiterklassenheld. Über Zuhälterei, Prostitution, Tablettensucht, Frustration.

Weitere Beiträge:

Januar-Manifest. Dokument: Das Manifest der „Gruppe Spur“ von 1961. „Wir engagieren die ganze Welt für unsere Gaudi.“

Heiner Feldhoff: Deutsches Alphabet. Gedicht. „Die Hausbesetzer können im Zuchthaus wohne. Unglaublich, daß wir hier die Homosexuellen verschonen.“

Steve B. Peinemann: Flugblattgedicht.

Zitate: Robert Jungk, Herbert Marcuse, Erich Mühsam.

Bertolt Brecht zum Achtzigsten. Zitate.

Lothar Röse: Lernen. Notate.

Heiner Feldhoff: Von Links nach Rechts. Je nach dem, wie man dieses Gedicht liest, hat man entweder ein Treuebekenntnis zum Staat vor sich (von Oben nach Unten) oder ein revolutionäres Manifest (von Links nach Rechts bedeutetet dann: von Rechts nach Links).

Russell-Tribunal in der BRD. Ein Aufruf und ein Bericht.

Dokument: Theodor W. Adorno: Gegen die Notstandsgesetze.

Dokument: Helmut Gollwitzer: Rede auf dem Russell-Tribunal.

Matthyas Jenny: City Straight Up. Notizen von einer Reise durch die USA.

Charlie Chaplin.



DER METZGER Nr. 27 (August 1977)

(2 Euro)

Galerie der Schlaumeyer. Henryk M. Broder und Hans Lauer halten sich ja für sowas von schlau!

Auf den Spuren von Charles Manson. Die RAF ist zur Killer-Gang verkommen.

Stimmen zur „Wunderwaffe“. Zitate zur Neutronenbombe von Ernst Bloch, Wolfgang Abendroth, Horst Herrmann und Arno Klönne.

Dokument: „Gegen falsche Solidarität“. Helmut Gollwitzer kritisiert den „bewaffneten Kampf“ von RAF und Bewegung 2. Juni.

Volker Sundermann: Atom-Falle.

Peter-Paul Zahl: Der Weg nach oben. Ein Gedicht aus Zitaten.

Matthyas Jenny: Zwölf-Wort-Gedichte.

Volker Sundermann: Wenn Spazierstöcke erzählen könnten. Kurzgeschichte.

Friedhelm Schroten: Drink doch ene mit un stell dich nit so ahn. Es fing damit an, daß der Bürgermeister zur Verbesserung des Klimas alle Mitarbeiter des Planungsstabes zu einem Umtrunk einlud.

Karlheinz Burandt: Drei Gedichte.

Initiativgruppe Peter-Paul Zahl. Die Schikanen der Justiz gegen den inhaftierten Schriftsteller Peter-Paul Zahl werden von maßlosen Horrorgeschichten der bürgerlichen Presse flankiert.

Wolfgang Strähler: „Jedes Schreckensbild verschwindet...“ Foto-Collage.

Hut-Film. Eine Underground-Filmproduktion stellt sich vor.

Robert Schulte: Foto.

Lothar Röse: „Bringt dieses Land, dieses große, zum Tanzen“. Ein Essay. I. Des Teufels General. II. Epitaph – Erfahrungen aus dem Eschhaus.

Wolfgang Strähler: Nazi-Nostalgie in der BRD. Ein Film wird zur Absolution. Der Hitler-Film von Joachim Fest schafft keine Klarheit über das Nazi-Regime und ist schon gar nicht geeignet, den Kampf gegen den Faschismus mit Rüstzeug zu versorgen. Und auch das gehört zum Thema: Innenminister wollen „gewaltverherrlichende“ Literatur verbieten.

Wolfgang Esch: Die Entdeckung des Wilden in uns. Wie David Cooper politische Spiritualität lehrt. David Cooper hat den in der linken Szene vorherrschenden Primat der Theorie durchbrochen und stattdessen die Erfahrung an die erste Stelle gesetzt.

Klopsbäckers Rundschau. Organ für die im Dreieck springende Kreis-Bevölkerung.

Magda Gorny: Aus dem Inhalt. Federzeichnung.



DER METZGER Nr. 26 (September 1976)

(2 Euro)

Schwerpunktthema: Ulrike Meinhof.

D.P. Meier-Lenz: Kriminell. Peter-Paul Zahl: Schuldspruch. Zwei Gedichte.

Ulrike Evezard: Wir haben Informationen über Sie. Zeichnung.

Helmut Loeven: Death is Unreal. Zum Tod Ulrike Meinhofs.

Notizen aus Stammheim.

Dokument: Ulrike Marie Meinhof: Die Würde des Menschen. Artikel von 1962.

Dokument: Prof. Dr. Helmut Gollwitzer: Rede am Grab Ulrike Meinhofs. „Ihr Leben und Kämpfen ist eine Frage an uns, eine Frage an das, was wir versäumt haben.“

Dokument: Erich Fried: Erklärung. Zum Tod Ulrike Meinhofs.

Dokument: Kurt Tucholsky: Das Geächz der SPD.

Die ich rief, die Geister...“ Nachrichten aus dem Land. Der Staatssicherheitswahn birgt Gefahren.

Weitere Beiträge:

Lothar Röse: Prolegomena zu einer Philosophie der Rock-Musik.

Peter-Paul Zahl: Doors. Ein langes Gedicht.

Wolfgang Glitscher: Foto.

Peter-Paul Zahl: Partei gegen die Arbeit. Plädoyer für den ewigen Urlaub in den Städten.



DER METZGER Nr. 25 (November 1975)

(2 Euro)

Peter-Paul Zahl: Lebenszeichen. Gedicht.

Portugal. Informationen über den revolutionären Prozeß in dem Land, das sich vom Faschismus befreit hat.

Helmut Loeven: Der Prozeß. Über den zum Scheitern verurteilte Versuch der Herrschenden, der RAF juristisch zu begegnen. „Sie haben uns zu ihren Feinden gemacht. Sie haben es so gewollt. Sie haben erreicht, daß uns nichts mehr mit ihnen versöhnt.

Notizen aus Stammheim. Prozeßberichte.

Helmut Loeven zum Tod des Regisseurs Pier Paolo Pasolini.

Peter-Paul Zahl: Faustregel: 24 Stunden für die Freunde. Gedicht.

Meinholf Link: Foto.

Raimund Petschner: Anders leben. Über Hausbesetzungen.

Free Clinic Heidelberg.

Werner Pieper über die Grüne Kraft.

Laßt die Wellen fließen – Radio 88.

Helmut Loeven: Wieder „Außer Atem“. Über die neuen Film-Pläne von Jeanluc Godard.

Gerhard Anders: David Cooper – Das Zeitalter der Verwandten ist vorbei. Gegen die Zerstörung des Individuums in der Familie.

Afghanistan. Bericht eines Entwicklungshelfers aus einem Land, dem mit Entwicklungshilfe nicht zu helfen ist.

Volker Seyfried: 18 kurze Gedichte. „Sind Sie der Sämann? Dann tun Sie mal säh‘n, Mann!“

Reimar Lenz: Es war einmal. Ein Märchen für übermorgen. Überlegungen zur Situation der religiöse Subkultur.



DER METZGER Nr. 24 (Februar 1975)

(2 Euro)

Jürgen Ploog: Bulletin von der Befreiungsfront. „Das scheint mir die Essenz jedes Versuchs der Befreiung zu sein: hinauszukommen über die tiefgegrabene Erfahrung, zu unterliegen. Es ist nicht nötig zu beschreiben, wie & wo gegenwärtige Systeme unterdrücken. Es ist wichtiger, Möglichkeiten zu entdecken und zu erproben, wie die eingefahrenen Straßen verlassen, die immer wieder in denselben unmenschlichen Situationen enden.“

Helmut Loeven: Ich war – ich bin – ich werde sein. Der Tod des inhaftierten RAF-Mitgliedes Holger Meins ist Folge böswilligen Versagens der Justizorgane.

Baader hat aufrichtig gehandelt.“ Bericht vom Besuch Jean-Paul Sartres bei Andreas Baader in Stammheim.

Gerhard Anders: Es gibt keine Drogenwelle. Besprechung des im März-Verlag erschienenen Buches „Sucht Profit Sucht“ von Amendt / Stiehler.

Gerhard Anders: Alternativen... „Diese Bemerkungen erscheinen uns wichtig gegenüber einer Subkulturideologie, die sich selbst gegenüber unkritisch ist und alternative Lebensformen wie Patentrezepte anpreist. Sie übersieht auch, daß diese Lebensformen allenfalls ansatzweise Wirklichkeit sind und von denen, die sie verwirklichen wollen, viel verlangen. Wir halten diese Bemerkungen für notwendig, weil Illusionen keine Alternativen sind und weil wir andererseits überzeugt sind, daß Alternativen nicht Illusionen sein müssen.“

Alternativen konkret: Helmut Loeven über die Mainzer Minipressenmesse und über das Eschhaus, Rolf Menrath über ein selbstverwaltetes Wohnprojekt (Mülheimer Villa).

Walter Hartmann: Win a M.O.I. Dreamdate. Walter Hartmann und Urban Gwerder begleiteten Frank Zappa auf seiner Deutschland-Tournee. Ausführliche Reportage.

Klaus Rainer Goll: „War einmal ein Revoluzzer“. Erich Mühsam zum 40. Todestag.

Heinz J. Harder: Wer einmal im Irrenhaus war... Gesellschaftliche Erfahrungen eines psychisch Kranken.

Peter-Paul Zahl: Marginalien zur Rolle der Revolutionären Intelligenz.

Knast-Briefe von Friedhelm Ripperger („Obelix“) und Heinz Dräger.

Freiheitlich-demokratische Inquisition. Durch den Radikalenerlaß sind Einstellungsgespräche für den Öffentlichen Dienst zu inquisitorischen Verhöre geworden. („Was halten Sie von Wohngemeinschaften überhaupt?“). Ein Gedächtnisprotokoll.

Dokument: Interview mit dem Duisburger Polizeipräsidenten Hans Jürgensen. Vergleich der Behandlung von RAF-Gefangenen und Naziverbrechern, Kritik am Radikalenerlaß. „Die Hysterie nützt nur der Reaktion.“

Friedhelm Ripperger („Obelix“): Klopsbäckers Rundschau. Das Organ für die im Dreieck springende Kreis-Bevölkerung. Lustiges aus der Presse.



DER METZGER Nr. 23 (August 1974)

(2 Euro)

Harald Gröhler: Drei Gedichte. Chile unter dem Faschismus.

Peter-Paul Zahl: Drei Gedichte. X. Parteitag der KP Chinas; Der harte Kern; Die geheimen Verführer.

Heidi Schmidt: Das Gericht. Gedicht für Peter-Paul Zahl. Prozeßreportage in Versen.

Das Trauma der öffentlichen Sicherheit. Zum Tode Günter Routhiers. Bei einer Verhandlung im Arbeitsgericht kommt es zu Handgreiflichkeiten. Ein Zuschauer wird verletzt und stirbt kurz darauf an den Verletzungen. Die KPD/ML hatte ihren Märtyrer und die Polizei reagierte hysterisch und brutal.

Lothar Röse: Nach dem Sturz Brandts: SPD und Arbeiterbewegung heute. Wie fügt sich der Sturz Brandts in die Geschichte der Arbeiterbewegung ein? Ein Rückblick auf die Geschichte der SPD und ihr Reagieren auf die Entwicklungen in der Gesellschaft. Welche Folgerungen hat die Linke daraus zu ziehen, wenn sie überhaupt noch etwas zu melden haben will?

Frank Olaf Radtke: Ein Geschlecht erfinderischer Zwerge. Psychologen und Mediziner haben die Funktionen der Isolation erforscht, die bei den Haftbedingungen für politische Gefangene in der BRD angewendet werden.

Allen Ginsberg: Aufruf für Abbie Hoffman. Der Vordenker der Gegenkultur Abbie Hoffman soll mit juristischen Fallstricken ausgeschaltet werden.

Michael Bronder: Jahr 2000 Götterdämmerung. Der Autor hält angesichts der politischen, ökonomischen und militärischen Entwicklung einen Zusammenbruch der Zivilisation für möglich, ebenso aber auch, daß sich Strategien der Befreiung entwickeln lassen.

Gerd Scherm: Amerikkka. Drei Gedichte.

Die Roten. Muß Richard Nixon nach der Watergate-Affäre von Tür zu Tür gehen und Kleiderbürsten verkaufen, weil „die Roten“ ihn zu Fall gebracht haben? Falls ja, sollte man ihm keine Kleiderbürsten abkaufen. Ein Polit-Comic.



DER METZGER Nr. 22 (April 1974)

(2 Euro)

Jakop Heinn: Mozartkugeln. Jakop Heinn macht sich in seinem ersten Beitrag lustig über die Anti-Mozart- und Anti-Beethoven-Kampagne als Bestandteil der chinesischen „Kulturrevolution“.

Peter-Paul Zahl: Neun Gedichte.

Dieter Schiffer: Sehr fortschrittlich. Reformprogramme im Strafvollzug lassen sich publizistisch verwerten, um Reformwillen vorzutäuschen.

Jürgen Ploog: Ein Tag im Leben eines Mannes, der sich Traven nennt.

Hadayatullah Hübsch: Der große Durchblick.

Dokument: Pete Seeger: Macht eure eigene Musik. Plädoyer des Folk-Avantgardisten für eine Suche nach progressiven Musiktraditionen in den eigenen Kulturkreisen.

Dokument: Wir Araber und unser Öl. Alle reden vom Öl. Nur die Araber kommen dabei selten zu Wort.

Siegfried Hohenberger: Erfahrungen mit asiatischer Meditation. Wenn Meditation einen Sinn haben soll, dann darf sie kein Fluchtweg aus der Gesellschaft sein. Mit einem redaktionellen Nachwort von Thilo A. Götze.

Rolf Menrath: Electric Cool-Aid Acid Test. Rolf Menrath stellt das Buch von Tom Wolfe vor, in dem von einem Reise-Experiment von Ken Kesey berichtet wird.

Ulrich Jean Marré: Kriegsdienstverweigerer. Anerkennungsverfahren, Friedensdienst oder Zivildienst? Agitation in der Bundeswehr, Verbände.



DER zornige METZGER Nr. 21 (November 1973)

(4,50 Euro)

Militärdiktatur in Chile. Kommentare.

So kämpften wir in Wounded Knee. Interview mit der Indianer-Aktivistin Monica Charles.

„Eine Eskalation der Moral“. Auszüge aus einem Interview, das der Vizepräsident der mozambiquischen Befreiungsbewegung Frelimo, Marcellino dos Santos, einer niederländischen Zeitung gab.

Richard Trench: Die protestantische IRA. Die (nationalistische) irische Befreiungsbewegung IRA rekrutiert nicht nur Katholiken.

Dokument: Erich Fried über Antizionismus und Antisemitismus.

Ceylon: Die „rote“ Konterrevolution.

Albrecht D. (Reflection Press): Gift CIA. Collage.

Albrecht D. (Reflection Press): Günter Sarée in Memoriam.

Werner F. Bonin: Tod eines Veranlassers. Nachruf auf den Aktionskünstler Günter Sarée.

Christine Klein, Maria Schulze: Abenteuerspielplätze.

Supplement: Extrablatt des Sozialistischen Büros (links) zur Militärdiktatur in Chile.



DER METZGER Nr. 20 (August 1973)

(4,50 Euro)

Schwing Busen schwing. Was Germaine Greer von dem Problem hält, das viele Frauen mit ihrem Busen haben.

Amex Canada. Derserteure der US-Army im Exil.

Ausschuß gibt Eschhaus frei.

Dieter Schiffer: Vom Erziehungsheim zum Knast. Der programmierte Straftäter.

Lords Family. Selbstporträt einer Kommune.

Brot und Rosen. Selbstporträt einer fortschrittlichen Frauenorganisation.

Coop der Filmemacherinnen.

Sektion 22 (Lutz Schulenburg & Hanna Mittelstädt): Manifest gegen jede staatliche Kultur! Dada beginnt sofort.

Christopher Miles: Leary Floating Free. Tomothy Leary wurde in Kalifornien wegen zwei Joints zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, brach aus dem Gefängnis aus, floh über Nordafrika und Libanon nach Afghanistan und wurde an die USA ausgeliefert. Jetzt wird ihm wieder der Prozeß gemacht.

Sergius Golowin: Die verlorene russische Untergrund-Revolution. „Die echte Vorgeschichte der russischen Revolution wird man erst schreiben, wenn man lernen wird, daß der Kultur-Untergrund für das Leben eines Volkes die gleiche Bedeutung hat wie nach den Entdeckungen von Freud das Unterbewußtsein für das Seelenleben des Einzelnen.“



DER METZGER Nr. 19 (Februar 1973)

(4,50 Euro)

Georg von Rauch Haus.

„Unabhägiges Jugendzentrum“? Der Beginn des Weges, der ins Eschhaus führte.

Renée Zucker: Frauen in der „Scene“ – auch nur Möse? Mißtöne von Musikern. Die Promotion-Kampagne einer erfolgreichen Rockband offenbarte ein reaktionäres Frauenbild.

„Justizförmiger Genscherismus“. Der Prozeß gegen Horst Mahler.

Rote Hilfe.

Thilo A. Götze: Die Zukunft der Meditation. These: Die Meditation sollte nicht ein Fluchtweg in die Esoterik sein, sondern mit politischer Emanzipation einen Zusammenhang suchen.

Lutz Berger: Psychedelisches Zeitalter.

PRO-Bulkowski: Aiihei. Die Ausweitung des Subjekts.

Raymond Martin: Die Zeit ohne Dich.

Peter Bursch: Stockhausen und seine Musik. Peter Bursch sprach mit dem Musik-Avantgardisten.

Lothar Röse: Alice Cooper in Essen. Der fehlende musikalische und schauspielerische Tiefgang ist bei AC von der Not zu einer Tugend gemacht worden.



DER METZGER Nr. 18 (September 1972)

(4,50 Euro)

Konkret und die RAF. Das Röhl-Blatt war ein Aufmarsch der Distanzierer.

Henryk M. Broder: Pornos unterm Gummibaum. Wie die Sex-Welle in die Kleinbürgerlichkeit hineinbrach.

Albrecht D. über die Idee, der Münchener Olympiade ein Gegenkulturprogramm entgegenzusetzen.

Monika Sperr: Zukunft des Kinderbuches. Über den Weismann-Verlag.

Schlußwort von Dieter Kunzelmann.

Berliner Patienten-Kollektiv: Krankheit und Gesellschaft.

Conrad Timm: Kommunikation und Revolution. Was man über die Ebenen der Mitteiling und Wahrnehmung wissen muß, wenn man die gesellschaftlichen Verhältnisse verändern will.

Lords Family: Regierung verbietet Rock-Festivals. In Bayern erkannte die Staatsmacht, daß Rock-Musik die öffentliche Ordnung stört.






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